Das HSV-Beben

Klüver und Erhardt danken ab - weitere Räte sollen folgen

Das Stühlerücken beim HSV geht weiter: Mit Hans-Ulrich Klüver und Marek Erhardt sind die ersten Aufsichtsräte bereits zurückgetreten. Weitere sollen folgen.

Hamburg. Am Tag nach der Entlassung Bert van Marwijks geht das HSV-Beben unverändert weiter. Nach Informationen des Abendblatts wollten eine ganze Reihe von Aufsichtsräten als letzte Amtshandlung den neuen Trainer Mirko Slomka abnicken und anschließend zurücktreten. Hans-Ulrich Klüver hat am Sonntag den Anfang gemacht und seinen Rücktritt bekannt gegeben. Marek Erhardt folgte seinem Kollegen am Abend.

Auch die Rücktritte von Manfred Erteil und Björn Floberg gelten als sicher. Sehr wahrscheinlich sind die Rücktritte von Chefkontrolleur Jens Meier, Stellvertreter Eckart Westphalen und Ali Eghbal. Offen ist zu diesem Zeitpunkt die Zukunft der verbliebenen Räte Jürgen Hunke, Christian Strauß, Ronny Wulff und Katrin Sattelmair.

Die demoralisierende 2:4-Schlappe in Braunschweig hatte am Sonnabend die kühnsten Hoffnungen auf Besserung in Hamburg explosionsartig zerstört. Wer gegen den Tabellenletzten, der in 20 Spielen zuvor mit lediglich elf Törchen den schwächsten Angriff der Liga stellt, gleich vier Gegentreffer kassiert, dem ist kaum noch zu helfen. Exemplarisch für den Niedergang des HSV ist Nationaltorhüter René Adler. Er präsentierte sich fahrig und verschuldete zwei Gegentore.

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