Elia wandelt auf Mathijsens Spuren

Niederländische Profis greifen in heimischen Medien den HSV an - van Nistelrooy darf doch hoffen

Hamburg. Die niederländische Luft scheint ihre eigene Wirkung auf Hamburgs Nationalspieler zu haben. Nachdem sich am Donnerstag Joris Mathijsen im Trainingslager der Elftal in Hoenderloo gegenüber heimischen Medien über den HSV ausgelassen hatte ("Der HSV ist kein stabiler Klub"), ist es nun Vereinskollege Eljero Elia, der die Saison auf seine Art und Weise Revue passieren lässt. Im Internetportal "voetbalzone" erneuerte der Nationalspieler, der während der Saison mehrere Wochen wegen einer spät diagnostizierten Fußverletzung aussetzen musste, seine Vorwürfe an die medizinische Abteilung des HSV: "Hätte der HSV mir zugehört, hätte ich früher operiert werden und eher spielen können."

Sein Sprunggelenk sei die ganze Zeit instabil gewesen, sagte Elia, der bereits während der Saison nach einer öffentlichen HSV-Kritik mit einer Geldstrafe belegt wurde. Ähnlich wie tags zuvor Mathijsen ("Die Beziehung zwischen Bruno Labbadia und den Spielern war nicht gut.") ließ es sich auch Elia, der wegen einer Muskelverletzung um seine WM-Teilnahme bangen muss, nicht nehmen, seinen entlassenen Trainer zu kritisieren: "Er geriet in Panik. Er wusste nicht, welche Entscheidungen er treffen sollte." Eine Entscheidung hat Bondscoach Bert van Marwijk bereits getroffen: Sollte sich Milan-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar verletzen, darf sich HSV-Angreifer Ruud van Nistelrooy doch noch Hoffnungen auf eine WM-Nominierung machen.