Fußball-Ticker

Flieht Özil im Tausch mit Perisic aus London?

Lesedauer: 25 Minuten

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City verliert, Arsenal siegt mit Özil

Manchester City hat im Titelrennen der Premier League einen herben Rückschlag erlebt. Der Tabellenzweite vergab am 24. Spieltag bei Newcastle United die Führung und verlor mit 1:2 (1:0). Sergio Agüero hatte schon nach 24 Sekunden für Man City getroffen. Aber Salomon Rondon (66.) und Matt Ritchie (80./Strafstoß) drehten die Partie und verpassten dem Team von Trainer Pep Guardiola so die vierte Saisonniederlage. Damit kann Spitzenreiter Liverpool seinen Vorsprung auf Man City am Mittwoch mit einem Sieg gegen Leicester City auf sieben Punkte vergrößern.

Mit Mesut Özil als Kapitän in der Startelf schlug der FC Arsenal den Aufsteiger Cardiff City mit 2:1 (0:0). Pierre Emerick Aubameyang (66./Strafstoß) und Alexandre Lacazette (83.) trafen für die Gunners, bei denen Özil überraschend auch die Kapitänsbinde trug. Manchester United kam nach acht Liga-Siegen in Serie gegen den FC Burnley nur zu einem 2:2 (0:0). Paul Pogba (87./Strafstoß) und Victor Lindelöf (90.+2) retteten den Red Devils nach 0:2-Rückstand einen Punkt.

Flieht Özil im Tausch mit Perisic aus London?

Findet Mesut Özil einen Ausweg aus seiner sportlich unbefriedigenden Situation? Laut der italienischen Zeitung "Corriere dello Sport" will Inter Mailand den 30-Jährigen vom FC Arsenal verpflichten. Dazu soll der kroatische Vize-Weltmeister Ivan Perisic (29) im Tausch zu den Gunners wechseln.

Ex-Nationalspieler Özil ist bei den Londonern in dieser Saison aufs Abstellgleis geraten und meistens Bankdrücker, am Dienstag allerdings wurde Özil von Teammanager Unai Emery erstmals seit dem 26. Dezember in die Startelf der Gunners beim Ligaspiel gegen Cardiff City berufen. Zudem lief der Spielmacher mit der Kapitänsbinde auf.

Inter ist seit Längerem an Özil interessiert. Ein Hindernis könnte allerdings das bisherige Gehalt bei Arsenal sein, denn Özil verdient das Doppelte von dem, was Ex-Bundesliga-Profi Perisic bei Inter einstreicht. Özil hatte vor Jahresfrist seinen Kontrakt bei Arsenal bis 2021 verlängert. Angeblich soll er pro Woche 400.000 Euro kassieren.

Verhandelt wird über ein gegenseitiges Ausleihgeschäft bis zum Saisonende mit einer anschließenden Kaufoption für Perisic in Höhe von 40 Millionen Euro, berichtete das Blatt. Perisic, der bei Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg unter Vertrag gestanden hat, war 2015 für 19 Millionen Euro Ablöse zu Inter gewechselt.

Wird Klinsmann Trainer von Iran?

Iran will angeblich Jürgen Klinsmann als neuen Trainer der Nationalmannschaft engagieren. Das gab die Presseabteilung des iranischen Sportministeriums nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna bekannt. Neben Klinsmann stehen auch die Namen Zinedine Zidane und Jose Mourinho als mögliche Nachfolger von Carlos Queiroz zur Debatte, so das Ministerium. Laut Isna ist die Diskussion um einen neuen Trainer verfrüht, da weder das Sportministerium noch Queiroz eine Trennung bestätigt haben.

Queiroz hatte nach dem 0:3 im Halbfinale der Asien-Meisterschaft gegen Japan am Montag allerdings seinen Abschied nach acht Jahren mit den Worten „das Ende ist nah“ angedeutet. Nach der Rückkehr nach Teheran soll er sich am Flughafen sehr emotional von den Spielern verabschiedet haben. Laut Beobachtern will der iranische Fußballverband (FFI) Queiroz zwar weiterhin halten, könne ihn aber wegen der akuten Finanzkrise im Zusammenhang mit den US-Sanktionen nicht mehr bezahlen. Wie der FFI nun einen der drei Top-Kandidaten bezahlen will, ist unklar.

47-Millionen-Mann für Tuchel

Paris St. Germain hat den argentinischen Mittelfeldspieler Leandro Paredes (24) von Zenit St. Petersburg für 47 Millionen Euro Ablöse verpflichtet. Er unterschrieb einen Kontrakt bis 2023 beim Club von Thomas Tuchel. Zwischenzeitlich hatte PSG auch Interesse an Dortmunds Julian Weigl bekundet, doch dieser erhielt vom BVB keine Freigabe.

Bochum bleibt oben dran

Der VfL Bochum ist mit einem Derbysieg aus der Winterpause der Zweiten Liga zurückgekehrt. Im ersten Spiel im Jahr 2019 setzte sich die Mannschaft von Trainer Robin Dutt mit 2:1 (2:0) gegen den MSV Duisburg durch und hat nach dem 200. Zweitligasieg seiner Club-Historie mit nun 30 Punkten die Spitzenplätze im Blick. Der MSV kassierte die fünfte Niederlage in Serie und bleibt in Abstiegsgefahr.

Simon Zoller (13.), der im Winter vom 1. FC Köln nach Bochum gewechselt war, sowie Routinier Patrick Fabian (21.) trafen für den VfL. In der Schlussphase musste Bochum aber doch noch um den Sieg bangen: Nach einem Fehler von Torhüter Manuel Riemann köpfte Havard Nielsen (79.) den Anschlusstreffer der Duisburger und sorgte für eine umkämpfte Schlussphase.

Köln beantragt Spielgenehmigung für Modeste

Der 1. FC Köln hat bei der FIfa eine Spielgenehmigung für den China-Rückkehrer Anthony Modeste beantragt. Dies sei laut Clubangaben unabhängig vom Verfahren zwischen dem Angreifer und seinem bisherigen Club Tianjin. „Nach vielen Gesprächen in China und auf Grundlage zahlreicher interessanter Informationen sind wir in Abwägung der Gesamtsituation zu der Entscheidung gelangt, die Spielberechtigung für Anthony Modeste zu beantragen“, sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle. „Wir hoffen, dass die zuständigen Verbände die Spielberechtigung zeitnah erteilen und freuen uns darauf, Anthony wieder im Trikot des FC spielen zu sehen.“

Modeste hatte seinen bis 2020 laufenden Vertrag bei dem chinesischen Club wegen ausstehender Gehaltszahlungen gekündigt. Doch Tianjin Quanjians und dessen Nachfolgeverein Tianjin Tianhai akzeptieren die Kündigung nicht. Trotzdem wurde Modeste im November von den Kölnern verpflichtet, die den 30-Jährigen 2017 noch für über 30 Millionen Euro Ablöse nach China hatten ziehen lassen.

Die zuständige Schiedskammer des Weltverbandes Fifa hatte im Dezember entschieden, dass der Angreifer „ohne triftigen Grund“ gekündigt habe. Bis zur Klärung der Angelegenheit hatte die Fifa das Verfahren zur Erteilung einer Spielberechtigung ausgesetzt. Der FC teilte nun mit: „Weder das Fifa-Urteil vom Dezember 2018 noch dessen Begründung stellen in Abrede, dass der Stürmer durch die Kündigung seines Arbeitsverhältnisses mit Tianjin Quanjian ein vertragsfreier Spieler geworden ist.“

Hudson-Odoi vorerst nicht zu den Bayern

Bayern München hat im Werben um das englische Talent Callum Hudson-Odoi einen Rückschlag hinnehmen müssen. Er "wird ganz sicher bei uns bleiben, wahrscheinlich auch im nächsten Transferfenster", sagte Chelsea-Teammanager Maurizio Sarri am Dienstag über den 18 Jahre alten Flügelspieler. Das habe ihm der Club mitgeteilt. Außerdem sei Sarri "sehr glücklich" über die Leistungen von Hudson-Odoi, der die "Zukunft des Clubs" sei.

Zuletzt hatten britische Medien berichtet, dass Hudson-Odoi bei den Londonern um die Freigabe gebeten habe. Die Bayern sollen angeblich bis zu 46 Millionen Euro Ablöse für den Engländer bieten. Am Donnerstag schließt das Transferfenster.

"Wir wollen ihn unbedingt verpflichten", hatte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic zuletzt über den Teenager gesagt. Hudson-Odoi ist bis 2020 an Chelsea gebunden.

Villarreal entlässt Trainer nach 50 Tagen – und holt Vorgänger

Der FC Villarreal hat nach nur 50 Tagen seinen Trainer Luis Garcia Plaza entlassen – und dessen Vorgänger Javier Calleja (40) wieder inthronisiert. "Es ist meine Entscheidung und ich übernehme die Verantwortung", kommentierte Klubpräsident Fernando Roig die ungewöhnliche Maßnahme. Der 46-jährige Garcia Plaza hatte in seiner Amtszeit in sechs Spielen nur vier von 18 möglichen Punkten geholt, als Vorletzter der Primera Division droht dem "gelben U-Boot" nach sechs Jahren Erstklassigkeit der Abstieg.

Herrmann wechselt von Kiel nach Darmstadt

Darmstadt 98 hat Patrick Herrmann verpflichtet. Der Abwehrspieler kommt vom Ligarivalen Holstein Kiel und bekommt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. Der 31-Jährige spielte seit 2011 für Kiel. In dieser Zeit stieg er zweimal mit den Norddeutschen auf. In dieser Saison verlor er seinen Stammplatz an Jannik Dehm und kam unter Trainer Tim Walter nur noch zu wenigen Einsätzen.

Effenberg neuer Trainer in Uerdingen?

Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg ist laut Medienberichten ein Kandidat für den vakanten Trainerjob beim Drittligisten KFC Uerdingen. Der 50 Jahre alte Effenberg saß am Sonntag beim 0:3 der Uerdinger gegen die Würzburger Kickers auf der Tribüne neben Clubchef Michail Ponomarew und KFC-Geschäftsführer Nikolas Weinhart.

Ein Club-Sprecher wollte auf Anfrage eine mögliche Verpflichtung Effenbergs jedoch nicht kommentieren. Bislang war Effenberg nur beim SC Paderborn als Profi-Trainer engagiert – für einige Monate vor rund drei Jahren.

Am Montag hatte sich der KFC überraschend von Trainer Stefan Krämer getrennt. Als Grund nannte Ponomarew laut einer Mitteilung, es habe "zu oft unterschiedliche Vorstellungen und Sichtweisen“ gegeben.

Uerdingen, für das unter anderem der Weltmeister von 2014, Kevin Großkreutz, und der ehemalige HSV-Publikumsliebling Maximilain Beister spielen, steht nach der Niederlage gegen Würzburg als Vierter nur zwei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz.

Kritik an Baum: Hinteregger "drastisch" bestraft

Der FC Augsburg hat Abwehrspieler Martin Hinteregger nach dessen Kritik an Trainer Manuel Baum bestraft. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, muss der Österreicher eine „drastische Geldstrafe“ bezahlen und ist erst einmal vom Mannschaftstraining ausgeschlossen.

„Es gehört zu unseren Grundsätzen, dass wir in Augsburg intern – auch sehr kritisch – miteinander sprechen, aber nicht in der Öffentlichkeit übereinander“, sagte Manager Stefan Reuter. „Daher sind diese Aussagen über einen Vorgesetzten für uns nicht zu akzeptieren.“ Hinteregger muss „separat und einzeln trainieren“, hieß es von Vereinsseite.

Der österreichische Nationalspieler hatte nach dem 0:2 am Wochenende bei Borussia Mönchengladbach Kritik geübt. „Man sieht, dass wir noch tiefer im Sumpf stecken, da geht gar nichts. Wir betteln ums Gegentor. Das ganze Jahr 2018 ist die Kurve nach unten gegangen. Ich kann nichts Positives, aber auch nichts Negatives über den Trainer sagen“, sagte er.

Deshalb gab es nach FCA-Angaben am Dienstagvormittag ein Gespräch zwischen Hinteregger und den Geschäftsführern Reuter und Michael Ströll. Dabei war dem 26-Jährigen mitgeteilt worden, „dass solche Aussagen über den Cheftrainer nicht zu akzeptieren sind und keine Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in einem Team darstellen“.

BVB-Zugang Balerdi in Südamerika verletzt

Für Borussia Dortmunds Neuzugang Leonardo Balerdi ist die Südamerika-Meisterschaft der U 20 in Chile vorzeitig beendet. Wie der argentinische Fußball-Verband mitteilte, lässt seine Verletzung der Mundhöhle vorerst keine „körperlichen Aktivitäten“ zu. Der vor wenigen Tagen vom BVB verpflichtete und für das Turnier freigestellte Abwehrspieler hatte sich die Verletzung am Freitag einen Tag vor seinem 20. Geburtstag im Spiel gegen Uruguay (1:0) zugezogen. Wann Balerdi nach Dortmund zurückkehren wird, ist noch offen.

Trainer Antwerpen verlässt Preußen Münster

Drittligist Preußen Münster muss sich für die kommende Saison einen neuen Trainer suchen. Marco Antwerpen wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern, wie der Club am Dienstag bekannt gab. Darüber hinaus verlässt auch Co-Trainer Kurtulus Öztürk den Traditionsclub. „Es ist wichtig für die Spieler, den Verein und auch für mich selbst, Klarheit zu haben. Ich denke, dass wir in einer sportlich so stabilen Situation sind, dass wir die Trennung zum Saisonende auch kommunizieren können“, kommentierte Antwerpen den frühen Zeitpunkt der Bekanntgabe.

Der 47-Jährige hatte den Job im Dezember 2017 als Nachfolger von Benno Möhlmann übernommen. In den vergangenen Monaten gab es Berichte über unterschiedliche Auffassungen zwischen Trainer und Verein bezüglich der künftigen Personalpolitik.

Sandro Wagner auf dem Absprung nach China

Stürmer Sandro Wagner flüchtet offenbar vor dem großen Konkurrenzkampf beim FC Bayern und steht vor einem Wechsel nach China zu Tianjin Teda. Dies berichten mehrere Medien am Dienstag. Der 31-Jährige hatte in den beiden Rückrundenspielen der Münchner in Hoffenheim (3:1) und gegen den VfB Stuttgart (4:1) nicht im Kader des Rekordmeisters gestanden.

Beim chinesischen Erstligisten, der von Ex-DFB-Trainer Uli Stielike trainiert wird, soll er einen Vertrag bis Ende 2020 erhalten. Der Kontrakt von Wagner in München wäre noch bis zum 30. Juni 2020 gelaufen. Der wuchtige Mittelstürmer war zur Rückrunde der vergangenen Saison für 13 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim nach München zurückgekehrt.

Insgesamt absolvierte Wagner in dieser Saison unter Trainer Niko Kovac nur sieben Bundesliga-Einsätze mit gerade einmal 138 Minuten. Ein Treffer gelang dem achtmaligen Nationalspieler nicht. An Konkurrenten wie Robert Lewandowski, Serge Gnabry oder Thomas Müller kam Wagner nicht vorbei.

Mit Einsätzen bei den Bayern hatte sich Wagner auch für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland empfehlen wollen, Bundestrainer Joachim Löw verzichtete jedoch auf den Stürmer. Wagner beendete daraufhin trotzig seine Karriere im DFB-Team. Insgesamt lief der gebürtige Münchner 30-mal für die Bayern auf und erzielte dabei zehn Tore.

Schalke: Drei Profis, drei lange Pausen

Schalke 04 muss für mindestens acht Wochen auf Alessandro Schöpf verzichten. Wie der Bundesligist am Dienstag mitteilte, wird der Mittelfeldspieler am Mittwoch in Augsburg am Außenband des linken Kniegelenks operiert. Der 24-Jährige hatte sich am vergangenen Freitag im Spiel bei Hertha BSC (2:2) einen Riss des Außenbandes und eine Kapselverletzung zugezogen.

Sein Vereinskollege Benjamin Stambouli, der in Berlin einen Jochbeinbruch erlitten hatte, wurde bereits operiert. Der 28 Jahre alte Defensivallrounder kann vier Wochen nicht mit der Mannschaft trainieren. Steven Skrzybski (26), der dritte Verletzte aus dem Hertha-Spiel, fehlt wegen eines Muskelfaserrisses im rechten Oberschenkel etwa zwei Wochen.

Gladbach denkt über Kruse-Rückkehr nach

Borussia Mönchengladbach denkt laut eines Medienberichts über die Rückkehr von Werder Bremens Offensivspieler Max Kruse nach. „Max Kruse ist ein super Spieler. Er ist einen großartigen Weg gegangen nach der schweren Verletzung, die er zu Beginn seiner Karriere hatte. Ausschließen darf man im Fußball nichts“, sagte Borussia-Manager Max Eberl dem „Express“ (Dienstag).

Kruse spielte bereits von 2013 bis 2015 für den aktuellen Liga-Dritten. Bei Werder läuft der Vertrag des 30 Jahre alten ehemaligen Nationalstürmers im Sommer aus. Kruse hatte zuletzt stets betont, sich Zeit lassen zu wollen mit Vertragsgesprächen - offenbar, um abzuwarten, ob Werder den Einzug ins internationale Geschäft schafft.

Jens Lehmanns erster Arbeitstag in Augsburg

Jens Lehmann hat beim abstiegsbedrohten Bundesligisten FC Augsburg seine Arbeit aufgenommen. Der frühere Nationaltorhüter betrat am Dienstag um kurz vor 11 Uhr an der Seite von Coach Manuel Baum den Platz am Vereinsgelände. Der 49-Jährige ist neuer Co-Trainer beim Tabellen-15., der ihn mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2020 ausgestattet hat. Bevor es mit dem Training richtig losging, spielte Lehmann gut gelaunt ein paar Pässe auf dem Rasen.

Die Augsburger hatten Lehmann am Montag verpflichtet. In seiner Profilaufbahn spielte er für den FC Schalke 04, den AC Mailand, Borussia Dortmund, den FC Arsenal und den VfB Stuttgart. Seit dem Ende seiner Karriere arbeitet der 61-malige Nationalspieler als TV-Experte. Profi-Erfahrung im Trainerbereich sammelte Lehmann in der Saison 2017/18 als Assistenzcoach beim FC Arsenal und Arsène Wenger.

St. Pauli holt Heidenheims Lankford

Der FC St. Pauli hat Kevin Lankford vom Zweitliga-Konkurrent 1. FC Heidenheim verpflichtet. Der 20 Jahre alte Offensivspieler unterschrieb bei den Hamburgern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Dies teilte St. Pauli am Dienstag mit. Lankford ist nach Alex Meier und Jakub Bednarczyk der dritte Neuzugang des Kiezclubs.

Kiel holt Gladbachs Mittelfeldtalent Bénes

Zweitligist Holstein Kiel hat erneut auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Der slowakische Nationalspieler Lászlo Bénes (21) wechselt auf Leihbasis vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach zu den Störchen und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Dies teilte Holstein am Dienstagmorgen mit. Wenige Stunden zuvor hatten die Kieler den Defensivspieler Patrick Kammerbauer (21) aus Freiburg verpflichtet.

"Lászlo ist ein junger, sehr flexibler Spieler“, freut sich Fabian Wohlgemuth, Geschäftsführer Sport der KSV, „der auf allen zentralen Mittelfeldpositionen einsetzbar ist. Er passt mit seinen Eigenschaften sehr gut in unsere aktuelle Situation. Daher sind wir überzeugt, dass er uns schnell helfen und uns in der Zentrale mehr Variabilität geben wird.“

„Ich freue mich sehr auf das neue Kapitel und die Herausforderung hier bei Holstein Kiel“, erklärt Bénes. „Ich bin total motiviert und überzeugt davon, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, unsere Ziele zu erreichen. Jetzt gilt es für mich erst einmal, alle kennen zu lernen und schnellstmöglich die Spielphilosophie zu verinnerlichen.“

Bei Kiel erhält Bénes, der von der U16 bis zur A-Nationalmannschaft 22 Mal das Trikot der slowakischen Nationalmannschaft trug, die Rückennummer 25.

Arjen Robben vor Wechsel nach Japan?

Bayern Münchens Offensivspieler Arjen Robben (35) denkt offenbar über einen Wechsel zum japanischen Erstligisten FC Tokio im Sommer nach. Das berichtet die Tageszeitung Sports Nippon.

"Mehrere japanische Vereine sind interessiert, aber der FC Tokio steht kurz davor, seine Unterschrift zu bekommen", zitiert die Zeitung eine anonyme Quelle. Auch Robbens Familie stehe einem Wechsel nach Japan positiv gegenüber. Ein Clubsprecher wollte die Spekulationen auf Anfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP nicht kommentieren.

Robben hatte im Dezember erklärt, nach seinem Abschied von Bayern München im kommenden Sommer auch ein sofortiges Karriereende in Erwägung zu ziehen. "Vielleicht höre ich ganz auf", sagte der Niederländer im kicker-Interview. Es sei noch nicht zu 100 Prozent klar, ob er weiterspiele. Von einem Angebot anderer Clubs müsse Robben "wirklich zu 100 Prozent" überzeugt sein.

Robben war 2009 von Real Madrid zu den Bayern gekommen und holte dort sieben Meistertitel.

Eintracht Frankfurt vor Rekordumsatz

Eintracht Frankfurt wird dank des Einzugs in die Europa League aller Voraussicht nach im laufenden Geschäftsjahr einen Rekordumsatz erwirtschaften. Vorstandsmitglied Axel Hellmann sprach am Montag auf der Mitgliederversammlung der Hessen von einem "gewaltigen Sprung" und prognostizierte einen Umsatz von "mindestens 160 Millionen Euro". Im Vorjahr hatte die Eintracht auch wegen des Erfolgs im DFB-Pokal 140 Millionen Euro umgesetzt.

"Das wird das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Aktiengesellschaft", sagte Hellmann über die seit 2000 bestehende AG. Die Hessen hatten in der Europa League alle sechs Vorrundenspiele gewonnen, in der Runde der letzten 32 Mannschaften kommt es zum Duell mit Schachtjor Donezk. Präsident Peter Fischer lobte Hellmann und dessen Vorstandskollegen für eine "herausragende Arbeit" und meinte: "Ihr habt die Eintracht zu einem Verkaufsschlager gemacht."

Dies spiegelte sich auch in den Mitgliederzahlen wider. Zu Beginn des Jahres verzeichnete die Eintracht 67.500 Mitglieder - was innerhalb der vergangenen zwölf Monate einen Anstieg von 17.500 Mitgliedern bedeutet. Innerhalb von vier Jahren hat der Verein somit seine Mitgliederzahl verdoppelt, dementsprechend ambitioniert sind Fischers Ziele für die Zukunft.

"Wir haben das Potenzial, um die magische Mauer von 100.000 Mitgliedern zu überspringen", sagte der 62-Jährige während seiner rund 70-minütigen Rede, in der er im Gegensatz zum Vorjahr auf Kritik an der rechtspopulistischen Partei AfD verzichtete.

Schalke holt wohl ManCitys Matondo

Der Wechsel des walisischen Offensivtalents Rabbi Matondo zu Schalke 04 ist so gut wie perfekt. Manager Christian Heidel nahm den 18-Jährigen von Englands Meister Manchester City am späten Montagabend am Düsseldorfer Flughafen in Empfang. Das zeigt ein Video, das die "Bild"-Zeitung veröffentlichte.

Schalke und City sollen sich laut einem Bericht der Zeitung The Telegraph auf eine Ablöse in Höhe von 13 Millionen Euro geeinigt haben, die Bild schreibt von sieben Millionen inklusive einer Rückkauf-Klausel für City.

Matondos Vertrag beim Club von Teammanager Pep Guardiola läuft noch bis 30. Juni 2020. Am 20. November hatte er im Test gegen Albanien (0:1) sein erstes Länderspiel für Wales bestritten.

Marseille muss ohne Fans auskommen

Olympique Marseille muss seine Heimspiele vorerst ohne Zuschauer austragen. Dies teilte Frankreichs Liga LFP mit, nachdem während des Punktspiels gegen OSC Lille (1:2) am Freitag ein Knallkörper auf dem Spielfeld explodiert war. Diese "Sicherheitsmaßnahme" gelte so lange, bis eine offizielle Untersuchung zu den Vorfällen abgeschlossen sei.

In der Partie gegen Lille war zwölf Minuten nach der Pause ein Böller an der Seitenlinie unmittelbar vor den Füßen der OM-Profis Kevin Strootman und Jordan Amavi explodiert. Zwar blieben beide Spieler unverletzt, doch der Schiedsrichter beorderte beide Mannschaften in die Kabine und setzte das Match nach über halbstündiger Unterbrechung erst nach Sicherheitsgarantien der Gastgeber wieder fort.

Eberl will Plea nicht nach China abgeben

Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl hat den Wechselgerüchten um Torjäger Alassane Plea eine Absage erteilt. "Wir wollen Europa und brauchen einen, der Tore schießt. Daher werden wir Plea nicht abgeben", sagte Eberl in der Sendung "100 Prozent Bundesliga – Fußball bei Nitro". Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, der chinesische Club Dalian Yifang sei bereit, 50 Millionen Euro für den Franzosen zu zahlen.

Plea liegt mit zehn Treffern derzeit auf Rang sieben der Bundesliga-Torjägerliste. "Bei Plea macht es keinen Sinn, dass ich einen Spieler hole, der mir im halben Jahr zehn Tor schießt, und den ich dann für viel Geld verkaufe", sagte Eberl. Geld sei nicht alles: "Ich bin Sportdirektor und bin auf den sportlichen Erfolg mehr erpicht als auf die Millionen, die es gäbe. Aber das zeigt, wie kurios dieser Transfermarkt ist. An Perversität nicht zu überbieten."

Veh glaubt fest an Kölner Aufstieg

Sport-Geschäftsführer Armin Veh ist trotz vieler Unwägbarkeiten davon überzeugt, dass der 1. FC Köln in dieser Saison die Rückkehr in die Bundesliga erreichen kann. Er glaube fest daran, „dass wir es schaffen“, sagte der 57-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor dem Zweitliga-Wiederbeginn an diesem Donnerstag (20.30 Uhr) bei Union Berlin.

Die Frage, ob der Aufstieg auf jeden Fall erfolgen werde, stelle sich für ihn nicht, betonte Veh. „Denn ein Sportler würde nie so denken.“ Im Fußball sei vieles planbar, „aber eben nicht zu hundert Prozent. Und auch nicht zu neunzig oder zu achtzig.“ Es sei aber der Anspruch, am Ende der Saison wieder erstklassig zu sein.

Diffizil seien dabei strukturelle Herausforderungen. „Schwierig ist es immer dann, wenn du nicht planen kannst, in welcher Liga du spielst. Im Prinzip musst du sagen: Schaffen wir es diesmal nicht, brauchst du eine Mannschaft, die es eine Saison später schafft. Du brauchst aber auch eine Mannschaft, die, wenn du aufsteigst, drin bleibt.“

Mit Johannes Geis (Schalke 04) und Florian Kainz (Werder Bremen) kamen in diesem Winter schon zwei erstligaerfahrene Profis nach Köln. Für die kommende Saison ist der Kieler Rechtsaußen Kingsley Schindler fest verpflichtet.

In der Rückholaktion des französischen Torjägers Anthony Modeste sieht Veh trotz der noch fehlenden Spielberechtigung „eine Investition in die Zukunft. Das sagt mir mein gesunder Menschenverstand.“