Fußball aus aller Welt

London statt Gelsenkirchen: Podolski darf in England bleiben

Poldi bleibt. Zwei Tore, keine Fragen mehr: Lukas Podolski bleibt bei Arsenal London, und Schalke 04 muss sich einen neuen Retter suchen. Arsenals Teammanager Arsène Wenger hat nach den beiden Treffern des deutschen Nationalspielers in der 41. und 68. Minute beim 3:1 gegen den FC Fulham einen Wechsel nach Gelsenkirchen praktisch ausgeschlossen. „Jeder in der Mannschaft liebt Lukas. Es ist wichtig, ihn zu behalten“, sagte der Franzose. Podolski reckte nach dem Lokalderby die Faust selbstbewusst in den verregneten Londoner Himmel. „Was für ein Derby! Für diese Spiele lebt man als Fußballer. Regen, Hammer-Stimmung auf den Rängen, Emotionen. Ich bin sehr glücklich“, schrieb Podolski auf Facebook nach seinen ersten beiden Saisontoren. Erstmals in dieser Spielzeit war der 28-Jährige von Teamchef Arsène Wenger in die Startelf beordert worden. „Wenn ein Spieler nicht spielt, dann ist er nicht glücklich", erklärte Wenger. „Aber wenn man sich seine Torstatistik anschaut, dann ist das sehr beeindruckend“.

Willian kommt. An der Stanford Bridge wird es langsam eng – besonders im offensiven Mittelfeld. Premier-League-Club FC Chelsea hat sich mit dem brasilianischen Fußball-Nationalspieler Willian und dem Verein Anschi Machatschkala auf einen Transfer des 25-Jährigen geeinigt. Das gab der Club des deutschen Nationalspielers André Schürrle am Sonntag bekannt. Der Wechsel soll die Blues rund 30 Millionen Pfund (35 Millionen Euro) kosten. Willian stand auch im engem Kontakt mit Ligakonkurrent Tottenham Hotspur. Chelseas Besitzer Roman Abramowitsch soll aber laut des britischen Senders BBC interveniert haben. Er sei von Oligarch zu Oligarch gut bekannt mit Anschi-Boss Suleyman Kerimow. Willian ist bereits der sechste offensive Mittelfeldspieler im Kader der Blues.

Toni schraubt. Wenn Luca Toni jubelnd an seinem Ohr „schraubt“, hat der Gegner nichts zu lachen. Der ehemalige Münchner Bundesligaprofi von Bayern München kann es auch mit 36 Jahren noch und zeigte nach seinen beiden Toren zum 2:1-Sieg von Aufsteiger Hellas Verona gegen den AC Mailand seine bekannte Jubelgeste. „Opa Luca Toni demütigt Milan“, schrieb die Zeitung „Repubblica“. Die „Gazzetta dello Sport“ erklärte: „Toni trifft mit der Euphorie eines Spielers, der am Fußball Freude hat.“ Für Meister Juventus Turin war der 16 Millionen Euro teure Zugang Carlos Tévez der Schütze zum mühevollen 1:0-Auftaktsieg bei Sampdoria Genua. Der deutsche Nationalspieler Mario Gomez feiert seine Premiere in der Serie A mit dem AC Florenz erst an diesem Montag gegen Catania Calcio.

Paok patzt. Drei Tage vor dem zweiten Play-off-Spiel zur Champions League gegen den FC Schalke 04 hat Paok Saloniki seine erste Niederlage in der griechischen Fußball-Meisterschaft hinnehmen müssen. Paok verlor am Sonnabend bei Aufsteiger Panetolikos überraschend mit 0:2. Im ersten Play-off-Spiel zur europäischen Königsklasse hatte die vom Ex-Schalker Huub Stevens trainierte Mannschaft aus Saloniki ein 1:1 in Gelsenkirchen erreicht.

Skibbe verkürzt. Trainer Michael Skibbe lernt wieder das Gefühl des Siegens. In der Schweizer Fußball-Liga gelang ihm mit den Grasshopper Zürich im Prestigeduell bei Tabellenführer Young Boys Bern ein 2:1-Erfolg, durch den Zürich auf Rang zwei vorrückte und den Rückstand auf Bern am sechsten Spieltag auf drei Punkte verkürzte. Den Siegtreffer für die Gäste erzielte der ehemalige Frankfurter Bundesliga-Profi Caio 45 Sekunden nach seiner Einwechslung in der 85. Minute. Bern kassierte damit nach zuvor fünf Siegen seine erste Saisonniederlage. Skibbe, früher Assistent von Rudi Völler beim DFB, war zuletzt in der Bundesliga 2012 bei Hertha tätig, wurde nach fünf Niederlagen in fünf Spielen aber schnell wieder entlassen.

Blatter twittert. „Gute Besserung, Clement Halet“, wünschte der Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa, Joseph Blatter, am Sonntag per Kurzmitteilungsdienst. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Profi des Drittligisten Preußen Münster das Krankenhaus bereits verlassen. Der französische Abwehrspieler war in der 82. Minute des Spiels zwischen den Westfalen und Holstein Kiel (0:3) nach einem Zusammenprall bewusstlos liegen geblieben und musste nach einem Herzstillstand wiederbelebt werden.