Generalabrechnung

Fan schreibt offenen Brief an HSV und erhält viel Zuspruch

Die Saison ging gerade erst los und der HSV sorgte bereits für zahlreiche Negativ-Schlagzeilen. Ein Fan findet dafür emotionale Worte.

Nach dem Pokal-Debakel bei Viertligist Jena und der peinlichen Rucksackaffäre um Sportdirektor Peter Knäbel hat ein langjähriger HSV-Fan einen offenen Brief an den Verein geschrieben - und dafür von anderen Anhängern des Krisenclubs bereits viel Zuspruch erhalten.

„Habt ihr auch nur im geringsten eine Vorstellung davon, welche Verantwortung ihr in euren hochbezahlten Funktionen als Mandatsträger und Spieler beim Hamburger Sportverein zu tragen habt? Und merkt ihr eigentlich, in welchem anscheinend unerschöpflichen Maße ihr diese Verantwortung mit Füßen tretet???“, schrieb der User, der sich „Oli Ver“ nennt, bei Facebook. „Ich bin fassungslos! Nein - ich könnte nur noch kotzen!!!“ Als Einstieg wählte der Fan die Worte „MIR REICHT’S!“ - in Versalien.

Der Auftritt in Jena sei „leblos, ohne Leidenschaft und einfach nur peinlich“ gewesen. Wie die neue Saison nach zwei Fast-Abstiegen verlaufe, sei für ihn deshalb klar. „Pokalaus in der ersten Runde, Saisonauftakt bei den Bayern und danach gegen den Angstgegner VfB daheim...der Verlauf der Saison scheint schon programmiert.“

Dass nun auch noch Knäbels Rucksack mit sensiblen Dokumenten des HSV im Hamburger Jenischpark gefunden wurde, brachte bei „Oli Ver“, dessen Herz nach eigenen Angaben seit drei Jahrzehnten für den HSV schlägt, das Fass zum Überlaufen. „Vergeht nicht mal eine Woche, ohne dass man sich für seinen Verein schämen und wieder die Häme und den Spott von allen Seiten ertragen muss?“, schrieb er in seinem Post.

Abschließend gibt der Fan den Club-Verantwortlichen noch als Rat mit auf den Weg, zu zeigen, dass sie es verdient haben, „ein Teil des großartigen HSV zu sein“. Denn irgendwann sei auch seine Geduld und die vieler anderer am Ende.

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