Fußball aus aller Welt

Ronaldo rastet aus und sieht Rot, Chelsea und ManCity blamiert

Ausgeschieden: Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang steht Borussia Dortmund im Abstiegskampf ab sofort wieder zur Verfügung. Der 24-Jährige schied mit der Nationalmannschaft Gabuns beim Afrika-Cup bereits nach der Vorrunde aus. Nach dem 0:2 gegen Gastgeber Äquatorialguinea reichte es nur zu Platz drei in der Gruppe A. Auch der Kongo zog durch ein 2:1 gegen Burkina Faso ins Viertelfinale ein. Äquatorialguinea qualifizierte sich erstmals für die Runde der letzten Acht. Aubameyang hatte die größte Chance der Gabuner zur Führung: Seinen wuchtigen Kopfball wehrte allerdings Torhüter Felipe Ovono ab (20.). Das Aus besiegelte ein umstrittener Elfmeter: Xavier Balboa kam im Duell mit Lloyd Palun zu Fall. Der angeblich Gefoulte verwandelte selbst (55.). Für die Entscheidung sorgte Ibán Salvador (86.).

Ausgerastet: Es war der reine Frust. Cristiano Ronaldo trat einem Gegner in die Beine und schlug einem zweiten mit dem Unterarm ins Gesicht. Für seinen Ausraster acht Minuten vor Ende des Spiels von Real Madrid beim FC Córdoba sah der Weltfußballer die Rote Karte. Der Champions-League-Sieger stand beim Aufsteiger vor einem Punktverlust, ehe der Waliser Gareth Bale den Madrilenen mit einem verwandelten Handelfmeter (88.) doch noch einen 2:1-Sieg sicherte. Besonders harsche Kritik gab es für Sami Khedira, der seit längerer Zeit wieder in der Startelf stand. „Er ist in Gedanken schon weit weg von Real“, schrieb die „El Mundo“ in Anspielung auf die Transfergerüchte um den Deutschen, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft.

Ausgespielt: Reals Verfolger FC Barcelona zeigte mit dem 6:0-Kantersieg beim FC Elche ansteigende Form. Der Argentinier Lionel Messi und der Brasilianer Neymar steuerten jeweils einen Doppelpack zum Torfestival bei. Dabei hatte Trainer Luis Enrique mehrere Stammspieler für das Viertelfinal-Rückspiel im Pokal an diesem Mittwoch bei Meister Atlético Madrid (Hinspiel 1:0) geschont. Die Rot-Weißen gewannen – dank einer Glanzpartie ihres französischen Angreifers Antoine Griezmann – das Madrider Derby gegen Rayo Vallecano 3:1 und bleiben Dritter in der Primera División.

Auswärtssieg: So kleinlaut hat man José Mourinho selten erlebt. Nach dem blamablen Pokal-K.-o. seines FC Chelsea suchte der Portugiese die Kabine von Drittligist Bradford auf und gratulierte jedem einzelnen Spieler des Gegners. „Ich schäme mich. Und meine Spieler sollten das auch tun“, sagte der Portugiese nach dem 2:4. Ohne den wegen Rückenproblemen fehlenden Weltmeister André Schürrle verspielte Chelsea einen 2:0-Vorsprung und wurde am Ende regelrecht vorgeführt. Auch andere Top-Clubs blamierten sich in der vierten Runde des FA-Cups. Meister Manchester City verlor vier Tage nach dem Test gegen den HSV (2:0) in Al Ain im eigenen Stadion gegen Zweitligist FC Middlesbrough mit 0:2. An dem Tag der Favoritenstürze passte es ins Bild, dass sich Manchester United und der FC Liverpool gegen unterklassige Kontrahenten ins Wiederholungsspiel retten mussten. Liverpool kam gegen Zweitligist Bolton nicht über ein 0:0 hinaus und muss genau wie Manchester United nach dem 0:0 bei Viertligist Cambridge United ein zweites Mal antreten. Titelverteidiger Arsenal gewann 3:2 bei Zweitligist Brighton & Hove Albion. Mesut Özil erzielte den zweiten Treffer der Londoner.

Ausgezeichnet: Nach seinem Gala-Auftritt beim 3:1 gegen den AC Mailand feierten die italienischen Medien Deutschlands Fußball-Weltmeister Miroslav Klose. „Wir sind vielleicht Nostalgiker, doch es ist schön festzustellen, dass es noch Mittelstürmer gibt. Kloses Tor ist alles andere als banal. Er ist ein absoluter Meister“, schrieb die „Gazzetta dello Sport“, nachdem der 36-Jährige Lazio Rom am Sonnabend mit einem Treffer und einer Vorlage zum Sieg geführt hatte. Einen Rückschlag in letzter Sekunde gab es dagegen für Lukas Podolski, 29: Der zweite deutsche Weltmeister kommt mit Inter Mailand im Rennen um die Europapokalplätze nicht voran. Eine Woche nach dem 0:0 beim Abstiegskandidaten FC Empoli verlor Inter sein Heimspiel gegen den FC Turin 0:1. Podolski war dabei einer der Aktivposten Inters, er hatte in der 13. Minute eine der besseren Torchancen. Turins Torwart Daniele Padelli wehrte seinen scharfen 15-Meter-Schuss jedoch zur Seite ab. Nach 65 Minuten wurde Podolski ausgewechselt.