Bayerns teuer erkaufter Sieg in der letzten Minute

2:1 bei der TSG Hoffenheim, aber Ribéry verletzt

Sinsheim. Das schnellste Tor dieser Bundesliga-Saison lähmte den deutschen Meister Bayern München eine Stunde lang. Erst dann drehte der Titelverteidiger noch das Spiel bei der TSG Hoffenheim. Thomas Müller mit einem Abstaubertor in der 63. Minute und Daniel van Buyten, der den Ball in der Nachspielzeit mit dem Oberschenkel ins Tor bugsierte, sorgten für den 2:1-Auswärtssieg in buchstäblich letzter Minute. Bundestrainer Joachim Löw sah kein Spitzenspiel, sondern einen letztlich mühsam erkämpften Erfolg für die Münchner.

Vedad Ibisevic erzielte bereits nach 36 Sekunden den Führungstreffer. Der zweite Treffer der laufenden Spielzeit für den Bosnier hatte die Münchner vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena von Sinsheim kalt erwischt. Sebastian Rudy hatte Ibisevic freigespielt, der kühl abzog. Vom Innenpfosten sprang der Ball ins Tor. Die Bayern-Abwehr um Holger Badstuber und Diego Contento machte dabei keinen guten Eindruck. Trotz des frühen Schocks rissen die Bayern zwar schnell das Spiel an sich. Doch zwingende Ausgleichschancen blieben zunächst aus. Im Gegenteil: Hoffenheim konterte geschickt und verpasste nur wegen Butts Parade nach einem Schuss von Andreas Beck in der 26. Minute und weil der Pfosten Sejad Salihovic kurz vor der Pause im Weg stand, eine höhere Führung.

Bayern München musste allerdings den Auswärtssieg teuer bezahlen: Franck Ribéry musste unmittelbar nach dem 1:1 mit einer Fußverletzung ausgewechselt werden.

Der Rekordmeister dementierte am Abend Meldungen über eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Trainer Louis van Gaal. "Unterschrieben ist noch nichts", sagte Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger im TV-Sender "Sky" zu den Spekulationen. "Aber wir haben immer gesagt, dass wir über 2011 hinaus mit Louis van Gaal weiter machen wollen."

Tore: 1:0 Ibisevic (1.), 1:1 Müller (63.), 1:2 van Buyten (90.+1). - Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne). - Zuschauer: 30 150.