Hamburger SV

Beiersdorfer erklärt: Darum haben wir Spahic geholt

Neuzugang Spahic startete mit kecken Aussagen beim HSV. Beiersdorfer erklärte, warum der Verein den Verteidiger holte.

Laax/Hamburg. Das rote Trainingsshirt kennt er noch aus Leverkusener Zeiten: Emir Spahic absolvierte am Dienstag mit dem Laktattest seine erste Einheit im Trainingslager des HSV in Graubünden. Grund genug für Dietmar Beiersdorfer zu erklären, warum die Hanseaten den Innenverteidiger nach Hamburg lockten. "Emir wird uns sehr helfen, weil er die Charakteristika, die wir suchen, in sich vereint", erklärte der HSV-Sportchef. "Er hat gelernt, innerhalb einer Mannschaft von Hinten heraus zu führen, er kann gut ein Spiel eröffnen, hat Autorität am Platz - das können wir gut gebrauchen."

Spahic selbst stellte sich nach der ersten Trainingseinheit den lauernden Journalisten: „Ich will hier einen guten Job machen und möchte zeigen, dass ich noch auf hohem Niveau Fußball spielen kann“, sagte Spahic, der erst im April nach seiner Prügelei mit einem Leverkusener Ordner vom Werksclub suspendiert wurde.

Der Abwehrspieler will nun wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen. „Ich will einfach nur Fußball spielen“, sagte Spahic, der dem HSV eine erfolgreiche Saison zutraut: „Wir können eine gute Rolle in der Bundesliga spielen, nicht so, wie die zwei letzten Jahre.“

Lasogga freut sich auf Spahic

Für den Erfolg will auch Spahic seinen Teil beitragen. „Ich möchte Stabilität in die Mannschaft bringen.“ Der robuste Innenverteidiger führte vor seiner Vertragsunterzeichnung „viele positive Gespräche“ mit den HSV-Verantwortlichen. Auch Club-Ikone Sergej Barbarez schwärmte gegenüber seinem Landsmann vom Dino. Nun sei Spahic froh, beim HSV zu sein.

Pierre-Michel Lasogga freut sich bereits auf den Neuzugang. „Auf dem Platz ist Spahic ein Verteidiger, der dem Gegner wehtun kann. Es tut uns richtig gut, dass wir so einen Verteidiger haben, vor dem die Gegner sicher Respekt haben“, sagte der 23-jährige Stürmer bei Sky. Die Fans sehen den Transfer hingegen mit gemischten Gefühlen .

Am Dienstagnachmittag ist übrigens auch Valon Behrami in Laax angekommen. Der im vorigen Sommer mit hohen Erwartungen geholte Schweizer Nationalspieler, den der HSV gern verkaufen würde, hat aber noch keinen neuen Verein gefunden. „Wenn er hier ist, werden wir Valon die Möglichkeit geben, sich einen Platz im Team zu erarbeiten“, kündigte Labbadia an. In der entscheidenden Phase der abgelaufenen Spielzeit hatte der Coach, unter dem der HSV den Klassenverbleib schaffte, allerdings nicht auf Behrami gesetzt.

(wal/dpa)

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