Borussia Dortmund

Watzke pflichtet Götze in der München-Analyse bei

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Vor dem ersten Training bei Borussia Dortmund schaut Mario Götze noch einmal zurück auf seine Zeit bei Bayern München

Vor dem ersten Training bei Borussia Dortmund schaut Mario Götze noch einmal zurück auf seine Zeit bei Bayern München

Foto: Imago/Sven Simon

BVB-Geschäftsführer spricht über die Rückkehr des verlorenen Sohnes und die nächsten Transferplanungen der Westfalen.

Dortmund. Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erhofft sich von Rückkehrer Mario Götze eine Leistungsexplosion und einen Wandel in der Einstellung. "Er kommt natürlich mit einer Portion Demut zurück, aber auch mit großen sportlichen Ambitionen", sagte Watzke der "Bild am Sonntag" (BamS) im Trainingslager in China. "Wenn man einen wunderbaren Fußballer wie Mario all die Jahre persönlich erlebt hat und weiß, dass er erst 24 Jahre alt ist, dann weiß man auch: Das kann eine große Geschichte werden."

Götze war 2013 zum Rekordmeister Bayern München gewechselt, wo ihm der erhoffte Sprung in die Weltklasse verwehrt blieb. "Der Wechsel zu Bayern kam definitiv zu früh", sagte Watzke. Ähnlich hatte sich zuvor Götze selbst über seine damalige Entscheidung geäußert. "Heute würde ich sie so auch nicht mehr treffen", schrieb er kurz nach der Bekanntgabe seiner Rückkehr auf Facebook.

"Wir müssen Mario wieder Freude am Fußball vermitteln und ein Geborgenheitsgefühl geben", sagte Watzke nun. Dafür müsse der 24-Jährige hart arbeiten: "Ich habe keinen Zweifel daran, dass Thomas Tuchel ihn wieder in Topform bringt."

BVB will weiter in Talente investieren

Für Watzke ist der große Umbruch mit jungen Top-Talenten alternativlos. "Wenn wir mittelfristig wieder eine richtig gute Mannschaft haben wollen, dürfen wir nicht in 29-Jährige investieren, sondern sollten diesen Umbruch mit jungen, talentierten, hungrigen Profis meistern", betonte er.

Neben Götze und dessen Weltmeister-Kollegen André Schürrle (25) hat der BVB eine Reihe vielversprechender Jungprofis geholt. Dazu zählen der portugiesische Europameister Raphael Guerreiro, der spanische Innenverteidiger Marc Bartra, dessen Landsmann Mikel Merino, der ebenso wie der türkische Nationalspieler Emre Mor als großes Talent gilt, und Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Auch dem 19 Jahre alten Franzosen Ousmane Dembélé wird eine große Zukunft zugetraut.

Im Gegenzug verlassen die bisherigen Leistungsträger Mats Hummels (Bayern München), Henrikh Mkhitaryan (Manchester United) und Ilkay Gündogan (Manchester City) die Dortmunder.

Watzke: "Wir haben eher zu viele Spieler"

Mit den Verpflichtungen von Götze und Schürrle hat der BVB laut Watzke seine Transferaktivitäten vor der neuen Saison vorerst abgeschlossen. Der BamS sagte der Geschäftsführer auf die Frage, wer bis Ende August noch kommen solle: „Voraussichtlich nichts mehr. Wir haben Stand jetzt eher zu viele Spieler.“

"Wir werden auch weiterhin keinen Leistungsträger holen können, der gerade mit Real Madrid die Champions League gewonnen hat“, sagte Watzke. „Aber mehr als keine Schulden zu machen und über ein gut gefülltes Festgeldkonto zu verfügen, können wir in dieser Hinsicht nicht leisten.“

( sid/dpa/HA )