Fußball-Ticker

Deutschland-Schreck Balotelli vor Comeback im Nationalteam

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Balotelli vor Comeback in der „Squadra Azzurra“

Stürmer Mario Balotelli steht nach vier Jahren Abstinenz vor einer Rückkehr in die italienische Fußball-Nationalmannschaft. Interimstrainer Luigi Di Biagio will den 27-Jährigen vom französischen Erstligisten OGC Nizza wieder in das Aufgebot berufen. Das berichtet die römische Tageszeitung „La Repubblica“. Ab Montag steht in Coverciano bei Florenz das erste Trainingslager unter Di Biagio an.

Balotelli, der im EM-Halbfinale 2012 zweimal gegen Deutschland traf, soll am 23. März beim Freundschaftsspiel der Italiener gegen Argentinien in Manchester sein Comeback im Nationaltrikot geben. Der als schwieriger Charakter geltende Balotelli war nach der WM 2014 in Brasilien aus dem Nationalkader gestrichen und seitdem nicht mehr berücksichtigt worden. Die WM 2018 in Russland hat Italien verpasst.

In Nizza hat Balotelli in dieser Saison bislang 13 Tore für den Tabellenneunten der Ligue 1 erzielt. In der Europa League schied der Club des ehemaligen Bundesligatrainers Lucien Favre in der Zwischenrunde aus.

Rückschlag für FCK

Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern hat im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga einen herben Rückschlag erlitten. Nur drei Tage nach dem wichtigen Sieg im Wiederholungsspiel bei Darmstadt 98 musste sich die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck im Kellerduell bei Erzgebirge Aue mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Pascal Köpke (2.) und Ridge Munsy (63.) trafen vor 8500 Zuschauern für die Gastgeber, Stipe Vucur (67.) für Lautern.

Aue rückte mit dem Sieg auf den 14. Tabellenplatz vor, Lautern hat nun fünf Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz.

Duisburg gewinnt Verfolgerduell

Der MSV Duisburg darf weiter vom Durchmarsch in die Bundesliga träumen. Der Aufsteiger setzte sich im Verfolgerduell der 2. Liga 2:1 (1:1) gegen den Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt durch und hat wieder den Kontakt zu Relegationsplatz drei hergestellt.

Ahmet Engin (13.) und Borys Taschtschy per Foulelfmeter (66.) erzielten die Treffer für die Zebras. Stefan Kutschke (18.) traf für die Gäste. FCI-Verteidiger Almog Cohen sah in der 44. Minute wegen groben Foulspiels an Fabian Schnellhardt die Rote Karte.

Vor 12.446 Zuschauern hätte die Gäste nach zehn Minuten in Führung gehen können. Doch Kutschke scheiterte mit einem Foulelfmeter an MSV-Schlussmann Mark Flekken. Thomas Blomeyer hatte mit einer regelwidrigen Attacke an Alfredo Morales den Strafstoß verursacht.

Union schließt zu Sandhausen auf

Union Berlin hat sich im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga zurückgemeldet. Im Verfolgerduell gegen den SV Sandhausen gelang den „Eisernen“ ein 2:1 (2:0)-Erfolg, womit die Köpenicker in der Tabelle nur noch einen Zähler hinter dem SVS zurückliegen. Steven Skrzybski (4.) und Kristian Pedersen (20.) schossen die Berliner vor 18.974 Fans frühzeitig auf die Siegerstraße. Philipp Förster (48.) gelang das Anschlusstor.

Für den 1. FC Union war es erst der zweite Sieg in den letzten elf Spielen (drei Unentschieden und sechs Niederlagen). Die jüngste Serie hatte eigentlich für die Gäste gesprochen, doch die kassierten die zweite Niederlage in den letzten acht Partien (vier Siege und zwei Unentschieden).

Fürth gelingt Befreiungsschlag

Die SpVgg Greuther Fürth hat sich in der 2. Bundesliga auf den 15. Tabellenplatz verbessert. Die Franken kamen gegen Eintracht Braunschweig zu einem 2:1-Sieg (1:1) und haben jetzt 27 Punkte auf dem Konto. Die Kleeblätter überflügelten den VfL Bochum (26 Zähler), der jetzt Relegationsplatz 16 einnimmt. Khaled Narey (21.) traf vor 7845 Zuschauern für die Fürther zum 1:0, Domi Kumbela (45.) glich für Braunschweig aus. Sebastian Ernst (79.) erlöste die Fürther in der Schlussphase.

Die Gastgeber konnten nach nur einem Sieg in den letzten sechs Spielen wieder dreifach punkten. Die Niedersachsen mussten hingegen nach zuletzt vier Punkten in Folge wieder einen deutlichen Dämpfer hinnehmen und schweben nach wie vor in Abstiegsgefahr.

Hertha-Manager Preetz für neues Fußballstadion

Manager Michael Preetz vom Bundesligisten Hertha BSC hat sich für den Neubau eines reinen Fußballstadions ausgesprochen, wobei das Fassungsvermögen gegenüber dem derzeitigen Olympiastadion reduziert werden müsse. „Wir präferieren einen Neubau auf dem Gelände des Olympiastadions und zwar einen Neubau hin zu einer reinen Fußballarena, auch natürlich mit einer geringeren Kapazität“, sagte der Ex-Nationalspieler bei Sky Sport News HD, „denn dieses Fassungsvermögen von 75.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion ist für Hertha BSC für den Alltag, nicht für die Highlights, aber für den Alltag um einiges zu groß.“

Seit einigen Monaten wird in der Hauptstadt heftig über ein mögliches neues Stadion diskutiert. Dabei ist auch eine Stadionvariante außerhalb der Berliner Stadtgrenzen im Gespräch.

In dieser Saison kamen durchschnittlich 45.428 Zuschauer zu den Heimspielen der alten Dame ins Olympiastadion. Preetz: „Der Berliner Senat wünscht sich natürlich, nachvollziehbarerweise aus deren Sicht, einen Verbleib im Berliner Olympiastadion und beschäftigt sich, gemeinsam mit uns, mit dem Thema Umbau des Olympiastadions.“