Fussball-Ticker

Barcas Superstar Neymar droht Gefängnisstrafe

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Asamoah wird Manager der U23 bei Schalke

Gerald Asamoah wird beim FC Schalke 04 Manager der U23-Mannschaft. Wie der Bundesligist am Mittwoch bekanntgab, ist die neu geschaffene Position mit dem ehemaligen Profi des Revierclubs besetzt worden. „Die U23 ist uns extrem wichtig. Die Mannschaft ist die letzte Ausbildungsstufe in unserer Knappenschmiede. Wir wollen sie stärker fördern als es bisher der Fall war, und mir ist der regelmäßige Austausch mit Gerald Asamoah sehr wichtig“, kommentierte Sportvorstand Christian Heidel.

Asamoah bestritt zwischen 1999 bis 2010 insgesamt 279 Bundesliga-Partien und 51 Europapokalspiele für den Revierclub. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn hatte er die A-Lizenz als Trainer erworben und ein Sportmanagement-Studium erfolgreich abgeschlossen. „Ich freue mich, nun im sportlichen Bereich bei meinem Verein arbeiten zu können und mit der U23, in der ich meine Laufbahn ausklingen ließ, einen neuen Weg zu beschreiten“, sagte der 43-malige Nationalspieler.

Neymar hat Ärger

Der brasilianische Superstar Neymar soll wegen seiner angeblichen Verwicklung in eine Transfer- und Korruptionsaffäre zwei Jahre in Haft sowie zehn Millionen Euro Strafe zahlen. Dieses Strafmaß will die spanische Staatsanwaltschaft gegen den 24-Jährigen von Meister FC Barcelona erreichen.

Schon vor zwei Wochen war ein Gerichtsverfahren gegen Neymar nähergerückt. Der zuständige Richter in Madrid akzeptierte damals das Gesuch der Staatsanwaltschaft, den Olympiasieger von Rio wegen anhaltender Korruptionsvorwürfe zu belangen.

Neymar und dessen Vater werden Korruption und Verschleierung der wahren Kosten von Neymars Transfer nach Barcelona im Jahr 2013 vorgeworfen. Noch im Juli war der Fall vorläufig abgewiesen worden. Das Gericht hatte damals zwar Unregelmäßigkeiten im Zuge des Wechsels festgestellt, diese aber als Angelegenheit für ein Zivilgericht eingeordnet.

Die Strafverfolger sind der Ansicht, dass Neymar und sein Vater Kenntnis von möglicherweise betrügerischen Geschäften zwischen dem FC Barcelona und dem abgebenden Verein FC Santos zum Nachteil des brasilianischen Investmentfonds DIS hatten.

Dieser hielt früher alle Transferrechte an Neymar und schob die Ermittlungen an. Laut erster Angaben Barcelonas sollte der Transfer 57,1 Millionen Euro gekostet haben. Wie sich aber später herausstellte, betrugen die Kosten durch zusätzliche Vereinbarungen der beiden Klubs mindestens 86,2 Millionen Euro. Der Investmentfonds DIS beklagt, durch die Verschleierung der wahren Summe um seinen rechtmäßigen Anteil gebracht worden zu sein.

Wellmer neu bei der Sportschau

Jessy Wellmer gehört künftig zum Moderations-Team der Sportschau Fußball-Bundesliga im Ersten. Sie ist nach Monica Lierhaus die zweite Frau, die den Zuschauerinnen und Zuschauern in der Traditionssendung am Sonnabend um 18.00 Uhr die Spiele der Fußball-Bundesliga präsentiert.

Seit September 2014 moderiert Jessy Wellmer bereits regelmäßig die Sportschau am Sonntag um 18.00 Uhr im Ersten und berichtete in den zusammenfassenden Vormittagssendungen von den Olympischen Sommerspielen 2016 aus Rio. Darüber hinaus moderierte sie im Ersten unter anderem Übertragungen im Wintersport und den Berlin-Marathon. Außerdem ist sie als Interviewerin bei Live-Sport-Events bekannt. Im rbb Fernsehen präsentiert Jessy Wellmer im Wechsel mit Dietmar Teige den "rbb Sportplatz", das regionale Sportmagazin.

Volker Herres, der Programmdirektor der ARD, zu der Personalie: "Mit Jessy Wellmer haben wir uns für eine erfahrene Kollegin entschieden, die unsere Zuschauerinnen und Zuschauer schon im Rahmen anderer Sport-Übertragungen im Ersten überzeugen konnte. Sie ist kompetent, wortgewandt und geistreich. Ganz besonders freue ich mich, dass wir mit ihr unserem programmlichen Aushängeschild, der Bundesliga-Sportschau, auch wieder ein weibliches Gesicht geben können."

Jessy Wellmer selbst sagte zur Berufung in die Sportschau: "Ich freue mich sehr über diese Entscheidung. Sie ist eine Ehre. Die Liste großer Namen in der Sportschau-Moderation ist lang. Außerdem ist es doch schön, dass die Jungs jetzt wieder Gesellschaft bekommen."

Löw will Leistungsträger schonen

Bundestrainer Joachim Löw hat erneut betont, dass er beim Confed Cup 2017 in Russland auf einige Leistungsträger verzichten wird. "Die Belastung ist insgesamt hoch, der Terminkalender wahnsinnig voll. Wir haben 2016, 2017 und 2018 ein Turnier. Ich weiß, dass ich nicht alle Spieler jedes Turnier spielen lassen kann", sagte Löw der "Sport Bild": "Es besteht die Gefahr, dass durch eine kurze Sommerpause und eine anschließend verkürzte Vorbereitung die Spieler gehandicapt in die Saison gehen."

Der Confed Cup findet vom 17. Juni bis zum 2. Juli statt. Die Auslosung für das Turnier geht am Samstag in Kasan über die Bühne.

Tuchel von Reus verblüfft

Borussia Dortmunds Trainer Thomas Tuchel war von der furiosen Vorstellung von Rückkehrer Marco Reus beim wilden 8:4 (5:2) im Champions-League-Gruppenspiel gegen Legia Warschau verblüfft. "Man konnte nicht erwarten, dass er in seinem ersten Spiel dreimal trifft", sagte er. Reus war nach 185 Tagen Zwangspause am Dienstagabend als Kapitän auf den Platz zurückgekehrt und steuerte direkt zwei Tore und zwei Vorlage bei.

Einen Dreierpack verwehrte die Uefa dem Comebacker Reus, denn das Tor zum 8:4-Endstand wurde als Eigentor des Legia-Spielers Jakub Rzeźniczak gewertet.

Reus im Interview

"Das ist außergewöhnlich und eine fantastische Leistung", sagte der Dortmund-Coach weiter: "Diese Qualität hat uns seit Monaten gefehlt. Marco wurde schmerzlich vermisst." Der BVB-Star hatte sein bislang letztes Spiel im verlorenen DFB-Pokal-Finale am 21. Mai gegen Bayern München gemacht.

Vom Ablauf des Spiels war Tuchel sehr überrascht. "So viele Tore gab es noch nie. Es war surreal", sagt er: "Dass Legia torgefährlich ist, wussten wir. Aber eine sachliche Analyse fällt hier sehr schwierig." Um Torwart Roman Weidenfeller macht er sich trotz der vielen Gegentore vor der Bundesliga-Partie bei Eintracht Frankfurt am Sonnabend (15.30 Uhr/Liveticker bei Abendblatt.de) keine Sorgen: "Er ist erstmal zurecht sauer - wie jeder Torhüter, der so viele Tore bekommt. Er braucht aber mit seiner Erfahrung meinen Zuspruch nicht und er wird am Samstag bereit sein."

Klinsmann: „Große, große Ehre“

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat sich einen Tag nach seiner Beurlaubung als US-Coach mit einer Video-Botschaft von Fans und Spielern verabschiedet. „Es war eine fantastische Erfahrung und eine große, große Ehre, das Nationalteam über eine solch lange Zeit zu führen“, sagte Klinsmann am Dienstag (Ortszeit) in einem knapp zweieinhalbminütigen Statement.

Klinsmann war tags zuvor nach fünfeinhalb Jahren als Trainer der amerikanischen Fußball-Nationalmannschaft beurlaubt worden. „Es ist jetzt vorbei, und das respektiere ich“, sagte Klinsmann und betonte: „Ich war zu tausend Prozent überzeugt, dass wir uns trotz der zwei Niederlagen für die WM 2018 in Russland qualifiziert hätten.“

Die US-Auswahl hatte zuletzt in der WM-Qualifikation gegen Mexiko und Costa Rica verloren. Er sei auch weiter davon überzeugt, dass sein Nachfolger Bruce Arena das Team zur Weltmeisterschaft führen werde, sagte Klinsmann und dankte den amerikanischen Fans und vor allem seinen Spielern, von denen er nach seiner Beurlaubung zahlreiche Nachrichten und Anrufe erhalten habe. „Das hat mich überwältigt und emotional berührt. Ich wünsche ihnen nur das Beste“, sagte der Ehrenspielführer des Deutschen Fußball-Bundes.

Allofs spricht Machtwort bei Draxler

Der VfL Wolfsburg will Nationalspieler Julian Draxler auch in der Winterpause nicht abgeben. „Es gibt keine Veranlassung, darüber zu reden“, sagte Manager Klaus Allofs. Der Mittelfeldspieler hatte im Sommer mit einem Interview versucht, einen vorzeitigen Wechsel zu forcieren. „Ich bin mir sicher, es wird solche Aussagen von Julian Draxler nicht noch einmal geben“, bekräftigte Allofs.

Zu möglichen Transferaktivitäten in der Winterpause sagte der Manager: „Personelle Veränderungen sind nicht das Hauptthema. Unsere größte Aufgabe ist es, dass die Mannschaft das Potenzial komplett abruft. Es gibt sicher nicht den Reflex, dass alles geändert werden muss.“ Der ambitionierte und finanziell gut ausgerüstete VfL steht nach elf Spieltagen nur auf Platz 14 der Tabelle.

MLS-Halbfinale startet 40 Minuten zu spät

Ein zu kleiner Strafraum hat zu einer 40-minütigen Verzögerung des ersten Halbfinals der US-Fußball-Profiliga MLS geführt. Kurz vor Anpfiff des kanadischen Duells zwischen Montreal Impact und dem Toronto FC fiel den Schiedsrichtern auf, dass die Strafraumlinie etwa zwei Meter zu nah an der Grundlinie verlief. Die Markierung wurde daraufhin mit grüner Farbe übersprüht und anschließend mit weißer Farbe eine neue Linie gezogen.

"Das ist uns ein wenig peinlich. Das ist eindeutig unser Fehler, das hätte nicht passieren dürfen", sagte Impact-Besitzer Joey Saputo. Wegen des großen Zuschauerinteresses war Montreal von seiner angestammten Heimat in das mit einem Kunstrasen ausgestattete Olympiastadion umgezogen.

Nach der Verzögerung gewann Montreal das Play-off-Hinspiel vor 61.004 Zuschauern mit 3:2 (2:0), das Rückspiel findet am 30. November statt. Im zweiten Halbfinale legten die Seattle Sounders einen 2:1 (1:1)-Sieg gegen die Colorado Rapids vor.