Hamburger SV

Mit Holtbys Patzer fing es an, Hunt spielte im Nirgendwo

Video: abendblatt.tv
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Das Team des Hamburger SV nach dem 0:0 bei Borussia Mönchengladbach in der Einzelkritik.

Hamburg. Adler: In seinem ersten Spiel als Ehemann der Mann des Spiels. Beim ersten Elfmeter entschied er sich für die richtige Ecke. Hatte Glück, dass sein Einsteigen gegen Hahn nicht geahndet wurde.

Diekmeier: Bei seiner Startelfrückkehr nach sechs Monaten beschränkte er sich auf die Defensivaufgaben. Und die löste er überwiegend zuverlässig.

Cléber: Gisdol bezeichnete ihn vor der Partie als kompromisslosen Zweikämpfer. Nun lernte er die etwas ungestüme Seite des Brasilianers kennen. Er stellt sich einfach zu oft zu ungeschickt an – nicht nur bei seinem Platzverweis.

Spahic: Erlaubte sich kurz vor Schluss ein Krampfpause. Die hatte er sich nach 90 Minuten Höchstarbeit verdient.

Santos: Spielte nahezu fehlerfrei. Und der Elfmeter, den er verursachte, war eine Fehlentscheidung.

Die Bilder des HSV-Spiels:

Ekdal: Sah als aushelfender Innenverteidiger besser aus als in den Wochen zuvor als gesetzter Sechser.

Holtby: Versuchte seinen Fehler vor dem Elfmeter durch unermüdlichen Einsatz wiedergutzumachen. Und doch steht unter dem Strich, dass sein unnötiger Patzer den Platzverweis einleitete.

Müller: Wer einen Beweis seines fehlenden Selbstvertrauens sucht, fand an diesem Nachmittag gleich mehrere. Immer wieder nimmt er sein eigentlich vorhandenes Tempo aus dem Spiel.

Hunt (bis 80.): Ist er nun ein Achter? Ein Zehner? Eine hängende Spitze? Eine Antwort konnte der 30-Jährige nicht geben. Hunt spielte überall, aber vor allem nirgendwo.

Jung (ab 80.): Half mit, das 0:0 über die Zeit zu bringen.

Kostic (bis 74.): Seine Ablöse von rund 14 Millionen Euro konnte er erneut nicht ansatzweise rechtfertigen.

Wood (ab 74.): Erstmals beim HSV nur Joker. Zeigte in seinen wenigen Aktionen, dass er in die Startelf gehört.

Lasogga (bis 63.): Als einzige Spitze war er fleißig, aber überfordert. Es mangelte ihm an Unterstützung.

Sakai (ab 63.): Der Außenverteidiger rückte ins Mittelfeld und ließ in seinen Offensivaktionen erkennen, dass er doch eher ein Defensivspieler ist.