DFL-Chef Rauball malt rosarote Zukunft

Berlin. Seine Wiederwahl war ein Selbstgänger: Nach dem Rückzug von Bayern-Boss Uli Hoeneß wurde Reinhard Rauball bei der Generalversammlung der 36 Erst- und Zweitligisten einstimmig bis 2013 als Ligapräsident bestätigt. Der 63-Jährige bekräftigte, dass trotz der Finanzprobleme von Sky (s. Seite 18) kein eigener Sender zur Verwertung der Live-Rechte in Planung sei und konnte Rekordzahlen präsentieren: Im Spieljahr 2008/09 hat der deutsche Lizenzfußball erstmals mehr als zwei Milliarden Euro umgesetzt. "Die Liga war nie besser aufgestellt", sagte "Kaiser" Franz Beckenbauer, der als "Ehrenangehöriger" der Liga ausgezeichnet wurde. Neben den Einnahmen der 36 Profiklubs in Höhe von 2,036 Milliarden Euro (ein Plus von 5,3 Prozent) stiegen aber auch die Ausgaben (2,025 Milliarden Euro) um sechs Prozent im Vergleich zur Vorsaison.

Als Gastredner kritisierte DFB-Präsident Theo Zwanziger scharf das Wettmonopol des Staates. Damit würde dem Sport und dem Fußball "eine Finanzmöglichkeit von drei Milliarden Euro auf teilweise perverse Art" verloren gehen.