HSV zahlte in 16 Jahren rund 6,7 Millionen für Trainerabfindungen

Hamburg. Die Entlassung von Michael Oenning hat für den HSV auch finanzielle Konsequenzen. Der 45-Jährige wird dank einer für den Verein günstigen Sonderklausel im Vertrag eine überschaubare Abfindung von rund 500 000 Euro erhalten. Einsamer Rekordhalter in Sachen Abfindung ist weiterhin Frank Pagelsdorf, von dem sich der HSV im Herbst 2001 trennte. Pagelsdorf soll damals 4,1 Millionen D-Mark, also rund 2,1 Millionen Euro, vom HSV erhalten haben. Etwas günstiger fiel die Trennung von Kurt Jara aus. Der Österreicher bekam gut eine Million Euro ausgezahlt. Klaus Toppmöller erhielt nach seiner Entlassung noch ein Gehalt bis zum 30. Juni 2005 - geschätzt 800 000 Euro. Und Thomas Doll durfte sich im Rahmen seines Auflösungsvertrags immerhin über 900 000 Euro freuen. Während Huub Stevens, Martin Jol und Armin Veh dem Verein keine wesentlichen Kosten bereiteten, weil sie den HSV mehr oder weniger freiwillig verließen, erhielt Bruno Labbadia rund eine Million Euro als Abfindung. Eher günstig kam die Trennung von Benno Möhlmann davon, der nach seiner Beurlaubung 1995 etwa 300 000 D-Mark erhielt. Nachfolger Felix Magath bekam immerhin 260 000 Euro vom Amtsgericht zugesprochen. So haben den HSV die Trainerwechsel binnen 16 Jahren geschätzt 6,7 Millionen Euro gekostet.

( (HA) )

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