HSV-Sportdirektor

Keine Top-Verdiener mehr: Knäbel plant personellen Schnitt

„Die Verträge von Spielern, die zusammen ein Gehaltsvolumen von rund 15 Millionen Euro haben, laufen aus. Ich sehe das als große Chance“, sagte der Sportdirektor. Acht Profis stehen im Fokus.

Hamburg. Sportdirektor Peter Knäbel hat einen personellen Schnitt beim HSV angedeutet. „Die Verträge von Spielern, die zusammen ein Gehaltsvolumen von rund 15 Millionen Euro haben, laufen aus. Ich sehe das als große Chance“, sagte der 48-Jährige der Sport Bild.

Nach der laufenden Saison enden unter anderem die Kontrakte von Jaroslav Drobny, Rafael van der Vaart, Heiko Westermann, Slobodan Rajkovic, Marcell Jansen, Gojko Kacar, Tolgay Arslan und Ivo Ilicevic. Mit Torhüter Drobny kündigte Knäbel bereits Gespräche über eine Verlängerung an.

Da der klamme Klub sein Ziel verpasst hat, das Gehaltsniveau auf unter 40 Millionen Euro zu drücken und stattdessen bei rund 48 Millionen liegt, müssen vor allem die Top-Verdiener um neue Kontrakte bangen - oder erhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen.

Von einem Austausch der Profis erhofft sich Sportdirektor Knäbel im Team auch einen Mentalitätswechsel: „Die Leute lernen hier zu überleben, dass sie mit dem Kopf über Wasser bleiben. Aber so ist man nicht produktiv.“

Die Topverdiener van der Vaart und Westermann signalisierten ihrerseits den Wunsch nach neuen Arbeitspapieren. Aktuell hinkt der HSV den Erwartungen erneut hinterher und ist Vorletzter der Bundesliga. Knäbel übt sein Amt bei den Hanseaten seit Anfang Oktober aus.