Abschied

Zoua und Demirbay verlassen den HSV für eine Saison

Der Wechsel von Per Skjelbred nach Berlin steht unmittelbar bevor. Stürmer Jacques Zoua wird für ein Jahr in die Türkei verliehen. Mittelfeldspieler Kerem Demirbay geht ebenfalls auf Leihbasis in die 2. Liga zum 1. FC Kaiserslautern.

Hamburg. Der HSV hat vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen den SC Paderborn (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf abendblatt.de) zwei Spieler verliehen. Sowohl Stürmer Jacques Zoua als auch Mittelfeldspieler Kerem Demirbay verlassen den HSV für eine Saison auf Leihbasis, wie der Verein am Freitag bestätigte.

Zoua wechselt zum türkischen Erstligisten Kayseri Erciyesspor. „Dieselben Farben wie der HSV, aber eine neue Erfahrung in der Türkei“, schrieb Zoua bei Twitter über seinen neuen Verein. Dazu postete er ein Bild von sich in der neuen Trainingskleidung. „Ich komme stärker zurück“, versprach er. Der türkischen Nachrichtenagentur DHA zufolge kann Erciyesspor den 22-jährigen Angreifer nach einer Saison per Kaufoption langfristig verpflichten. Zoua war erst vor einem Jahr vom FC Basel nach Hamburg gewechselt. In 27 Bundesligaspielen erzielte er zwei Tore.

Demirbay schließt sich dem Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern an. Der 21 Jahre alte Deutschtürke, der 2013 von Borussia Dortmund gekommen war, spielte bislang vorwiegend in der zweiten Mannschaft des HSV. In der Bundesliga kam er erst dreimal zum Einsatz. Beim 1:4 gegen Bayern München im Mai gelang ihm dabei ein Assist.

Nicht mehr dabei ist wohl bald auch Per Skjelbred. „Es ist kein Geheimnis, dass wir noch einen Stürmer suchen und großes Interesse an Per Skjelbred vom HSV haben“, sagte Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz. Skjelbred fehlte bereits beim Abschlusstraining des HSV am Freitag, der Wechsel könnte unmittelbar bevor stehen.

Ein Transfer von Lewis Holtby nach Hamburg scheint derweil weiter möglich. Sollte der Spielmacher beim englischen Top-Klub Tottenham Hotspur nicht regelmäßiger zum Einsatz kommen, „muss man sehen, was in den nächsten Tagen und Wochen passieren wird“, sagte Holtby dem Internetportal t-online.de.

Holtby, der zwischen Sommer 2011 und Januar 2013 für Schalke spielte, besitzt bei Tottenham noch einen Vertrag bis 2018 und soll in London rund fünf Millionen Euro verdienen. Zuletzt war er mit dem HSV in Verbindung gebracht worden. „Holtby ist ein klasse Spieler. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Ich weiß aber nicht, ob es wirtschaftlich möglich ist“, sagte Slomka der „Bild“-Zeitung.

„Ich bin ein junger Spieler und will immer spielen. Das ist einfach wichtig für mich, meine Entwicklung und die weitere Karriere“, sagte Holtby, „am liebsten würde ich das natürlich hier bei Tottenham tun und hoffe deshalb sehr, dass ich die Chance dazu bekommen werde.“ Zuletzt kam Holtby unter Trainer Mauricio Pochettino aber über eine Reservistenrolle nicht hinaus.


Cléber steht gegen Paderborn im Kader

Trainer Mirko Slomka erklärte unterdessen, dass Neuzugang Cléber im Kader beim Spiel des HSV gegen den SC Paderborn am Sonnabend (15.30 Uhr/Liveticker auf abendblatt.de) stehen wird. „Ich erwarte eine überzeugende Siegermentalität von der Mannschaft“, sagte Slomka. Der Coach erwägt, eine offensivere Startaufstellung im Vergleich zum Köln-Spiel zu wählen.

Rafael van der Vaart und Ivo Ilicevic sind wieder mit, Nicolai Müller fällt hingegen aus. „Bei Nicolai verzichten wir auf einen risikoreichen Einsatz, seine Verletzung könnte aufbrechen“, sagte Slomka über den 26 Jahre alten Rechtsaußen, der im Sommer für 4,5 Millionen Euro vom FSV Mainz 05 gekommen ist, seitdem aber von hartnäckigen Adduktorenproblemen gestoppt wird.

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Slomka vor dem Paderborn-Spiel