Einzelkritik

Marcos untauglich, van der Vaart eine Parodie seiner selbst

Mit dem 0:8 in München ist der HSV noch gut bedient. Marcos bekam den Ball im Strafraum an die Hand, Müller traf per Strafstoß. Dann erhöhten Götze, Robben (2x), wieder Müller und Lewandowski gegen völlig überforderte Hamburger. Ribery und Götze setzten den Schlusspunkt.

Hier geht´s für Handynutzer zum Matz ab Video

Drobny: Verhinderte eine zweistellige Klatsche, wobei der Tscheche bei dem einen oder anderen Gegentor so beweglich wie das dickliche Bayernmaskottchen Berni wirkte.

Götz: Grausam. Erhielt eine Lehrstunde, die der Youngster so schnell nicht vergessen wird.

Djourou: Ging mit dem restlichen Gruselkabinett gnadenlos mit unter.

Westermann: So langsam dürfte sich der Franke an historische Klatschen in Bayern gewöhnen.

Marcos (bis 57.): In allen Belangen bundesligauntauglich.

Ostrzolek (ab 57.): Auf sehr bescheidenem Niveau der beste Hamburger.

Díaz: Hatte sich so sehr darüber gefreut, dass die Partie auch in seiner Heimat übertragen wird. Nun muss der Chilene hoffen, dass keiner zugeschaut hat.

Van der Vaart (bis 57.): In guten Spielen ist der Niederländer immer noch für eine Überraschung gut. In schlechten Spielen wirkt er dagegen nur noch wie eine Parodie seiner selbst. Am Sonnabend war ein schlechter Tag.

Jiracek (ab 57.): Schlechter als sein Vorgänger war er nicht, aber dies war nach objektiven Kriterien auch gar nicht möglich.

Stieber: Das hatte wenig mit Fußball zu tun, was der Ungar am Sonnabend zwischen 15.30 Uhr und 17.20 Uhr ablieferte.

Jansen: Für den Mittelfeldmann müsste man an diesem Tag ein ganz neues Notensystem erfinden. Da dies allerdings noch niemand getan hat, darf auch er sich über die gleiche Bewertung freuen wie seine Kollegen:

Rudnevs: Seine Torschussversuche in der zweiten Halbzeit hatten komödiantische Züge. Trotzdem:

Olic (bis 23.): Als der Torjäger mit einer Zerrung ging, ging das Grauen los. Sollte der Kroate gegen Gladbach ausfallen, könnte der HSV auch gleich ohne Stürmer antreten. Wobei man mittlerweile den Eindruck gewinnen kann, dass der HSV dies schon die ganze Saison lang probiert.

Müller (ab 23.): Jedes Wort über seinen derzeitigen Leistungsstand wäre ein Wort zu viel. Deswegen in aller Kürze:

DAS SPIEL IM LIVETICKER

Die höchsten Bundesliga-Niederlagen des Hamburger SV

0:8 FC Bayern München 2014/2015

0:7 Borussia Dortmund 1966/67

1:8 Rot-Weiß Oberhausen 1970/71

2:9 FC Bayern München 2012/2013

2:9 1860 München 1963/1964

Die Statistik

München: 1 Neuer – 13 Rafinha, 5 Benatia (ab 59. Ribery), 28 Badstuber, 27 Alaba – 31 Schweinsteiger – 10 Robben (ab 71. Pizarro), 25 Thomas Müller (ab 66. Gaudino), 19 Götze, 18 Bernat – 9 Lewandowski. – Trainer: Guardiola

Hamburg: 1 Drobny – 39 Götz, 5 Djourou, 4 Westermann, 31 Marcos (ab 57. Ostrzolek) – 20 Diaz, 23 van der Vaart (ab 57. Jiracek) – 17 Stieber, 7 Jansen – 16 Rudnevs, 8 Olic (ab 24. Müller). – Trainer: Zinnbauer

Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)

Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Müller (21./HE), 2:0 Götze (23.), 3:0 Robben (36.), 4:0 Robben (47.), 5:0 Müller (55.), 6:0 Lewandowski (56.), 7:0 Ribery (69.), 8:0 Götze (88.).

Torschüsse: 25:7

Ecken: 3:0

Ballbesitz: 70:30 %