Dortmund setzt in Donezk auf eine Trotzreaktion

Donezk. Zwei Tage herrschte Trübsal - doch mit dem Aufbruch in den Osten kehrte der Glaube an weitere Sternstunden in der Champions League zurück. Spätestens beim gemeinsamen Frühstück der Dortmunder Mannschaft vor dem Start zum Achtelfinalhinspiel bei Schachtjor Donezk an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) schwand der Frust über das 1:4 gegen den HSV. Die Aussicht auf den ersten Einzug in den Kreis der besten acht europäischen Teams seit 15 Jahren setzte neue Kräfte frei.

"Bisher haben wir in Europa tolle Leistungen gezeigt. Das lassen wir uns nicht nehmen", sagte Kapitän Sebastian Kehl. Torhüter Roman Weidenfeller warnte im "Kicker" jedoch vor den Qualitäten des ukrainischen Meisters. "Vielleicht nimmt die Öffentlichkeit nicht wahr, wie gefährlich Donezk wirklich ist. Auf uns wartet ein anspruchsvoller Gegner."

Der BVB tut jedenfalls gut daran, den Uefa-Cup-Sieger von 2009 nicht zu unterschätzen. Erst am letzten Spieltag verspielte Schachtjor beim 0:1 gegen Juventus Turin den Sieg in der Gruppe E, beförderte aber Titelverteidiger FC Chelsea aus der Königsklasse. Das machte Lust auf mehr. "Natürlich können wir die Champions League gewinnen", sagt Kapitän Darijo Srna. Der BVB muss in dem schweren Hinspiel im EM-Stadion von Donezk auf Nationalspieler Ilkay Gündogan verzichten, der mit einer Nagelbettentzündung im Zeh ausfällt und gleich in Dortmund blieb. Grünes Licht hingegen gab es für Marcel Schmelzer, der sich am Montagabend im Training noch am Fuß verletzt hatte. Auch Neven Subotic ist wieder mit an Bord. Der seit Jahresbeginn wegen einer Wadenverletzung pausierende Innenverteidiger überstand am Sonntag den Härtetest beim Freundschaftsspiel der Dortmunder U23 gegen den SC Wiedenbrück ohne Probleme. Und in der Champions League darf ja auch noch Stürmer Robert Lewandowski ran - für die Bundesliga wurde der Pole nach seinem brutalen Tritt gegen den Hamburger Per Skjelbred drei Spiele gesperrt. (dpa)

Superstar Zlatan Ibrahimovic sah beim 2:1-Sieg von Paris St. Germain beim FC Valencia in der Nachspielzeit wegen eines Fouls die Rote Karte. Juventus Turin bezwang Celtic Glasgow 3:0.