Borussia Dortmund

"Es fühlte sich an, als könnten wir es nicht mehr drehen"

Nach dem 2:2 gegen Real Madrid in der Champions League spricht BVB-Trainer Thomas Tuchel über André Schürrle und Prozesse.

Hamburg/Dortmund/Monaco. Nach dem 2:2 (1:1) von Borussia Dortmund gegen Real Madrid im zweiten Gruppenspiel der Champions League stellte sich BVB-Trainer Thomas Tuchel den Fragen der Pressevertreter. Hier sind seine Antworten.

Dortmund zufrieden mit Unentschieden gegen Real Madrid
Dortmund zufrieden mit Unentschieden gegen Real Madrid

Frage: Wie ist Ihre Gefühlslage nach dem 2:2 gegen Real Madrid?

Thomas Tuchel: Es fühlt sich gut an, nach zweimaligem Rückstand nicht verloren zu haben. Wir können es aber noch besser. Es wäre sogar noch mehr drin gewesen. In der zweiten Halbzeit haben wir etwas den Zugriff verloren. Aber wir haben Moral und nach dem Gegentor eine gute Reaktion gezeigt.

Besonders die erste Halbzeit dürfte Sie zufriedengestellt haben.

Tuchel: Ja, natürlich bin ich zufrieden. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und hatten ein Chancenplus. Wir waren aggressiv und hatten Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Die zweite Halbzeit hat sich lange so angefühlt, als könnten wir es nicht mehr drehen oder sogar verlieren. Da musst du dich auch erst wieder aufraffen.

Was nehmen Sie aus diesem Spiel mit?

Tuchel: Wir haben in diesem Spiel viel gelernt. Viele Dinge waren gut, auch wenn wir nicht bei hundert Prozent waren. Das gehört zu dem Entwicklungsprozess dazu. Auch für uns Trainer sind das Erfahrungen, die wir brauchen. Wir wollten das Spiel auch dazu nutzen, uns auf diesem Niveau auszuprobieren. Ich bin froh, dass die Mannschaft diesen Mut gezeigt hat.

Was muss noch besser werden?

Tuchel: Es gab Situationen, wo die Absicherung nicht so gut war und wir zu fehlerhaft agiert haben. In der Halbzeit war eine Enttäuschung in der Mannschaft zu spüren, dass es nur 1:1 steht. Vielleicht waren die Spieler ein bisschen zu streng mit sich.

André Schürrle hat betont, wie wohl er sich in Dortmund fühlt.

Tuchel: André ist ein Spieler, der eine enge Bindung zum Trainer braucht, um seine beste Leistung zu bringen. Das bedeutet nicht, dass man ihn täglich in den Arm nehmen muss. Wir freuen uns sehr über die Art und Weise, wie er sich einbringt. Ich bin sehr froh, dass ihm das Tor gelungen ist.

Ist Dortmund jetzt schon wieder in der europäischen Spitze angekommen?

Tuchel: Ich hatte schon letztes Jahr in der Europa League den Eindruck, dass wir nicht weit von der europäischen Spitze entfernt sind. Da haben wir alles rausgehauen und das machen wir auch in diesem Jahr in der Champions League.