Bundesliga

Positive Mainz-Bilanz macht dem HSV Mut im Abstiegskampf

HSV-PK vor dem Spiel gegen Mainz

Bruno Labbadia äußert sich vor dem Spiel gegen Mainz über die Rolle von Pierre-Michel Lasogga und sagt, wie er den HSV in der Erfolgsspur halten will.

Video: abendblatt.tv
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Der kommende Gegner Mainz ist eine von drei aktuellen Bundesligamannschaften, gegen die der HSV eine positive Auswärtsbilanz hat.

Hamburg. Beim HSV erinnert man sich gerne an die Auswärtsspiele in Mainz. Achtmal traten die Hamburger in der Bundesliga beim selbsternannten Karnevalsverein an und holten dabei drei Siege und drei Unentschieden bei zwei Niederlagen. Eine Statistik, die nicht gerade selbstverständlich für den HSV ist, denn von den aktuellen Bundesligisten können die Hanseaten nur gegen Freiburg (sechs Siege, sieben Unentschieden, drei Niederlagen) und Paderborn (ein Sieg) ebenfalls eine positive Auswärtsbilanz vorweisen.

Am Sonntag (15.30 Uhr im Liveticker bei abendblatt.de) will die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia den Schwung aus dem 3:2-Heimsieg gegen Augsburg mitnehmen und die positive Mainz-Bilanz aufbessern. „Unsere Leistung muss noch einmal besser werden. Jetzt ist nicht die Zeit zum Durchschnaufen“, sagte Labbadia auf der Pressekonferenz.

Und der HSV ist gewarnt, denn der kommende Gegner holte zuletzt zwei Siege in Folge. „Mainz ist in einer guten Verfassung“, sagte Labbadia.

Der neue Trainer setzt in Mainz vor allem auf seinen wiedererstarkten Stürmer Pierre-Michel Lasogga. „Ich hoffe, dass er wie letztes Jahr zu einem Schlüsselspieler wird.“ Aber auch den Rest der Mannschaft nimmt Labbadia in die Pflicht. „Was fehlt, ist das Selbstverständnis zu siegen. Es ist viel Kraft notwendig. Und Mainz wird auf Power spielen, sie wollen ihren Fans etwas bieten.“

Behrami und Holtby kehren zurück

Nach ihren abgesessenen Sperren kehren Valon Behrami und Lewis Holtby zurück in den Kader. Auch Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier trainierte diese Woche wieder mit der Mannschaft und könnte am Sonntag zum Einsatz kommen. Labbadia ließ sich aber nicht in die Karten gucken, wer am Sonntag auf dem Platz stehen wird. „Wir müssen schauen, was die nächsten zwei Tage bringen. Generell setze ich eher auf Spieler, die länger mit der Mannschaft trainiert haben“, so der Coach.

Der defensive Mittelfeldakteur Gojko Kacar (Adduktorenprobleme) sei nur „aus Rücksicht“ auf die für ihn ungewohnt große Einsatzzeit in dieser Trainingswoche kürzergetreten und werde rechtzeitig fit für die Partie in Mainz. „Er hat ja über die letzten Jahre so wenige Spiele gemacht“, sagte Labbadia.

Freiburg und Paderborn treffen aufeinander

Ein Comeback des Chilenen Marcelo Díaz (Innenbandanriss) am Sonntag schloss der 49-Jährige praktisch aus. „Bei Diaz ist es so, dass wir ihn bei 100 Prozent haben wollen, dabei sind wir am Rantasten. Wir wollen ihn für die letzten Spiele dahin bringen“, erklärte Labbadia.

Mit 28 Punkten steht der HSV derzeit auf dem Relegationsplatz 16, nur einen Zähler vor Tabellenschlusslicht VfB Stuttgart. Allerdings sind die Norddeutschen auch vom rettenden 15. Rang nur einen Zähler entfernt. Da die direkten Konkurrenten Freiburg (14. Platz, 30 Punkte) und Paderborn (17., 28) am Wochenende gegeneinander spielen und somit mindestens einer der beiden Mannschaften punkten wird, ist der Dino im Bundesliga-Abstiegskampf fast schon zum Punkten verdammt. Stuttgart tritt bei Schalke 04 an, Hannover 96 (15., 29) reist zum Tabellen-Zweiten nach Wolfsburg.