Fußball aus aller Welt

Özil entzückt Madrid, Ibrahimovic entsetzt Mailand

Aus dem Nichts: Der ehemalige Bundesliga-Profi Nelson Valdez ist über Nacht in Spanien zum Star von Hércules Alicante geworden. Mit seinen beiden Treffern zum 2:0-Sieg des Aufsteigers über Titelverteidiger FC Barcelona im Camp-Nou-Stadion sorgte der Ex-Dortmunder für die Überraschung des zweiten Spieltages der Primera División. "Ein Held aus dem Nichts", titelte die Zeitung "El Mundo". Von einem "denkwürdigen Spiel" sprach der 26-jährige Stürmer selbst. "Wir haben etwas ganz Großes geschafft." Valdez war im Sommer für rund vier Millionen Euro vom BVB nach Alicante gewechselt.

Reale Zauberei: Die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira zauberten sich bei ihrem Heimdebüt für Real Madrid gleich in die Herzen der Fans und stellten Weltstar Cristiano Ronaldo beim hochverdienten 1:0 gegen CA Osasuna klar in den Schatten. "Özil lässt das Spiel einfach aussehen. Das ist eine Kunst", freute sich Coach José Mourinho und adelte auch Khediras Leistung: "Er hat ein großes Spiel gemacht." Als Özil in der 88. Minute ausgewechselt wurde, erhoben sich viele Fans von ihren Plätzen. Neben ihm bekam Khedira von der Sportpresse die besten Noten.

Modrics Pech: Werder Bremens morgiger Gegner Tottenham Hotspur hat bei der Generalprobe für den Auftakt der Champions League in Luka Modric einen weiteren wichtigen Spieler durch Verletzung verloren. Der Kroate, Torschütze der Londoner beim 1:1 bei West Bromwich Albion, musste mit Verdacht auf einen Beinbruch ausgewechselt werden. Zuvor waren bereits Jermain Defoe und Michael Dawson ausgefallen.

Burdissos Aussetzer: Vor seinem Champions-League-Auftakt am Mittwoch beim FC Bayern München hat sich der AS Rom gründlich blamiert: Mit 1:5 erlebte Italiens desolater Vizemeister bei Cagliari Calcio seine höchste Niederlage in der Serie A seit elf Jahren und eine schockierende Rambo-Aktion von Nicolas Burdisso. Der argentinische Verteidiger schlitzte Daniele Conti bei einem brutalen Foul den Oberschenkel auf, der noch im Stadion mit 30 Stichen genäht werden musste. Nach Burdissos Platzverweis in der 22. Minute beim Zwischenstand von 1:1 geriet die Roma unter die Räder.

Ibrahimovics Verstimmung: Hohn und Spott für Zlatan Ibrahimovic: "Ibrahimovic, ein Tenor ohne Stimme", kritisierte die italienische Tageszeitung "Gazzetta dello Sport" das Debüt des schwedischen Starstürmers des AC Mailand beim 0:2 bei Aufsteiger AC Cesena: "Die Niederlage beweist, dass es einfach nicht genügt, Stars im Millionenwert zu kaufen", kommentierte das Blatt das Debüt. Ibrahimovic verschoss sogar einen Elfmeter. Vereinsboss und Regierungschef Silvio Berlusconi hatte die Mannschaft im Sommer für 40 Millionen Euro mit den Superstars Robinho und Ibrahimovic verstärkt.

Becks' Comeback: Englands Superstar David Beckham hat gut sechs Monate nach seinem Achillessehnenriss sein Comeback gefeiert. Beim 3:1-Erfolg seines Klubs Los Angeles Galaxy in der US-Profiliga MLS gegen Columbus Crew kam der 35-Jährige 20 Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 3:0 für den Brasilianer Juninho ins Spiel. "Es ist ein wunderbares Gefühl, wieder zu spielen", sagte Beckham.

Sorge um Dudar: Riesenschreck für die Young Boys Bern, den nächsten Europa-League-Gegner des VfB Stuttgart: Nach Angaben der Schweizer Zeitung "Blick" wurde Verteidiger Emiliano Dudar nach dem Spitzenspiel gegen den FC Basel (2:2) in ein künstliches Koma versetzt. Der Argentinier war in der 38. Minute mit Teamkollege François Affolter zusammengeprallt und reglos liegen geblieben. Als er wieder ansprechbar war und ins Krankenhaus gebracht wurde, hätten sich die Ärzte zu dieser "Vorsichtsmaßnahme" entschlossen.

Orange Serie: WM-Endspiele in Südafrika stehen für Fußballteams aus den Niederlanden offenbar unter keinem guten Stern. Zwei Monate nach der Finalniederlage von Oranje gegen Spanien griffen auch die niederländischen Kicker mit intellektuellen Beeinträchtigungen am Titel vorbei. Im Endspiel unterlagen sie Titelverteidiger Saudi-Arabien 0:1 nach Verlängerung. Bronze ging an Polen. Das von Ex-Profi Jörg Dittwar betreute deutsche Team belegte Platz sechs unter elf Teilnehmern.