HSV-Splitter

HSV spielt weiter Ping Pong mit Cardoso

Seit 2008 in verschiedenen Funktionen beim HSV als Trainer tätig: Rodolfo Esteban Cardoso

Seit 2008 in verschiedenen Funktionen beim HSV als Trainer tätig: Rodolfo Esteban Cardoso

Foto: Witters

Beurlaubter U16-Coach soll neuen Posten erhalten. Knäbel beobachtet brasilianisches Juwel, Beiersdorfer spricht Rucksack-Machtwort.

HSV sucht nach neuem Posten für Cardoso

Trotz der Beurlaubung als U16-Trainer will der HSV weiter mit Rodolfo Esteban Cardoso zusammenarbeiten. „Rodolfo hat einen gültigen Vertrag beim HSV. In welcher Funktion er weiter für uns tätig sein wird, wird mit ihm besprochen“, sagte Mediendirektor Jörn Wolf am Mittwoch. Am Dienstag hatte der HSV bekanntgegeben, dass Cardoso als Nachwuchscoach beurlaubt wurde. Nach sechs Spieltagen stehen die Hamburger in der B-Junioren Regionalliga Nord mit null Punkten am Tabellenende. „Ich kann dazu noch nicht viel sagen, außer, dass ich beurlaubt bin“, sagte Cardoso dem Abendblatt-Blog „Matz ab“.

Erst im vergangenen Jahr musste der 48-Jährige seinen Posten als U 23-Coach des Vereins räumen. Damals drohte der Argentinier eine Klage auf unbefristete Anstellung an und wurde zunächst als Techniktrainer weiterbeschäftigt. Zuvor hatte der langjährige Taktgeber der Bundesliga-Mannschaft nach den Trennungen von Michael Oenning und Thorsten Fink zweimal interimsweise die Bundesliga-Mannschaft betreut.

Beiersdorfer erklärt Rucksack-Affäre für beendet

Dietmar Beiersdorfer hat die Rucksack-Affäre um Sportdirektor Peter Knäbel für beendet erklärt. „Das Thema ist für uns erledigt. Die Polizei ermittelt noch. Die Erkenntnisse sind so, dass die Unterlagen durch eine Straftat abhandengekommen sind“, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Peter hat zu jeder Zeit das Wohl des HSV über sein eigenes gestellt, das muss man ganz klar so festhalten“, unterstrich der HSV-Chef zudem auf der Vereins-Homepage. Er habe es in enger Zusammenarbeit mit Bruno Labbadia geschafft, die Mannschaft binnen kürzester Zeit besser zu machen. „Ich bin überzeugt, dass Peters Arbeit schon jetzt wirkt und auch bezüglich unserer mittel- und langfristigen sportlichen Entwicklungsziele Früchte tragen wird“, sagte Beiersdorfer und stellte eine baldige Vertragsverlängerung mit Labbadia in Aussicht: „Ich wünsche mir, dass Bruno sehr lange Trainer des HSV bleibt.“

Der HSV steht und läuft im Regen

Mit einer Rumpftruppe und im Regen hat Trainer Bruno Labbadia am Morgen zur ersten von heute zwei Trainingseinheiten gebeten. Durch die Länderspielreisen von acht Profis und die Verletzungen von Gojko Kacar (Rückenprobleme) und Abwehrmann Ronny Marcos (Leistenbeschwerden) standen dem HSV-Coach lediglich 13 Feldpsieler sowie die drei Torhüter Jaroslav Drobny, René Adler und Andreas Hirzel zur Verfügung. Nach Krafttraining steht um 15.30 Uhr die zweite Einheit mit dem Ball an.

Zwei der nächsten fünf Spiele ausverkauft

Der HSV boomt weiter bei den Fans: Das Auswärtsspiel bei Bruno Labbadias Heimatclub Darmstadt 98 am 12. Spieltag ist ebenso ausverkauft wie das Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Wie der Verein am Mittwoch via Twitter mitteilte, sind für die Freitagabend-Partie des 13. Spieltages (20. November) alle 57.000 Tickets vergriffen. Auch für das kommende Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am 17. Oktober (15.30 Uhr) sollten sich die Anhänger sputen - Stand Mittwochmorgen waren bereits mehr als 50.000 Karten verkauft. Auch der Vorverkauf für die Spiel in Hoffenheim (23. Oktober, 20.30 Uhr) und zuhause gegen Hannover 96 (1. November, 17.30 Uhr) ist bereits angelaufen.

Interesse an brasilianischem Top-Talent

Der HSV ist offenbar an einem brasilianischen Top-Talent interessiert. Wie die "Bild"-Zeitung am zweiten Tag in Folge berichtet, soll Sportdirektor Peter Knäbel bei Leandrinho Ernst machen und den 16-jährigen Kreativspieler von Erstliga-Aufsteiger AA Ponte Preta bei der kommenden U17-WM in Chile beobachten. Dort trifft Leandrinho, nach dem allerdings auch Real Madrid seine Fühler ausgestreckt haben soll, am 20. Oktober auf England. Einen Tag später wird sich Knäbel dann in jedem Fall den Auftritt des HSV-Schützlings Mats Köhlert anschauen. Der Stürmer des A-Junioren-Bundesligateams spielt zum Auftakt mit der DFB-Elf gegen Australien.