Bundesliga-Kolumne

"Giganten-Gekas" trifft und schweigt

Gekas wieder mit Doppelpack. Torgarant Theofanis Gekas schwieg nach seinen Saisontoren Nummer zehn und elf, die Klub-Verantwortlichen wollten von Euphorie nichts wissen. Auch nach dem zwischenzeitlichen Sprung auf Platz drei der Bundesliga bleibt Eintracht Frankfurt auf dem Boden. "Wir haben am Anfang der Saison auf den Deckel bekommen, deshalb bleiben wir jetzt ruhig. Wir freuen uns ohne große Worte", sagte Abwehrrecke Maik Franz und brachte die Stimmung bei den jetzt viertplatzierten Hessen auf den Punkt. Den Unterschied auf dem Platz machte einmal mehr Gekas. Erst brachte der Top-Torjäger mit einem platzierten Schuss in Führung, später verwandelte der wortkarge Grieche einen Foulelfmeter zum 3:0. "Gigantisch", befand Teamkollege Franz.

Sams tolle Treffer. Bayer Leverkusen hat sich im Spitzentrio zurückgemeldet. Durch das 3:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern verbesserte sich die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes auf Platz drei. In der BayArena traf unter anderem Sidney Sam doppelt. Der ehemalige HSV-Stürmer erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich und mit einem Traumtor den Endstand.

Keine Krise in Mainz. Beim Abschied aus Freiburg hatte Christian Heidel noch einen Lacher auf seiner Seite. "Wir müssen weg - zur Krisensitzung...", sagte der Manager des FSV Mainz 05 nach dem 0:1 beim SC Freiburg mit erkennbarer Ironie. Ernsthaft wollen sich die Verantwortlichen der abgestürzten Himmelsstürmer trotz der dritten Pflichtspiel-Pleite in Folge mit dem Begriff "Krise" nicht beschäftigen. "Wer erwartet hat, dass wir 34 Spiele gewinnen, der kennt sich in Mainz nicht gut aus", erklärte Heidel und wies mit Nachdruck darauf hin, dass der FSV trotz der ersten Auswärtspleite weiter auf dem zweiten Tabellenplatz steht.

Rückschlag für Kölns Nothelfer. Der Effekt des Trainerwechsels scheint beim 1. FC Köln nach zwei Pflichtspielen bereits wieder verpufft. Ein 3:0 im DFB-Pokal gegen 1860 München und ein 3:2 über den HSV in der Liga hatten den Anhängern des 1. FC Köln Hoffnung auf eine Trendwende unter Frank Schaefer gemacht. Die verdiente 1:3-Pleite der Rheinländer beim 1. FC Nürnberg holte aber auch die Euphorischsten im Umfeld der "Geißböcke" wieder auf den Boden zurück. Schaefer, langjähriges Vereinsmitglied und Nachwuchstrainer, flüchtete sich nach seinem ersten Rückschlag als Proficoach nicht in Ausreden. Seine Elf habe "Tendenzen und Verhaltensweisen gezeigt, die ich von der Mannschaft nicht sehen will".

Zwei Entlassungen in Liga zwei. Christian Ziege hat seinen Trainerjob beim Zweitliga-Schlusslicht Arminia Bielefeld nicht mehr retten können. Nach einem 0:3 beim FC Augsburg wurde der Europameister von 1996 beurlaubt. Wenige Stunden zuvor hatte sich der Tabellenvorletzte FC Ingolstadt von seinem Coach Michael Wiesinger getrennt und damit auf die sportliche Talfahrt reagiert. Nachfolger wird der frühere HSV-Coach Benno Möhlmann.