Fußball-Ticker

Mannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt tritt beim FC Bayern zurück

Bayerns Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seine Mitarbeiter legen ihre Ämter nieder

Bayerns Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seine Mitarbeiter legen ihre Ämter nieder

Foto: Soeren Stache / dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Müller-Wohlfahrt legt Amt bei Bayern München nieder

21.29 Uhr: Paukenschlag beim FC Bayern München. Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seine Mitarbeiter haben am Donnerstagabend völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung ihre Ämter beim deutschen Rekordmeister niedergelegt. Die Mediziner um den 72-jährigen Müller-Wohlfahrt, der seit dem 1. April 1977 für die Bayern tätig war, begründeten den Schritt mit einer nachhaltigen "Beschädigung des Vertrauensverhältnisses". Müller-Wohlfahrt ist weiterhin Teamarzt der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem Hinspiel im Viertelfinale der Champions League am Mittwoch beim FC Porto (1:3) sei "aus ihnen unerklärlichen Gründen die medizinische Abteilung für die Niederlage hauptverantwortlich gemacht worden", hieß es in einer Mitteilung. Neben Müller-Wohlfarth traten auch sein Sohn Kilian Müller-Wohlfahrt, Peter Ueblacker und Lutz Hänsel zurück.

Entwarnung bei Barcas Iniesta

20.26 Uhr: Der FC Barcelona kann im Endspurt der Saison auf Andrés Iniesta setzen. Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler zog sich am Mittwoch im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Paris St. Germain (3:1) lediglich schwere Blutergüsse am Rücken zu. Das ergab eine Untersuchung am Donnerstag. Iniesta musste in der 53. Minute ausgewechselt werden, nachdem er einen Schlag in den unteren Rücken bekommen hatte. Zunächst war eine schlimmere Verletzung befürchtet worden. Wie lange der spanische Nationalspieler ausfallen wird, ist allerdings noch offen. Sein Einsatz am Samstag im wichtigen Heimspiel gegen den FC Valencia (16.00 Uhr) ist zumindest fraglich.

FC Parma werden weitere vier Punkte abgezogen

19.14 Uhr: Die Probleme beim italienischen Pleiteklub FC Parma nehmen kein Ende. Das Gericht des italienischen Fußball-Verbandes FIGC beschloss, dem insolventen Traditionsverein vier weitere Punkte abzuziehen. Zudem wurde gegen den ehemaligen Vereinsboss Tommaso Ghirardi und Ex-Geschäftsführer Pietro Leonardi eine sechsmonatige Sperre verhängt. Sie werden beschuldigt, Steuern und Spielergehälter nicht gezahlt zu haben. Ein Gericht der Stadt Parma hatte den Erstligisten am 19. März für insolvent erklärt. Der Klub hatte Schulden in Höhe von 218 Millionen Euro angehäuft. Dem dreimaligen Europapokalsieger droht damit ein Neustart in der Amateurliga. Dem Tabellenletzten der Serie A waren im Dezember bereits ein und im März weitere zwei Punkte abgezogen worden. Nach dem erneuten Punkteabzug ist der Klub mit lediglich 12 Punkten weiterhin Schlusslicht der Serie A.

Blatter fordert vierten WM-Startplatz für CONCACAF-Mitglieder

17.43 Uhr: Amtsinhaber Joseph S. Blatter umgarnt im Kampf um seine Wiederwahl zum Fifa-Präsidenten die Mitgliedsverbände aus Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik. Bei einer Sitzung der Kontinental-Konföderation CONCACAF sprach sich der 79-jährige Schweizer für einen festen vierten WM-Startplatz für die Region aus, sofern das bisherige Format mit 32 Mannschaften beibehalten wird. "Sollten bei der WM weiter 32 Mannschaften teilnehmen, sollten der CONCACAF vier Teams zustehen", sagte Blatter in Nassau auf den Bahamas. Bislang hat die CONCACAF drei feste Startplätze für die WM-Endrunde, der viertplatzierte der Qualifikation muss in Ausscheidungsspielen mit einem Team aus der Ozeanien-Gruppe um ein Ticket kämpfen. Blatter ist bei der Wahl am 29. Mai der große Favorit, er strebt seine fünfte Amtszeit an. Blatters Herausforderer sind der Jordanier Prinz Ali bin Al Hussein (39), der frühere Weltfußballer Luis Figo aus Portugal (42) und der Niederländer Michael van Praag (67).

Stevens zur Klopp-Entscheidung: „Ich verstehe Jürgen“

16.21 Uhr: Huub Stevens kann die Entscheidung seines Trainerkollegen Jürgen Klopp nachvollziehen, Borussia Dortmund im Sommer zu verlassen. „Ich verstehe Jürgen“, sagte der Coach des VfB Stuttgart am Donnerstag. Sieben Jahre seien eine lange Zeit. Er habe damals beim FC Schalke 04 auch nach sechseinhalb Jahren erklärt, dass er zum Saisonende aufhöre. „Für Jürgen sind es aber nur noch sechs Spiele“, wies Stevens darauf hin, dass er damals wesentlich früher über seinen Abschied entschieden habe. Die verbleibende Zeit werde für Klopp nicht einfach, mutmaßte der 61 Jahre alte Trainer: „Da kommt noch einiges auf ihn zu.“ Klopp hatte am Mittwoch mitgeteilt, der Borussia nach dieser Runde den Rücken zu kehren.

Werder-Trainer Skripnik setzt weiter auf Torhüter Wolf

16.05 Uhr: Trotz zuletzt einiger Patzer wird Bremens Schlussmann Raphael Wolf im Nordderby gegen den HSV am Sonntag (15.30 Uhr im Liveticker bei abendblatt.de) im Werder-Tor stehen. „Er wird spielen“, sagte Werder-Trainer Viktor Skripnik am Donnerstag. Wolf stand beim Fußball-Bundesligisten zuletzt nach einem Fehler bei der 2:3-Niederlage in Stuttgart zum wiederholten Mal in der Kritik. Zuletzt wurde spekuliert, ob Skripnik gegen den HSV Ersatzkeeper Koen Casteels das Vertrauen schenkt.

Im brisanten Duell gegen den Nordrivalen wird es dazu ein Wiedersehen von Skripnik mit dem neuen HSV-Trainer Bruno Labbadia geben. Zwischen 1996 und 1998 trugen die Ex-Profis gemeinsam das Werder-Trikot. „Er wollte damals immer, dass ich nach dem Training Flanken schlage, obwohl ich nach Hause wollte. Er ist ein sympathischer Typ und ich wünsche ihm viel Erfolg, aber nicht für Sonntag“, sagte der Ukrainer. Der Bremer Coach stellt sich auf den Trainer-Effekt beim Tabellenschlusslicht ein. „Ein neuer Trainer ist immer eine neue Situation. Sie sind Letzter und wollen etwas Gutes machen, deshalb erwarte ich einen aggressiven Gegner“, meinte Skripnik. Er muss auf den verletzten Fin Bartels verzichten.

Gisdol verlängert Trainer-Vertrag in Hoffenheim bis 2018

14:33 Uhr: Markus Gisdol will bei der TSG 1899 Hoffenheim langfristig Spuren hinterlassen. Der 45-Jährige unterschrieb am Donnerstag beim Tabellensiebten der Fußball-Bundesliga ein neues Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2018 - und ist damit der erste Trainer seit Ralf Rangnick, der seinen Vertrag im Kraichgau verlängert hat. „Wir sind in den letzten zwei Jahren mit riesigen Schritten vorangekommen. Ich sehe spannendes Entwicklungspotenzial und habe viel Fantasie, was hier noch passieren kann. Ich habe Bock darauf“, begründete Gisdol seine Entscheidung. Am 2. April 2013 hatte Gisdol den Dorfclub in höchster Abstiegsgefahr übernommen.

Polizei ermittelt: Morddrohungen gegen französischen Liga-Boss

13:13 Uhr: Nach Morddrohungen gegen den Präsidenten der französischen Fußball-Liga (LFP), Frederic Thiriez, hat die Pariser Polizei laut der Nachrichtenagentur AFP Ermittlungen aufgenommen. Anhänger vom SC Bastia hatten den 62-Jährigen nach der 0:4-Niederlage am Sonnabend im Liga-Pokalfinale des korsischen Klubs gegen Paris St. Germain unter anderem in sozialen Netzwerken bedroht. Ohnehin bestehende Spannungen zwischen Thiriez und korsischen Fußball-Fans wurden zusätzlich angefacht, als der LFP-Boss den Spielern vor dem Anstoß des Endspiels den Handschlag versagte. Bastia Vereinspräsident Pierre Marie Geronimi nannte Thiriez einen anti-korsischen Rassisten, die Vorwürfe wies dieser aber zurück. Die LFP hatte außerdem der Initiative der korsischen Anhänger, am 5. Mai in Gedenken an die 18 Todesopfer der Bastia-Stadionkatastrophe von 1992 keine Spiele mehr austragen zu lassen, eine Absage erteilt.

Zorniger dementiert Einigung mit VfB

12:26 Uhr: Trainer Alexander Zorniger hat Berichte über eine angebliche Einigung mit dem abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart dementiert. "Da wollte wieder jemand seine eigene Meldung haben am Trainertag. Es gibt nichts Neues. Lg Alex", schrieb der 47-Jährige auf seiner privaten Facebook-Seite.Zuvor hatten die Stuttgarter Nachrichten gemeldet, dass Zorniger beim VfB bereits vor Wochen einen ab Sommer gültigen Dreijahresvertrag unterschrieben habe, der unabhängig von der Ligazugehörigkeit des Tabellenvorletzten gültig sei.

Der VfB hatte eine Stellungnahme am Mittwoch abgelehnt. "Wir konzentrieren uns auf den Abstiegskampf und werden uns zu Spekulationen in der Trainerfrage nach wir vor nicht äußern", sagte Klubsprecher Tobias Herwerth auf SID-Anfrage.Die Verpflichtung von Zorniger als Nachfolger von Huub Stevens, der zum Saisonende aufhören wird, steht jedoch seit Monaten im Raum. Eine Einigung beider Parteien schien zuletzt Formsache. Die Stuttgarter Zeitung berichtete am Donnerstag, dass der Vertrag zwar noch nicht unterzeichnet sei, die Zusammenarbeit jedoch am Saisonende verkündet werde.

Zorniger, der unter Markus Babbel Co-Trainer beim VfB (Juli bis Dezember 2009) und zuletzt Chefcoach beim Zweitligisten RB Leipzig (2012 bis 2015) war, soll beim fünfmaligen Meister den Um- und Neuaufbau mitgestalten. Der gebürtige Württemberger hatte seinen Spind bei RB am 11. Februar räumen müssen, nachdem der sportliche Erfolg über längere Zeit ausgeblieben war.

Ausgliederung von Schalkes Fußball-Abteilung möglich

11:56 Uhr: Finanzvorstand Peter Peters schließt eine Ausgliederung der Fußball-Abteilung beim FC Schalke 04 nicht kategorisch aus. „Noch sind wir der letzte eingetragene Verein in der Bundesliga, der so wettbewerbsfähig ist, dass er regelmäßig international spielt“, sagte er bei einer Podiumsdiskussion in Darmstadt. Die Betonung liege jedoch auf dem „Noch“. Neben Schalke sind in der Bundesliga nur der FSV Mainz 05, der SC Freiburg, der SC Paderborn und der VfB Stuttgart noch eingetragene Vereine.Peters trat der Befürchtung vieler Fans entgegen, dass die Ausgliederung einer Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft negative Folgen für Tradition und Identität des Vereins haben müsse. Borussia Mönchengladbach etwa habe den Übergang vom Verein in die neue Rechtsform ohne nennenswerte Reibungsverluste geschafft. Umgekehrt sei die Vereinsform kein Schutz vor dem ungezügelten Einfluss von Investoren. „Für RB Leipzig ist es die meiste Zeit als eingetragener Verein nach oben gegangen“, erklärte Peters.

Schalke 04 bei Khedira noch in der "Prüfphase"

10:30 Uhr: Schalke 04 beschäftigt sich weiter mit einer möglichen Verpflichtung von Fußball-Weltmeister Sami Khedira. Laut Manager Horst Heldt befindet sich der Verein „aber noch in einer Prüfung des Themas“. Heldt sagte dem „RevierSport“, es müsse für beide Seiten „insgesamt passen, sportlich und finanziell“. Der Vertrag des ehemaligen Stuttgarters Khedira beim Champions-League-Sieger Real Madrid läuft im Sommer aus, er ist daher ablösefrei.Heldt geht von einem personellen Umbruch bei Schalke aus. „Erstmal geht es darum, den fünften Platz zu sichern und sich für die Europa League zu qualifizieren. Denn wenn wir schon unser eigentlich ausgegebenes Ziel, den abermaligen Einzug in die Champions League, verpasst haben und nicht unter den ersten Vier landen, wollen wir wenigstens Fünfter werden“, betonte der Manager.

Randale beim Pokalspiel RW Oberhausen gegen MSV Duisburg

8.02 Uhr: Am Rande des Niederrhein-Pokalspiels zwischen Rot-Weiß Oberhausen und dem MSV Duisburg (2:0) ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Anhänger beider Fußballvereine hätten schon bei der Anreise Straftaten wie Körperverletzung und das Zünden von Pyrotechnik begangen, teilte die Polizei in der Nacht zum Donnerstag mit. Während des Spiels seien Fans durch Feuerwerke in Lebensgefahr gebracht worden. Gegen Spielende versuchten Randalierer demnach zudem, in die gegnerischen Fanblöcke vorzudringen. Die Polizei nahm mehrere Anzeigen auf. Mehr als 13.000 Zuschauer hatten das Spiel im Niederrheinstadion verfolgt.

Ex-Profi Lala macht Gewinn durch Roßmann

7.54 Uhr: Der frühere Bundesligaprofi Altin Lala darf sich erstmals über eine Gewinnausschüttung aus seinen Drogeriemärkten in Albanien freuen. „Wir arbeiten schon mit einem ganz manierlichen Gewinn“, sagte der für den Auslandsmarkt zuständige Geschäftsführer der Drogeriemarktkette Rossmann, Daniel Roßmann, der Deutschen Presse-Agentur. 2014 habe der Ertrag bei einer Million Euro gelegen. Zur Höhe der Ausschüttung an Lala wollte Roßmann nichts sagen. In der Regel wird ein größerer Teil wieder reinvestiert oder zurückgelegt.

Rossmann-Gründer und Senior-Chef Dirk Roßmann hatte zusammen mit Lala am 2. Juni 2008 ein Joint Venture für den Balkanstaat gegründet. An der Auslands-Tochter Rossmann & Lala hält der Konzern 75 Prozent.

„Wir sind in Albanien sehr zufrieden, haben bis dato dort sechs Läden und wollen dieses Jahr zwei neue eröffnen“, sagte Daniel Roßmann.

Laut dem Manager ist Lala „ein toller Geschäftspartner“. Der gebürtige Albaner war Mitte 2012 als 36-Jähriger vom Bundesligisten Hannover 96 zur zweiten Mannschaft der Bayern gewechselt. Noch im Herbst desselben Jahres musste er seine Profikarriere aber wegen einer schweren Knieverletzung beenden. Lala kam in der Bundesliga 181-mal für die „Roten“ zum Einsatz und war unter den Fans der Niedersachsen einer der beliebtesten Spieler.

Daniel Roßmann sagte, in Albanien, diesem „kleinen, armen Land“, werde der Rossmann-Konzern mit seinen insgesamt gut 7 Milliarden Euro Jahresumsatz nie große Geschäfte machen. „Aber auf diesem kleinen Pfad sind wir dort sehr glücklich.“

Klinsi mit 2:0-Sieg im Prestigeduell

7.30 Uhr: Jürgen Klinsmann hat mit den USA einen Prestige-Erfolg gegen Mexiko gefeiert. Am Mittwoch (Ortszeit) besiegten die Amerikaner den Erzrivalen in einem Freundschaftsspiel in San Antonio mit 2:0. Vor 64.000 Zuschauern im ausverkauften Alamodome schossen Jordan Morris in der 49. Minute sowie der für ihn eingewechselte Juan Agudelo (72. Minute) die Treffer für die insgesamt besseren Gastgeber. Julian Green vom HSV kam nicht zum Einsatz.

Klinsmann bleibt durch den Erfolg gegen Mexiko ungeschlagen. In sechs Spielen kommt der ehemalige Bundestrainer nun auf eine Bilanz von drei Siegen und drei Unentschieden. Die nächsten beiden Testpartien bestreiten die USA in Europa. Am 5. Juni spielen sie in Amsterdam gegen die Niederlande, fünf Tage später treffen die Amerikaner in Köln auf Weltmeister Deutschland. (HA/sid/dpa)