Fußball-Ticker

Bayern beginnen Rückrunde mit Auswärtssieg

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Bayern München startet mit Sieg in die Rückrunde

Tabellenführer Bayern München hat zum Auftakt der Rückrunde gegen Bayer Leverkusen gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes bezwang am Freitagabend den Gastgeber mit 3:1 (1:0). Für Leverkusen war es die erste Niederlage seit zwölf Bundesliga-Partien.

Münchens Mittelfeldspieler Javi Martinez erzielte vor 30 210 Zuschauern in der BayArena nach einer Ecke die Führung (32. Minute), Franck Ribery erhöhte in der zweiten Hälfte mit seinem ersten Saisontor (59.). Kevin Volland traf für Leverkusen (71.), bevor James Rodriguez (90.+1) per Freistoß für den Endstand sorgte.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister baute durch den 16. Sieg im 17. Pflichtspiel unter Trainer Jupp Heynckes seine Tabellenführung vorerst aus, Leverkusen könnte im Laufe des 18. Spieltags aus den Europapokalrängen rutschen.

Andreasen brutal zusammengeschlagen

Der frühere dänische Bundesliga-Profi Leon Andreasen (34) ist nach einem „Bild“-Bericht in der Innenstadt von Hannover von einer Gruppe junger Männer bewusstlos geschlagen worden. Dabei soll der Ex-Mittelfeldspieler von Hannover 96 außer einer Platzwunde auch einen Schädelbruch erlitten haben. „Ja, es stimmt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen“, wurde Andreasen zitiert.

„Wir bestätigen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung zum Nachteil von Herrn Andreasen“, sagte eine Sprecherin der Polizei Hannover am Freitag. Mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte des Ex-Fußballers erteile die Behörde keine weiteren Auskünfte. Der Däne soll in der Nacht zum vorigen Sonntag versucht haben, den Streit zwischen einer jungen Frau und den Männern schlichten.

Andreasen spielte von 2009 bis 2016 für Hannover 96 und blieb nach dem Abstieg in die Zweite Bundesliga eine Zeit lang vereinslos, bevor er seine Karriere beendete. Zuvor war er auch für Werder Bremen und Mainz 05 aktiv.

Barcelona-Derby im spanischen Pokal

Im Viertelfinale des spanischen Pokals trifft der FC Barcelona von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen und Superstar Lionel Messi auf Stadtrivale RCD Espanyol. Der Tabellenführer der Primera División spielt im Derby zunächst auswärts, wie die Auslosung des Nationalverbandes RFEF am Freitag in Madrid ergab. Barça hat drei letzten Ausgaben der Copa del Rey gewonnen. Die Viertelfinal-Hinspiele finden am 17. und 18. Januar, die Rückspiele eine Woche später statt.

Zu einem „Fast-Derby“ kommt es auch in der spanischen Hauptstadt. Real Madrid trifft nämlich in der Runde der letzten acht auf CD Leganés. Der Club aus der gleichnamigen Madrider Vorstadt ist in dieser Spielzeit eine der Überraschungen der Primera División. In ihrer zweiten Erstliga-Saison machen sich die Blauweißen als Tabellenneunte Hoffnungen auf die Qualifikation für die Europa League. In den beiden restlichen Paarungen des Viertelfinals trifft Atlético Madrid auf den FC Sevilla und der FC Valencia auf Deportivo Alavés.

Schüsse auf Naki: Zeugen gesucht

Nach den mysteriösen Schüssen auf das Auto des deutsch-türkischen Profis Deniz Naki suchen die Ermittler Zeugen des Vorfalls. Bei dem Täterfahrzeug soll es sich um einen dunklen Wagen, vermutlich einen Kombi, mit nicht lesbarem oder nicht vorhandenem hinteren Kennzeichenschild gehandelt haben, teilte die Aachener Staatsanwaltschaft am Freitag mit. In der Nacht zu Montag waren die Schüsse zwischen 22 und 23 Uhr auf der A4 in Fahrtrichtung Köln abgegeben worden. Der Wagen des 28-Jährigen wurde an zwei Stellen getroffen.

Die Staatsanwaltschaft hat bisher keine heiße Spur und wandte sich nun an die Öffentlichkeit. Das mögliche Täterfahrzeug sei nach den Schüssen weiter auf der Autobahn in Richtung Köln gefahren. Die Behörde ermittelt wegen versuchter Tötung gegen Unbekannt. Naki, früherer deutscher U-21-Nationalspieler mit kurdischen Wurzeln, sieht sich als Opfer einer politisch motivierten Tat. Der Ex-Spieler des FC St. Pauli und des SC Paderborn war unverletzt geblieben, hatte aber Todesangst und hält sich derzeit an einem unbekannten Ort in Deutschland auf.

Bericht: Ancelotti soll Wenger beerben

Ex-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti könnte Arsène Wenger beim englischen Premier-League-Club FC Arsenal ablösen. Das berichtet die italienische Tageszeitung „Corriere dello Sport“. Demnach soll sich der frühere Coach des deutschen Rekordmeisters mit den Londonern auf eine Zusammenarbeit ab Sommer verständigt haben. Nach fast 22 Jahren würde bei den „Gunners“ damit die Ära Wenger (68) zu Ende gehen.

Wie die Sportzeitung schreibt, habe sich Ancelotti (58) mit dem Club der deutschen Weltmeister Mesut Özil, Shkodran Mustafi und Per Mertesacker auf einen Vertrag über vier Jahre verständigt, der mit 40 Millionen Euro dotiert sein soll. Ancelotti war Ende September beim FC Bayern entlassen worden und hatte danach gesagt, in dieser Saison kein neues Engagement eingehen zu wollen.

Wenger steht seit geraumer Zeit in der Kritik, schon die Vertragsverlängerung im Mai vergangenen Jahres bis 2019 kam überraschend. Den letzten Meistertitel holte Wenger 2004, in der laufenden Spielzeit liegen die Kanoniere schon wieder aussichtslos im Hintertreffen. Das erneute Verpassen der Champions League ist ein denkbares Szenario.

Für Ancelotti wäre es die zweite Station in England, zwischen 2009 und 2011 hatte er Arsenals Lokalrivale FC Chelsea trainiert und war mit den „Blues“ 2010 Meister geworden. Dem Vernehmen nach soll sich der Italiener beim FC Arsenal nur auf den Trainerjob konzentrieren. Wenger arbeitet, wie in England üblich, in Personalunion als Trainer und Manager.

Dortmunder Fans boykottieren Montagsspiel

Das Bündnis „Südtribüne Dortmund“, ein Zusammenschluss von Fanclubs und Ultragruppen, hat einen Boykott des Bundesliga-Montagsspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg am 26. Februar (20.30 Uhr) angekündigt. „Schweren Herzens, aber aus Überzeugung haben wir uns dazu entschlossen, dem Spiel gegen den FC Augsburg fernzubleiben und unsere Karten an diesem Tag verfallen zu lassen“, hieß es in einer Stellungnahme: „Diese Entscheidung richtet sich in keiner Weise gegen die Mannschaft. Vielmehr können und wollen wir Bundesligaspiele an Montagen nicht akzeptieren!“

Bereits in der Vergangenheit hatten sich verschiedene Fanszenen gegen eine weitere Zerstückelung der Spieltage ausgesprochen. In dieser Saison finden erstmals fünf Montagsspiele statt, das erste ist am 19. Februar zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig angesetzt. Die Montagsansetzungen sind als Ausweichtermine für Europapokalstarter vorgesehen.

BVB ohne Schmelzer, Guerreiro und Reus

Borussia Dortmund muss zum Rückrundenauftakt am Sonntag (18 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg auf Marcel Schmelzer und Raphael Guerreiro verzichten. Die beiden linken Außenverteidiger hatten sich im Trainingslager von Marbella eine Muskelverletzung zugezogen. Darüber hinaus schloss BVB-Trainer Peter Stöger am Freitag aus, dass der von einem Kreuzbandriss genesene Marco Reus erstmals in dieser Saison zum Kader gehört: „Bei allen dreien gibt es keine Möglichkeit.“

Die neun in Marbella an einem Magen-Darm-Infekt erkrankten Profis stehen dagegen wohl wieder zur Verfügung. „Die Jungs waren gestern alle beim Training. Das hat ganz gut ausgesehen. Aber man muss abwarten, wie sie auf die Belastung reagieren“, sagte der Österreicher.

Große Hoffnungen setzt Stöger in das Comeback von gleich vier Spielern, die der Borussia zuletzt über Wochen gefehlt hatten: „Das Positive ist, dass Lukasz Piszczek, Erik Durm, Gonzalo Castro und Mario Götze retour gekommen sind. Das gibt uns mehr Möglichkeiten.“

Milan hat drei Nationalspieler im Visier

Der kriselnde italienische Erstligist AC Mailand will sich anscheinend mit Spielern aus der Bundesliga verstärken. Nach Informationen der „Gazzetta dello Sport“ soll Milan Interesse an den deutschen Nationalspielern Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Julian Weigl (Borussia Dortmund) und Max Meyer (Schalke 04) haben. Außerdem wird der Belgier Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) als Kandidat gehandelt.

Milans Sportdirektor Massimiliano Mirabelli soll laut „Gazzetta“ bereits am Freitag nach Deutschland reisen, um die Wunschkandidaten im Laufe des Wochenendes zu beobachten. In Mailand spielen seit Saisonbeginn bereits die beiden ehemaligen Bundesliga-Profis Hakan Calhanoglu und Ricardo Rodriguez. Zahlreiche weitere Spieler kamen im Sommer zum AC, dennoch hinkt der Traditionsclub den eigenen Ansprüchen als Tabellenelfter weit hinterher.

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