HSV-Splitter

Gondorf kommt wohl nicht – dafür ein neuer Chefscout?

BVB-Chefscout Sven Mislintat war auch an der Entwicklung der Dortmunder Trainingsmethode "Footbonaut" beteiligt

BVB-Chefscout Sven Mislintat war auch an der Entwicklung der Dortmunder Trainingsmethode "Footbonaut" beteiligt

Foto: Imago/GEPA Pictures

Zweite Mannschaft schickt sieben Talente weg, Spieler will auf Trainer Uysal losgehen. HSV besser als Atlético, Wood-Treffer im Video.

Gondorf kommt wohl nicht zum HSV

Einige Medien hatten den Transfer von Darmstadts Jerome Gondorf zum HSV schon als sicher verkündet. Doch dieser soll sich nun zerschlagen haben. Aufgrund einer Ausstiegsklausel hätte der Mittelfeldmann für wenig Geld wechseln können, und nach Abendblatt-Informationen hatte sich der HSV auch mit dem Spieler beschäftigt -- doch ein ernsthaftes Thema sei der 27-Jährige nie gewesen. Aufgrund des neuen finanziellen Spielraums durch die Kühne-Millionen könnte sich der Bundesliga-Dino nun nach einer kostspieligeren Soforthilfe im zentralen Mittelfeld umschauen.

HSV an BVB-Chefscout interessiert?

Laut „RP Online“ hat der HSV ein Angebot an BVB-Chefscout Sven Mislintat abgegeben. Der Mann, der einst Shinji Kagawa entdeckte, ist auch bei Fortuna Düsseldorf als neuer Sportvorstand im Gespräch. HSV-Chef Dietmar Beiersdorfer sucht nach einer Verstärkung im Bereich Kaderplanung.

Wood trifft und überzeugt im US-Test

HSV-Neuzugang Bobby Wood hat beim 3:1-Sieg der USA in einem Testspiel gegen Puerto Rico einen starken Eindruck gemacht und den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 erzielt. Der 23-Jährige wurde auch für die Copa America in den USA (3. – 26. Juni) nominiert.

Wood war einer von drei Deutschland-Legionären im Startaufgebot von US-Trainer Jürgen Klinsmann, der später außerdem den früheren HSV-Leihstürmer Julian Green einwechselte. Am Mittwoch testen die Amerikaner in Frisco/Texas gegen Ecuador und treffen am Sonnabend in Kansas City auf Bolivien.

Am 3. Juni eröffnet das Klinsmann-Team im kalifornischen Santa Clara gegen Kolumbien die Copa America Centeraio. Das Turnier mit 16 Mannschaften wird bis zum 26. Juni anlässlich des 100-jährigen Bestehens des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL in den USA ausgetragen.

Drobny zu Mainz 05?

Jaroslav Drobny ist wie auch die bereits verabschiedeten Ivica Olic, Artjoms Rudnevs, Gojko Kacar und Ivo Ilicevic auf Vereinssuche. Nach Informationen des "Kicker" könnte der 36 Jahre alte Torhüter nun einen neuen Arbeitgeber gefunden haben. So soll Mainz Interesse an Drobny haben, falls Loris Karius die Rheinhessen verlässt. Und darauf verdichten sich die Anzeichen, da die Mainzer Nummer eins am Montag nach übereinstimmenden Medienberichten aus England den obligatorischen Medizincheck beim FC Liverpool absolviert haben soll.

HSV in Europas Zuschauer-Spitzengruppe

Die Auftritte vor eigenem Publikum waren auch in der abgelaufenen Saison selten überzeugend - mit fünf Siegen, vier Unentschieden und acht Niederlagen schloss der HSV in der Heimtabelle auf Platz 14 ab. Anders sieht es beim Zuschauerzuspruch aus, dort steht der Dino sogar in der europäischen Spitzengruppe. Nur acht Mannschaften lockten in der vergangenen Runde im Schnitt mehr Fans in ihre Stadien als der HSV. 53.700 Zuschauer entsprichen einem Zuwachs von durchschnittlich 423 Zuschauern im Vergleich zum Vorjahr und bedeutet in der Bundesliga-Zuschauertabelle bei einer Auslastung von 94,3 Prozent Platz vier, teilte der HSV am Montag mit.

Damit rangiert Hamburg sogar unter anderem vor Champions-League-Finalist Atlético Madrid, dessen Spiele im Vicente Calderón bei einem Fassungsvermögen von knapp 55.000 Zuschauern durchschnittlich nur 44.647 Zuschauer besuchten. Auch die italienischen Zuschauermagneten Inter Mailand (45.538) oder AS Rom (40.190) blieben weit hinter dem HSV. Vor den Norddeutschen platziert sind dagegen Krösus Dortmund (81.178), Barcelona (78.881), Manchester United (75.286), Bayern München (75.006), Real Madrid (69.736), Schalke 04 (61.386), Arsenal (59.944) und Manchester City (54.041).

„Unsere Fans sind Champions-League. Wie sie uns durch alle Höhen und Tiefen begleiten, ist einfach Weltklasse“, sagte Mittelfeldspieler Lewis Holtby. Sechs Mal war die Arena ausverkauft. Seinen Top-Wert erzielte der HSV 2007/08 mit 55.502 Besuchern (97,4 Prozent). „Wir hoffen, in der neuen Saison wieder einen weiteren Schritt zu machen und uns mit einer paar mehr Punkten für die stets sensationelle Unterstützung bedanken zu können“, sagte Trainer Bruno Labbadia.

HSV-Talent will auf Uysal losgehen

Ob da seine Ausbootung eine Rolle spielte? Abwehrspieler Dominik Jordan rastete beim traurigen letzten Regionalliga-Spiel des HSV II beim Lüneburger SK (0:3) aus. Der 21-Jährige missachtete in der 30. Minute eine taktische Anweisung seines Trainers Soner Uysal. Jordan wurde daraufhin nach kurzem Wortgefecht ausgewechselt und musste von einem Betreuer davon abgehalten werden, auf Uysal loszugehen. Jordan beleidigte den Betreuer, und so bleibt sein letzter Auftritt bei den Rothosen in unschöner Erinnerung. Der Vertrag des HSV-Urgesteins (spielte seit der U10 im Verein) wird, wie vor dem Spiel feststand, nicht verlängert (siehe nächste Meldung).

Die Zwote sortiert sieben Spieler aus

Mindestens sieben Fußballer werden in der kommenden Saison der Regionalliga Nord nicht mehr für die zweite Mannschaft spielen. Zu den ausscheidenden Akteuren zählt unter anderem Kapitän Ahmet Arslan, der in der abgelaufenen Spielzeit 13 Tore für die U23 des HSV erzielt und zudem sein Bundesliga-Debüt gefeiert hat. Neben Arslan werden sich Said Benkarit, André Branco, Nico Charrier, Dominik Jordan, Laurynas Kulikas und Lennard Sowah anderen Vereinen anschließen, teilte der HSV dazu auf seiner Homepage mit.

Der HSV will künftig noch stärker auf eigene Talente setzen. So sollen bis zu zehn Mann aus der U19 in den Regionalliga-Kader eingebunden werden, teilte der Verein dazu weiter mit. Der Nachwuchs wird 2016/2017 deshalb auch offiziell als U21 an den Start gehen.