Fußball aus aller Welt

Real schlägt Barca auch ohne Özil, Fifa offen für Winter-WM 2022

Clasico-Schmach. Real Madrid hat auch den zweiten Clasico gegen den FC Barcelona innerhalb von fünf Tagen für sich entschieden. Nach der für die Katalanen bitteren 1:3 Heimniederlage im spanischen Pokal triumphierten die "Königlichen" in der Primera Divison im heimischen Estadio Santiago Bernabéu mit 2:1. Reals Führung durch Karim Benzama (9.) konnte Lionel Messi (19.) zwar zunächst egalisieren, doch acht Minuten vor dem Spielende glückte Sergio Ramos der umjubelte Siegtreffer. Dabei hatte Trainer José Mourinho seine Elf durcheinandergewürfelt, um seinen Topspielern vor dem Achtelfinalrückspiel in der Champions League gegen Manchester United (Hinspiel 1:1) am Dienstag (20.45/Sky) eine Pause zu gönnen. Mesut Özil wurde 90 Minuten geschont, Sami Khedira nur eingewechselt. Barcelona hingegen steckt nach der dritten Niederlage aus den vergangenen vier Pflichtspielen in der Krise. Der Vorsprung in der Meisterschaft beträgt zwar noch zwölf Punkte, in der Champions League droht nach dem 0:2 gegen AC Mailand das Aus.

Asiatischer Dreierpack. Der frühere Dortmunder Shinji Kagawa ist nach Verletzungsproblemen und einem Formtief endgültig bei seinem neuen Verein Manchester United angekommen. Beim 4:0 gegen Norwich City brillierte der Japaner mit einem Dreierpack, zudem traf Wayne Rooney. Mitspieler Rio Ferdinand schwärmte via Twitter von den "zwei seidigen Füßen" Kagawas, Trainer Sir Alex Ferguson erklärte, es sei ein "brillanter Tag für ihn" gewesen. Die United-Fans sangen Loblieder auf den Japaner, der als erster Asiate in einem Premier-League-Spiel drei Tore erzielte. Kagawa selbst blieb bescheiden: "Ich weiß, dass das große Nachrichten in Japan sein werden, aber das Match, auf das sie sich wirklich freuen, ist Real Madrid. Und ich auch."

Italienischer Doppelpack. Ohne den verletzten Nationalstürmer Miroslav Klose hat der italienische Erstligist Lazio Rom den dritten Platz in der Serie A an den AC Mailand verloren. Der Achtelfinalgegner des VfB Stuttgart in der Europa League verlor beim direkten Verfolger nach Toren von Giampaolo Pazzini (40., 60.)) sowie Kevin-Prince Boateng (44.) 0:3 und liegt im Kampf um den einzigen nicht direkten Qualifikationsplatz zur Champions League mit 47 Zählern als Fünfter nun einen Punkt hinter Milan. Die Meisterschaft machen wohl Juventus Turin (59) und der SSC Neapel (53) untereinander aus. Die beiden Spitzenteams trennten sich im Top-Spiel am Freitagabend in Neapel 1:1.

Beckham wirkungslos. David Beckhams neuer Verein Paris St. Germain, Tabellenführer der französischen Ligue 1, verlor überraschend beim Außenseiter und Abstiegskandidaten Stade Reims mit 0:1. Unmittelbar nach dem Gegentor durch Grzegorz Krychowiak (64.) wurde Beckham eingewechselt, konnte jedoch keine entscheidenden Akzente mehr setzen. Dabei waren die Hauptstädter nach dem Platzverweis für Christopher Glombard (60.) sogar 30 Minuten in Überzahl. Verfolger Olympique Lyon hätte nach Punkten gleichziehen können, kam gegen Stade Brest jedoch nicht über ein 1:1 hinaus.

Platini wehrt sich. In einem "Bild"-Interview sprach sich Uefa-Präsident Michel Platini erneut gegen die Einführung der Torlinientechnik im Fußball aus. "Ich will keine Maschinen im Fußball. Am Ende spielen auch noch Roboter gegeneinander. Außerdem: Die Torlinientechnik ist viel zu teuer", meinte der Europameister von 1984.

WM im Winter? Der Fußballweltverband Fifa zeigt sich erstmals offen für eine Verlegung der WM 2022 in Katar vom Sommer in den Winter. Falls es "aussagekräftige medizinische Beweise" für eine Gesundheitsgefährdung der Spieler gebe, könnte das Exekutivkomitee der Fifa eine Verschiebung auch ohne Zustimmung des Gastgebers beschließen, sagte Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke nach einer Verbandssitzung im schottischen Edinburgh. "Die Fifa hat niemals Nie gesagt. Wir haben gesagt, wir warten auf eine offizielle Anfrage der Katarer, in der sie uns bitten, die Möglichkeit zu überprüfen, ob die WM vom Sommer in den Winter verschoben werden kann", sagte der 52 Jahre alte Franzose. Wegen der hohen Temperaturen in dem Emirat am Persischen Golf war von mehreren Fußballfunktionären eine Verlegung der WM gefordert worden.