Regionalliga Nord

Aufstieg ade! Unfassbares Drama um Altona 93

Der Anfang vom Ende: Egestorfs Christoph Beismann köpft das 1:0 gegen Altona

Der Anfang vom Ende: Egestorfs Christoph Beismann köpft das 1:0 gegen Altona

Foto: Stefan Zwing / dpa

Bei der Niederlage des AFC in Egestorf sowie im Parallelspiel der Aufstiegsrunde überschlugen sich in der Nachspielzeit die Ereignisse.

Egestorf.  Fassungslosigkeit bei den Spielern von Altona 93: Eigentlich waren sie am Dienstagabend beim entscheidenden Spiel um den Regionalligaaufstieg bei Germania Egestorf nach 90 Minuten bereits aufgestiegen. Ronny Buchholz hatte nach einer Ecke per Abstauber in der Schlussminute der regulären Spielzeit zum 1:1 ausgeglichen. Der Jubel kannte keine Grenzen, denn ein Remis hätte für das große Ziel in jedem Fall gereicht. Doch in der vierten Minute der Nachspielzeit bekamen die Hausherren noch einen Elfmeter zugesprochen: Christoph Beismann verwandelte zum 2:1, der Schiedsrichter pfiff die Partie danach gar nicht mehr an.

Doch das war noch nicht Drama genug: Im Parallelspiel SV Eichede gegen den Bremer SV stand es nach 90 Minuten 1:1, dieses Ergebnis hätte für Altona auch bei eigener Niederlage den Aufstieg bedeutet. Doch auch dort entschied ein Elfmeter in der Nachspielzeit die Partie zugunsten der Schleswig-Holsteiner, die somit zusammen mit den Egestorfern in der kommenden Saison viertklassig spielen werden. „Fußball kann so schrecklich sein“, kommentierte Altonas Jakob Sachs die letzten Minuten. „Ein Witz, wir waren hoch überlegen“, ergänzte Buchholz.

Alles deutete auf den Aufstieg hin

Vor 1200 Zuschauern, davon rund 300 Fans von Altona 93, spielten die Hamburger in der ersten Hälfte ansehnlicher als die Gastgeber, doch eine echte Torchance wollte nicht herausspringen. Altonas Abwehr stand sehr passabel, doch bei einem Freistoß von der Seite unterlief Torwart Joshua du Preez den Ball, Egestorfs Beismann bedankte sich und köpfte ins leere Tor zur Führung ein (29.). Kurz vor dem Wechsel verletzte sich auch noch der bis dahin stärkste 93er, Jan Luka Segedi, über den im rechten Mittelfeld fast alles lief.

Auch nach der Pause fand das Spielgeschehen in erster Linie zwischen den Strafräumen statt, einzig Philipp Körner vergab eine Großchance, als er den Ball aus vier Metern per Dropkick über das Tor zielte (70.). Die Überzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen den Egestorfer Torben Engelking (86.) half dann mit, um in der 90. Minute doch noch den Ausgleich erzielen zu können. Alles deutete auf den Aufstieg hin – doch am Ende konnte die Enttäuschung bei den 93ern nicht größer sein.