Fußball aus aller Welt

Italien feiert "Santa Klose", Özil und Khedira blamieren sich

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Juve Halbzeitmeister. Mit seinem Tor in der 82. Minute zum 1:0 (0:0)-Sieg von Lazio Rom gegen Inter Mailand hat der deutsche Nationalspieler Miroslav Klose ein weiteres Kapitel in seiner italienischen Erfolgsgeschichte geschrieben. Der Angreifer erzielte für den Tabellenvierten bereits seinen zehnten Saisontreffer und war erstmals gegen Inter erfolgreich. Als "Santa Klose" wurde der 34-Jährige von der Sportzeitung "Tuttosport" gefeiert und selbst Inter-Coach Andrea Stramaccioni lobte: "Klose hat ein fantastisches Tor gemacht." Lazio gehört mit 33 Punkten zur absoluten Spitzengruppe und hat nur einen Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten Inter. Meister Juventus Turin sicherte sich durch einen 3:0 (3:0)-Erfolg gegen Atalanta Bergamo mit 41 Punkten bereits vorzeitig die "Halbzeitmeisterschaft".

Böser Kopftreffer. Dem belgischen Nationalspieler Marouane Fellaini vom FC Everton droht in der englischen Premier League eine lange Sperre. Der Teamkollege des ehemaligen Stuttgarters Thomas Hitzlsperger verpasste beim 1:1 (0:1) bei Stoke City Gegenspieler Ryan Shawcross einen absichtlichen Kopfstoß, den Schiedsrichter Mark Halsey übersah. Trainer David Moyes nannte die Aktion "inakzeptabel" und eine "schreckliche Sache". Fellaini bat am Sonntag Shawcross, seine Teamkollegen und die Fans um Verzeihung: "Ich habe die Kontrolle verloren, es war unprofessionell."

Ferguson rätselt. Starke 60 Minuten reichten Manchester United gegen den AFC Sunderland, um mit 42 Zählern sechs Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze der englischen Premier League vor Lokalrivale Manchester City zu wahren. Die Elf von Trainer Alex Ferguson gewann mit 3:1 (2:0) gegen die abstiegsbedrohten Gäste. Trotzdem war Trainer Alex Ferguson unzufrieden: "Eine Stunde waren wir fantastisch, aber ich weiß nicht, was danach passiert ist", kritisierte der 70-Jährige: "Zum Ende hin hätte Sunderland ein, zwei Tore machen können. Es hätte blamabel werden können." Meister Manchester City setzte sich ebenfalls 3:1 (2:0) bei Newcastle United durch. Dabei saß der exzentrische Stürmerstar Mario Balotelli nicht einmal auf der Bank.

Real blamiert sich. Real Madrid hat auf der Jagd nach dem enteilten Erzrivalen FC Barcelona zwei wichtige Punkte verschenkt. Das blamable 2:2 (1:1) im Heimspiel gegen Abstiegskandidat Espanyol Barcelona konnten auch die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira nicht verhindern. Beide spielten durch. Juan Albín sicherte dem Tabellenvorletzten aus Barcelona mit seinem späten Treffer in der 88. Minute das unverhoffte Remis. Die Gäste waren durch Sergio García (31.) auch in Führung gegangen. Torjäger Cristiano Ronaldo glich mit seinem 14. Saisontreffer kurz vor der Pause aus, Fabio Coentrão (48.) brachte Real zunächst wieder in Führung. Im Spitzenspiel setzte sich Tabellenführer FC Barcelona mit 4:1 (2:1) gegen den Tabellenzweiten Atlético Madrid durch. Radamel Falcao (31.) hatte die Gäste in Führung gebracht, bevor Adriano (36.), Sergio Busquets (45.) und Superstar Lionel Messi (57., 88.) mit seinen Saisontreffern 24 und 25 die Partie drehten.

Blatter vergleicht. Fifa-Präsident Joseph Blatter hat sich für ein generelles Alkohol- und Tabakverbot in Stadien ausgesprochen. "Fußball ist ein Kulturgut", wird der Chef des Weltverbandes in der Schweizer Zeitung "Blick" zitiert: "Deshalb müssen wir Alkohol und Tabak aus den Stadien nehmen. Ich habe noch nie gesehen, dass jemand im Konzertsaal oder der Oper trinkt und raucht." Seine Ideen äußerte der 76-Jährige auf einer Gala des Branchenverbandes Walliser Wein.

Ballack dementiert. Michael Ballack hat Berichte über ein bereits feststehendes Abschiedsspiel dementiert. Als Termin für eine Partie einer Ballack-Elf gegen eine Weltauswahl war der 5. Juni 2013 in Leipzig genannt worden. Dazu sagte der 98-malige Nationalspieler: "Ich würde mich gerne verabschieden von den Fans. Wenn es irgendwann etwas zu vermelden gibt, dann mache ich das. Alles andere ist im Moment noch Spekulation." Auch Leipzig stehe als Spielort noch nicht endgültig fest. Seine letzte Bundesligastation Leverkusen sei ebenfalls eine Option. Es gäbe noch "keinen definitiven Termin und kein Stadion, das fix ist, auch keinen Partner", sagte der langjährige Kapitän der Nationalmannschaft dem TV-Sender Sky.