WM-Notizen

WM-Notizen

Angefressen: Ghanas Verbandspräsident Kwesi Nyantakyi hat den Streit um die Prämien für das frühe Ausscheiden der „Black Stars“ in Brasilien verantwortlich gemacht. „Money, Money, Money – das war der Refrain der Spieler, und es ist ein Jammer, dass sie zuließen, dass dies unsere WM verdarb“, sagte Nyantakyi unter Tränen. Im Team der Westafrikaner hatte es heftigen Streit um die Verteilung der Gelder gegeben, die der Verband wie jedes andere Teilnehmerland vom Weltverband Fifa bekommen hatte. Die den Spielern versprochenen Zahlungen in Höhe von 75.000 US-Dollar pro Kopf hatten sich um rund zwei Wochen verzögert.

Weinerlich: Der Südkoreaner Heung-Min Son, 21, bekam nach dem 0:1 gegen Belgien einen regelrechten Heulkrampf, schlug die Hände vors Gesicht und musste von zwei Mitspielern auf dem Weg in die Kabine gestützt werden. Das Vorrundenaus bei seiner ersten WM traf den ehemaligen HSV-Profi tief. „Ich bin unbeschreiblich traurig. Ich war einfach nicht gut genug. Ich kann es viel besser, aber ich habe es nicht zeigen können. Deshalb kann ich mich nur bei den Fans und meinen Mitspielern entschuldigen.“

Aussichtsreich: Der deutsche Doublegewinner FC Bayern München ist in Brasilien auf dem Weg zu einem weiteren Titel. Die Chance ist groß, dass am 13. Juli mindestens ein Münchner den Weltmeisterpokal in der Hand hält. Zwölf Bayern-Profis stehen von Sonnabend an im Achtelfinale – so viele wie von keinem anderen Club.

Unkooperativ: Cristiano Ronaldo kämpfte mit den Tränen. Portugals Starstürmer lächelte nach dem 2:1 gegen Ghana gequält, während ein Fotograf das offizielle Bild vom „Man of the match“ knipste. Fragen wollte der Posterboy des Weltfußballs nach dem Vorrundenaus nicht beantworten. Vermutlich ahnte der 29-Jährige, dass alle nach seinen vielen Einschussmöglichkeiten gefragt hätten. Drei weitere Tore hätten die Portugiesen ins Achtelfinale gebracht – Ronaldo hätte sie in der Schlussphase machen können.

Kostspielig: Der englische Rekordmeister Manchester United hat Nationalspieler Luke Shaw, 18, vom Premier-League-Konkurrenten FC Southampton verpflichtet – für angeblich 38 Millionen Euro Ablöse. Shaw unterschrieb einen Vierjahresvertrag. Er ist der zweite neue United-Spieler für die nächste Saison unter dem neuen Teammanager Louis van Gaal. Am Donnerstag war schon der Wechsel von Mittelfeldakteur Ander Herrera (Athletic Bilbao) bekannt geworden.

Bestätigt: Fifa-Präsident Joseph Blatter und Brasiliens Staatsoberhaupt Dilma Rousseff werden nach dem Finale am 13. Juli dem Kapitän des neuen Weltmeisters die Siegertrophäe im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro überreichen. Das bestätigte Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke.

Verletzt: Sergio Agüero steht Argentinien im Achtelfinale gegen die Schweiz in São Paulo (Dienstag, 18 Uhr/ZDF) nicht zur Verfügung. Der Angreifer von Manchester City hat sich beim 3:2 im letzten Gruppenspiel gegen Nigeria eine Beinverletzung zugezogen.

Torjäger: Neymar (Brasilien), Lionel Messi (Argentinien), Thomas Müller (Deutschland) alle 4 Tore; Enner Valencia (Ecuador), Karim Benzema (Frankreich), James Rodriguez (Kolumbien), Arjen Robben, Robin van Persie (Niederlande), Xherdan Shaqiri (Schweiz) alle 3 Tore; Islam Slimani (Algerien), Tim Cahill (Australien), Wilfried Bony, Gervinho (Elfenbeinküste), André Ayew, Asamoah Gyan (Ghana), Jackson Martinez (Kolumbien), Mario Mandzukic (Kroatien), Ivan Perisic (Kroatien), Memphis Depay (Niederlande), Clint Dempsey (USA), Luis Suárez (Uruguay), Ahmed Musa (Nigeria) alle 2 Tore.Fürs Achtelfinale gesperrt: José Vazquez (Mexiko) 2. Gelbe Karte. Für den Rest der WM gesperrt: Luis Suárez (Uruguay) wegen Fifa-Urteil.