Bundestrainer soll noch diese Woche seinen Vertrag verlängern

WM-Planungen nehmen Formen an. Im November trifft das DFB-Team auf Italien und England, sofern sich die Briten direkt qualifizieren. Ibrahimovic am Dienstag gesperrt

Köln/Hamburg. Joachim Löw zeigte sich am Wochenende in Gönnerlaune. Seinen Spielern spendierte der Bundestrainer nach der seit Freitag feststehenden Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zwei freie Tage, während er selbst am Sonnabend einen Interview-Marathon mit auswählten Medien zurückzulegen hatte. Löw erklärte der „Bild am Sonntag“ die wichtigsten WM-Baustellen (bessere Defensive, stärkerer Abschluss), mit dem „Express“ sprach er über Bedingungen in Brasilien („Die Mannschaft, die beginnt, über irgendwas zu lamentieren, hat verloren“) und im ZDF- „Sportstudio“ verriet der 53 Jahre alte Fußballlehrer, dass er nach einer erfolgreichen WM, gerne zwei weitere Jahre beim DFB bleiben würde.

Tatsächlich plant der DFB, bereits in dieser Woche die weitere Zusammenarbeit mit Löw, DFB-Manager Oliver Bierhoff und Torwarttrainer Andreas Köpke auch offiziell um zwei weitere Jahre zu verlängern. Der Deal soll bereits am Freitag in der Verbandszentrale in Frankfurt verkündet werden. „Wir haben schon Gespräche geführt und die Eckdaten festgezurrt“, hatte Löw unmittelbar nach dem 3:0 gegen Irland erklärt, ehe er seine Spieler zum Feiern auf die Kölner Szeneparty „Candy Shop“ in der „Halle Tor 2“ schickte.

Offen ist wohl nur noch, wie die angekündigten Ausstiegsklauseln in den Verträgen genau aussehen und wer nach der WM 2014 neuer Assistenztrainer wird. Denn Co-Trainer Hansi Flick, auch das soll bereits feststehen, wird neuer DFB-Sportdirektor werden.

Bevor die DFB-Zukunft allerdings geregelt wird, muss zunächst noch in der Gegenwart das letzte WM-Qualifikationsspiel in Stockholm gegen Schweden am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF) bestritten werden. Nicht dabei sein wird Schwedens Starstürmer Zlatan Ibrahimovic, der gelbgesperrt fehlt. Allerdings steht bereits vor der Partie fest, dass die Skandinavier den zweiten Platz, der für die WM-Playoff-Runde im November berechtigt, sicher haben.

Die Zusatzrunde droht auch den Engländern, die sich aber mit einem Sieg im letzten Spiel am Dienstag gegen Polen direkt für die WM qualifizieren können. Gelingt das, trifft Deutschland in einem Testspiel in London am 19. November auf England, vier Tage nach dem Test gegen Italien in Mailand. Ein weiteres Freundschaftsspiel gegen Chile in Stuttgart soll im März stattfinden. Neben Deutschland und Gastgeber Brasilien für die WM bereits qualifiziert sind Belgien, Italien, Niederlande, Schweiz, Australien, Iran, Japan, Südkorea, Argentinien, Kolumbien, Costa Rica und die USA.

Ergebnisse, WM-Qualifikation: Burkina Faso – Algerien 3:2, Elfenbeinküste – Senegal 3:1, Äthiopien – Nigeria 1:2, USA – Jamaika 2:0, Mexiko – Panama 2:1, Venezuela – Paraguay 1:1, Ecuador – Uruguay 1:0, Kolumbien – Chile 3:3, Argentinien – Peru 3:1. Außerdem: Brasilien – Südkorea 2:0, Frankreich – Australien 6:0.