Trainingslager

Riesiger Andrang: Anhänger überrumpeln HSV beim Fan-Abend

Labbadia freut sich über die Unterstützung der Fans. Ein Ordner wurde hingegen überrascht. Ein 1,90 Meter großer Töre wurde gesichtet.

Harsewinkel. Guy Demel war gekommen, auch Rafael van der Vaart, Heiko Westermann und sogar Mladen Petric. Zwar nicht ganz die Originale, aber zumindest fast. Denn schaute man sich am Sonntag die Namen auf den Rücken der zahlreichen Trikots beim Fanabend im Trainingszentrum Klosterpforten an, dann blitzte unter den rund 600 Anhängern noch einmal echte HSV-Nostalgie auf. Sogar ein 1,90 Meter großer Gökhan Töre wurde gesichtet.

„Es ist schon klasse, dass uns die HSV-Anhänger immer so sehr unterstützen“, sagte Trainer Bruno Labbadia, der im Gegensatz zu einem Ordner („mit so einem Andrang haben wir nicht gerechnet“) auch kein Pro­blem mit dem zusätzlichen Trubel bei der Nachmittagseinheit hatte: „Das stört mich überhaupt nicht. In der Schweiz hatten wir ja auch schon einen sehr netten Fan-Abend.“

Bei typischem Hamburger Schmuddelwetter öffnete der HSV zunächst für das Training die Klosterpforten, ehe die Profis am Abend den Fans zwischen Bierstand und Grill auch Rede und Antwort standen. „Guck mal Papa, da ist der Holtby“, rief ein Dreikäsehoch entzückt, als der Lieblingsspieler in einer Menschentraube entdeckt wurde. Besonderer Aufmerksamkeit durfte sich natürlich auch Albin Ekdal erfreuen. „Wo ist eigentlich der Steinmann?“, fragte plötzlich ein etwas dickbäuchiger Fan, dem ein anderer, nicht wesentlich schlanker, erklärte, dass Matti Steinmann sich nach Chemnitz oder Münster verleihen lassen will. „Das habe ich im Internet gelesen“, erklärte Fan Nummer zwei mit strenger Miene.

Das Internet hatte natürlich recht. Somit wird Steinmann auch beim zweiten öffentlichen Training am Donnerstag nicht dabeisein. In den Tagen dazwischen werden die Klosterpforten für die Fans allerdings wieder geschlossen. „Den Geist haben wir zwar in Malente gelassen“, meinte Bruno Labbadia, „aber mit den Bedingungen hier können wir auch sehr zufrieden sein. Ich hoffe, dass es ein ganz entscheidendes Trainingslager für uns wird.“