Fußball aus aller Welt

Blatter will Fifa-Boss bleiben – Messi muss sich übergeben

Messi ist schlecht. Irgendetwas stimmt nicht bei Lionel Messi. Aber was? Immer öfter klagt er über Übelkeit mit Erbrechen. „Es ist kurios, aber es ist nicht schlimm. Ich übergebe mich, dann ist es vorbei“, sagt der argentinische Superstar des FC Barcelona: „Es passiert während der Spiele, im Training und zu Hause.“ Zuletzt hatte sich der 26-Jährige beim Länderspiel am Mittwoch in Rumänien vor laufenden Kameras auf dem Platz übergeben. Barca-Coach Gerardo Martino beginnt nun aber, sich Sorgen zu machen: „Für mich ist das nicht normal. Es passiert ihm häufiger. Er hat sich sogar von Fachärzten untersuchen lassen.“ Auch am Sonnabend fühlte sich Messi eher schlecht. Jedenfalls konnte er keinen positiven Einfluss auf das Spiel seiner Mannschaft nehmen. „Barca“ verlor mit 0:1 bei Abstiegskandidat Real Valladolid, kassierte die vierte Saisonniederlage und musste Atlético Madrid in der Tabelle an sich vorbei auf Platz zwei ziehen lassen. Tabellenführer Real Madrid wahrte seinen Dreipunktevorsprung durch einen souverän herausgespielten 3:0-Sieg gegen UD Levante.

Özil ist gut. Am vergangenen Mittwoch musste sich Mesut Özil beim Länderspiel gegen Chile von den deutschen Fans auspfeifen lassen. Beim 4:1-Sieg des FC Arsenal im Viertelfinale des FA-Cups gegen den FC Everton aber besorgte er mit seinem ersten Tor seit Dezember die frühe Führung (7.) und war danach wie ausgewechselt. „Wenn er so auftritt, erhöht das natürlich die Chancen auf einen Sieg“, meinte Manager Arsene Wenger. Die Formsteigerung kommt auch rechtzeitig vor dem Champions-League-Rückspiel am Dienstag bei Bayern München, wo die Londoner einen 0:2-Rückstand aufholen müssen. „Ich habe noch nicht aufgegeben“, sagte Wenger: „Ich bin zuversichtlich. Es ist wichtig, dass wir mental in einer guten Verfassung sind.“

Triumph für Rösler. Als Spieler war Uwe Rösler ein Held bei Manchester City, der bei den Fans des Clubs bis heute unvergessen ist. Der deutsche Stürmer erzielte zwischen 1994 und ’98 in 153 Spielen 50 Tore. Als neuer Trainer des Zweitligisten Wigan Athletic kehrte der 45-Jährige am Sonntag nach Manchester zurück und versetzte seinem Ex-Club einen Schock. Im Viertelfinale des FA-Cups setzte sich Titelverteidiger Wigan mit 2:1 durch und wiederholte damit den Coup vom Vorjahr, als er im Endspiel mit 1:0 gegen die Millionentruppe aus Manchester gewann. Im Halbfinale am 12. April trifft Wigan nun auf Arsenal. Im zweiten Halbfinale stehen sich einen Tag später Hull City und Sheffield United gegenüber.

Magath ist wirkungslos. Und wieder nichts. Drittes Spiel sieglos, so langsam welken die Vorschusslorbeeren für Trainer Felix Magath beim FC Fulham. Beim direkten Kontrahenten um den Klassenerhalt Cardiff AFC verloren die Londoner trotz eines Tores von Lewis Holtby mit 1:3. Das Schlusslicht der Premier League wartet damit nun seit acht Spielen auf einen Sieg und hat weiterhin vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. „Es ist normal, dass die Fans enttäuscht sind, ich und die Spieler sind es auch“, sagte Magath: „Wir haben gute Spieler, aber sie sind keinen Abstiegskampf gewöhnt. Man muss mehr kämpfen, wir spielen zu viel. Unsere Spieler müssen sich sehr schnell an den Kampf gewöhnen.”

Krim-Clubs sollen spielen. Trotz (oder wegen?) der Krim-Krise soll in der ukrainischen Meisterschaft ab kommenden Sonnabend der am 28. Februar unterbrochene Spielbetrieb wieder beginnen. Beim Start in die entscheidende Saisonphase sind nach Verbandsangaben auch die beiden auf der Krim angesiedelten Vereine Tawria Simferopol und FC Sewastopol dabei. Man wird sehen. Sportminister Dimitro Bulatow hatte auf „Normalität“ gedrängt.

Blatter ist amtsverliebt. Fifa-Präsident Joseph Blatter wird an diesem Montag 78 Jahre alt. Zeit, Zukunftspläne zu schmieden. Er will 2015 für eine weitere Amtszeit an der Spitze des Fußball-Weltverbandes kandidieren. „Voraussetzung ist, dass ich gesund bleibe“, sagte der Schweizer in Mönchengladbach. Praktisch im gleichen Atemzug sprach er sich für eine Abschaffung des Elfmeterschießens aus. „Er ist nicht mehr Mannschaftssport, es geht eins gegen eins. Und am Ende ist einer der Verlierer“, sagte der Walliser: „Das passt nicht in unser Spiel, und wir sollten versuchen, das rauszunehmen.“