Braunschweig setzt im Abstiegskampf HSV unter Druck

Braunschweig. Der Tabellenletzte Eintracht Braunschweig hat im Abstiegskampf ein starkes Zeichen gesetzt. Die Niedersachsen setzten sich zum Auftakt des 27. Bundesligaspieltages mit 3:1 gegen Mainz 05 durch und haben nun nur noch zwei Punkte Rückstand auf den 17. Nürnberg und den 16. HSV. Der Glaube an den Klassenerhalt lebt wieder beim Aufsteiger. Die meisten der 21.880 Zuschauer feierten das Team euphorisch.

Torjäger Domi Kumbela war mit seinen zwei Toren (18., 77. Minute) der gefeierte Mann bei der Eintracht, hatte aber zuvor Glück, dass er nach wiederholtem Foulspiel nicht vom Platz gestellt wurde. Havard Nielsen sorgte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für das 2:1. Für die Mainzer war nur Nicolai Müller (20.) erfolgreich.

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht hatte die Partie zuvor zum ultimativen Finale ausgerufen: „Das ist vielleicht schon die letzte Chance.“ Die Braunschweiger agierten entsprechend überaus aggressiv in den Zweikämpfen und waren lange optisch überlegen. Doch den Niedersachsen fehlten zunächst die Mittel, sich klare Torchancen herauszuarbeiten.

Erst mit den Toren kamen auch Tempo und Klasse ins Spiel. In der zweiten Hälfte entwickelte sich schließlich ein packender Schlagabtausch ohne taktische Zwänge mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Damir Vrancic hatte die Vorentscheidung schon auf dem Fuß (69.). Kumbela machte mit einem Fallrückzieher alles klar.

Wieder mitten im Abstiegskampf steckt nach dem 1:3 gegen den VfL Wolfsburg auch Werder Bremen. Der VfL meldete sich dank der Tore von Junior Malanda (2.), Ivan Perisic (10.) und Maximilian Arnold (80.) nach vier Spielen ohne Sieg wieder bei der Jagd auf einen Europapokalplatz zurück. Die Bremer, für die Sebastian Prödl (16.) traf, rutschten durch die zweite Niederlage hintereinander weiter nach unten.

Torlos endete das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04. Schalke durfte sich bei Torwart Ralf Fährmann bedanken, dass der Rückstand auf den zweitplatzierten BVB weiter nur einen Punkt beträgt. Mit Weltklasseparaden hielt Fährmann seine Mannschaft im Spiel.