HSV-Splitter

Halilovic erkennt sein Dilemma und ergreift Eigeninitiative

Der von Barca geholte Hype-Spieler kämpft um Stammplatz. Olic wegen Wetten gesperrt. Slomka mischt sich in Beiersdorfer-Debatte ein.

Olic wegen Wetten vom DFB gesperrt

Ärger für Ex-HSV-Profi Ivica Olic: Der inzwischen bei Zweitligist 1860 München aktive Stürmer wurde wegen unerlaubter Wetten für zwei Spiele gesperrt und muss zudem 20.000 Euro Strafe zahlen. Das DFB-Sportgericht verurteilte den 37 Jahre alte Kroaten wegen eines Verstoßes gegen das Wettverbot für Profis. Der Kroate hat den Richterspruch akzeptiert.

Olic hat im Zeitraum vom 26. August bis 11. September bei einem Internet-Wettanbieter unter anderem auf neun Begegnungen der 2. Liga gewettet oder wetten lassen. Die einzelnen Wetteinsätze beliefen sich fast ausschließlich im dreistelligen Euro-Bereich. Auf Spiele seines Clubs wurde dabei nicht gewettet. "Die Sanktion spiegelt den Verstoß gegen das allgemeine Wettverbot im Bereich des DFB wieder", sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz. Die Ermittlungen in dem Fall Olic haben keinen Hinweis auf Wettmanipulationen erbracht."

Halilovic holt sich eigenen Fitness-Coach

Er ist die am meisten diskutierte Personalie in Hamburg: Obwohl Alen Halilovic bislang nicht über Kurzeinsätze beim HSV hinauskommt, ist sein Name in aller Munde. Der Hype-Einkauf hat nun offenbar erkannt, dass er an seinen körperlichen Defiziten arbeiten muss, wenn er auch auf dem Platz eine tragende Rolle einnehmen will. Wie die „Sport Bild“ berichtet, schiebt der kroatische U21-Nationalspieler nach dem Mannschaftstraining Sonderschichten mit einem eigens organisierten Fitness-Coach.

„Für Alen ist es eine Herausforderung, sich in der Bundesliga durchzusetzen“, wird seine Mutter zitiert. „Mario Tomijanovic ist ein Experte für Fitness, mit ihm kann sich Alen perfekt auf die nächsten Spiele vorbereiten.“

Die Maßnahme überrascht, denn zuletzt fiel Halilovic eher durch lustlose Trainingsleistungen auf. Vor dem Heimspiel gegen Bayern München strich ihn der damalige Trainer Bruno Labbadia deshalb sogar aus dem Kader. Die „Bild“ meinte im Anschluss enthüllt zu haben, dass der Edeltechniker in Mannschaftskreisen schon als „Diva“ bezeichnet wird.

Unter Trainer Markus Gisdol beginnt der Konkurrenzkampf nun aber wieder für alle bei null – und Halilovic scheint diesen anzunehmen.

Holt sich Halilovic unter Gisdol einen Stammplatz?

Fällt Djourou aus?

Ein weiteres Sorgenkind ist derzeit Kapitän Johan Djourou. Nachdem der Innenverteidiger ein am Dienstag spontan angesetztes Testspiel gegen den eigenen Nachwuchs bereits nach zwölf Minuten abbrechen musste, ist sein Einsatz am Sonnabend in Mönchengladbach (15.30 Uhr) in Gefahr. Beim Schweizer sind eigentlich schon auskurierte Oberschenkelprobleme wieder aufgebrochen.

Sein Abbruch sei aber nur eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, sagte Gisdol im Anschluss. Dennoch konnte Djourou am Mittwoch nicht am Training teilnehmen. Der bereits am Dienstag kürzer getretene Bobby Wood (Oberschenkel) musste ebenfalls aussetzen.

Slomka mischt sich in Sportchef-Debatte ein

Wer hat sich in den vergangenen Tagen nicht alles zum HSV und insbesondere der Doppelfunktion Dietmar Beiersdorfers geäußert. Günter Netzer, Reiner Calmund, Marcell Jansen, Horst Hrubesch, Thomas Strunz, Armin Veh und selbst der frühere Skandal-Profi Ansgar Brinkmann – alle hatten aus ihrer Sicht etwas Wichtiges über den Dino mitzuteilen.

Nun hat sich auch Ex-HSV-Trainer Mirko Slomka in die Debatte um den vermeintlich fehlenden Sportchef beim HSV eingeschaltet. „Dem HSV würde es gut tun, wenn Dietmar Beiersdorfer als Vorstandsvorsitzender nicht die täglichen Entscheidungen treffen muss“, sagte Slomka beim Mercedes-Benz Sportpresse Club in Hannover. „Ein Sportdirektor muss täglich bei der Mannschaft sein, und das kann Beiersdorfer gar nicht als Club-Chef.“ Slomkas Aussagen ändern allerdings nichts daran, dass der HSV sich ohnehin nach einem neuen Kaderplaner umsieht, der Beiersdorfer entlasten soll.

Mybet bietet kuriose Wette an

Erstmals liegen der HSV und der FC St. Pauli parallel auf dem letzten Platz. Für den Sportwettenanbieter Mybet ist dieser Ausnahmezustand Anlass genug, um eine Kombiwette der beiden Hamburger Fußball-Vereine anzubieten.

Die Wette lautet: Wer ist nach dem nächsten Spieltag nicht mehr Tabellenletzter? Der HSV (Quote 2.50), der FC St. Pauli (Quote 1.40), keiner von beiden (Quote 2.00), beide (Quote 5.00). Aus den Quoten ist herauszulesen, dass die Buchmacher nicht davon ausgehen, dass beide Hamburger Clubs das nach dem nächsten Spieltag noch Tabellenletzter sind. Ob der HSV und St. Pauli daraus neuen Mut schöpfen?

Fink verlängert in Wien

Ex-HSV-Trainer Thorsten Fink fühlt sich offenbar wohl bei Austria Wien. Der 48-Jährige hat seinen Vertrag beim österreichischen Tabellen-Fünften um zwei Jahre bis 2019 verlängert.