Fussball-Ticker

Wechsel von Holger Badstuber rückt näher

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Rangnick beendet Forsberg-Spekulation

RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hat den Spekulationen um einen Wechsel von Emil Forsberg in der Winterpause erneut eine Absage erteilt. „Ich kann allen Fans und allen Mitarbeitern von uns versprechen, dass er auf jeden Fall im nächsten Halbjahr bei uns spielen wird. Und ich gehe auch fest davon aus, auch über diese Saison hinaus.“ Eine offizielle Anfrage eines anderen Clubs gebe es nicht. „Es braucht auch keiner anfragen“, meinte Rangnick und verwies auf den im vergangenen Jahr vorzeitig bis 2021 verlängerten Vertrag des 25 Jahre alten schwedischen Nationalspielers.

Forsberg selbst hatte kurz zuvor in der Diskussion um einen möglichen Wechsel zu einem europäischen Top-Club bereits auf seinen langfristigen Kontrakt in Leipzig verwiesen. „Ich habe einen Vertrag bis 2021 in Leipzig und konzentriere mich voll auf das, was wir hier machen“, hatte er gesagt. Er fühle sich wohl bei dem Verein und sei nur darauf fixiert. Um alles andere kümmere sich sein Berater, der zuletzt mit einer Aussage die Spekulationen allerdings angeheizt hatte.

Badstuber wohl nach England

Der Wechsel von Holger Badstuber rückt offenbar näher. Der Innenverteidiger steht laut „kicker“ davor, den FC Bayern München Richtung England zu verlassen. Der 27-Jährige kam unter Trainer Carlo Ancelotti nur zu drei Pflichtspieleinsätzen für den deutschen Meister und wünscht sich mehr Spielpraxis. Ancelotti sowie die Club-Bosse Karl-Heinz und Uli Hoeneß hatten den Wechsel für ein halbes Jahr bereits abgesegnet.

Im Falle einer Leihe würde Bayern den am Saisonende auslaufenden Vertrag des 31-maligen Nationalspielers vorzeitig verlängern. „Für Holger ist es sehr wichtig, Spielpraxis zu bekommen, damit er zeigen kann, welche große Qualität in ihm steckt“, sagte Thomas Müller. „Ich wünsche ihm einfach, dass er viele Spiele macht – egal, ob er hier bleibt oder ob es eine Leihe gibt.“

Götze wieder voll belastbar

Nationalspieler Mario Götze ist von seinem Infekt genesen und im Wintertrainingslager von Borussia Dortmund in Marbella wieder voll belastbar. Sebastian Rode, Raphael Guerreiro, Nuri Sahin, Neven Subotic und Sokratis absolvieren dagegen auch in Spanien ein individuelles Programm, wie der Fußball-Bundesligist am Freitag nach dem ersten Training bei 15 Grad Celsius mitteilte.

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Werner bricht Einheit verletzt ab

Leipzigs Stürmer Timo Werner hat das Training im Vorbereitungsquartier in Portugal verletzt abbrechen müssen. Bei einem Trainingsspiel zog sich der 20-Jährige offensichtlich eine Blessur am linken Knöchel zu. Er blieb zunächst auf dem Rasen liegen und wurde dann gestützt von zwei Betreuern vom Platz gebracht. Zunächst waren keine weiteren Details bekannt. Ob Werner beim ersten Testspiel des Jahres am Sonnabend in Albufeira gegen Ajax Amsterdam spielen kann, blieb vorerst offen.

Völler: Wolf soll Schmidt entlasten

Bayer-Sportdirektor Rudi Völler hat eingestanden, dass zuletzt hinter den Kulissen bei Leverkusen nicht alles rund gelaufen ist. „Wir hatten das Gefühl, das Klima stimmt nicht so. Ein paar Dinge sind nicht so optimal ausgereizt worden, wie wir es erwartet haben“, sagte Völler. Deshalb habe man Jörn Wolf als „Koordinator Trainer- und Funktionsteam“ geholt.

Als Reaktion auf die atmosphärischen Störungen hatte der Werksclub, der aus 16 Hinrunden-Partien nur 21 Punkte holte und Tabellenneunter ist, sich von Athletiktrainer Oliver Bartlett getrennt.

„Jörn Wolf hat die Qualität, aus unseren vielen Spezialisten, die alle großes Potenzial haben, das eine oder andere mehr rauszuholen – aus den Co- und Athletiktrainern, der Physio-Abteilung und den Ärzten“, erklärte Völler. Das sei eine Position, die es in dieser Form in Deutschland nicht gebe. Der 40 Jahre alte Wolf war zuvor auch Mediendirektor beim HSV.

Besonders wichtig sei die Aufgabe von Wolf, weil Cheftrainer Roger Schmidt bisher alles alleine gemacht habe. „Wolf soll ihn entlasten, damit er sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren kann“, sagte Völler.

Nächster Chelsea-Spieler nach China

Ein weiterer hoch gehandelter Profi aus dem europäischen Fußball wechselt nach Fernost. Mittelfeldspieler John Obi Mikel verlässt den FC Chelsea und schließt sich Tianjin Teda in die chinesischen Super League an. Das verkündete der 29-Jährige am Freitag auf seinem Twitter-Account.

Nach zehn Jahren bei dem aktuellen Spitzenreiter der englischen Premier League sei es an der Zeit, „auf Wiedersehen zu sagen“, schrieb Mikel. „Ich freue mich, ein Teil von Tianjin Teda FC zu werden zu einer Zeit, in der die chinesische Super League wirklich abhebt.“ Zuvor war bereits Chelseas Oscar nach China gewechselt.

Aubameyang nur Zweiter

Borussia Dortmunds Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (27) hat den erneuten Sieg bei der Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahres verpasst. Der Gabuner belegte den zweiten Platz, im Rahmen der Gala der afrikanischen Konföderation CAF wurde der Algerier Riyad Mahrez (25) als Sieger geehrt.

Der Stürmer von Leicester City hatte in der vergangenen Saison mit 17 Toren und 10 Vorlagen entscheidenden Anteil am Erfolg des englischen Überraschungsmeisters. Der Senegalese Sadio Mané (24), der unter Jürgen Klopp für den FC Liverpool spielt, belegte den dritten Platz. Aubameyang war im vergangenen Jahr zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt worden und war damit erster Gewinner aus der Bundesliga.

Wolfsburg holt Malli aus Mainz

Der VfL Wolfsburg hat rund zwei Wochen vor dem Ende der Winterpause einen Transfercoup gelandet. Die Wölfe verpflichten Mittelfeldspieler Yunus Malli (24) vom FSV Mainz 05 und stärken nach dem Abgang von Nationalspieler Julian Draxler zu Paris St. Germain damit ihre Offensive. Der türkische Nationalspieler Malli erhält einen Vertrag bis 2021 und wird das Trikot mit der Nummer 10 tragen.

Über die Ablösemodalitäten machten beide Klubs keine Angaben, laut dem „kicker“ zahlt Wolfsburg 12,5 Millionen Euro an Mainz. „Mit Yunus Malli haben wir im Offensivbereich nochmal an Flexibilität und Stärke hinzugewonnen und natürlich auch den Konkurrenzkampf im Mittelfeld erhöht“, sagte VfL-Trainer Valérien Ismael: „Er ist torgefährlich, zeichnet sich aber auch durch Assists aus. Zudem ist er stark bei Standards.“

Draxler erhält schon ein Sonderlob

Julian Draxler steht vor seinem Pflichtspiel-Debüt für Paris St. Germain. Vor dem Pokalduell mit dem SC Bastia am Sonnabend (21 Uhr) hat der 23-Jährige mit seinen ersten Auftritten hohe Erwartungen bei seinem neuen Club geweckt. „Mit diesen Spielern können wir einige großartige Dinge in der zweiten Saisonhälfte schaffen“, sagte Kapitän Thiago Silva, der mit seinem Team den Titel verteidigen will. Der Brasilianer bezog auch den weiteren Zugang Giovani Lo Celso (Rosario Central) in sein Lob mit ein: „Sie sind intelligente Spieler und haben schon verstanden, wie wir spielen.“

Barca bangt um Viertelfinale

Der FC Barcelona muss im spanischen Pokal um den Einzug ins Viertelfinale bangen. Die Katalanen verloren ihr Achtelfinal-Hinspiel beim Erstliga-Kontrahenten Athletic Bilbao trotz doppelter Überzahl überraschend mit 1:2 (0:2) und brauchen nun im Rückspiel am kommenden Mittwoch eine klare Leistungssteigerung.

Aritz Aduriz (24. Minute) und Inaki Williams (27.) bezwangen den deutschen Barça-Torwart Marc-André ter Stegen gleich zweimal. Für den Favoriten traf einzig der argentinische Superstar Lionel Messi (52.), obwohl Bilbao nach den Gelb-Roten Karten gegen Raul Garcia (75.) und Ander Iturraspe (81.) in der Schlussphase mit acht Feldspielern auskommen musste.

Punktabzug für Metz nach Böllerwurf

Die Zündeleien seiner Fans kommen dem französischen Erstligisten FC Metz teuer zu stehen. Dem Club aus dem Nordosten werden nach dem Spielabbruch gegen Olympique Lyon am 3. Dezember zwei Punkte abgezogen, zudem muss die Partie unter Ausschluss der Fans wiederholt werden. Einen dritten Punkt könnte Metz bei weiterem Fehlverhalten seiner Zuschauer verlieren. Der Verein behält sich vor, Einspruch gegen die harte Strafe einzulegen.

In unmittelbarer Nähe von Lyon-Keeper Anthony Lopes waren Feuerwerkskörper explodiert, der Schlussmann hatte ein Knalltrauma erlitten. Zum Zeitpunkt des Abbruchs führte Metz 1:0. Die Polizei ermittelte kurz nach dem Vorfall einen Tatverdächtigen. Er soll laut Staatsanwaltschaft zugegeben haben, zumindest einen Knallkörper auf das Spielfeld geworfen zu haben.