Spanier sehen sich noch nicht am Ziel - Königin Sofia kommt zum Finale

Zwei Jahre nach ihrem EM-Triumph kennt die "Furia Roja" (Rote Furie) nur ein Ziel: den WM-Titel. "Wir haben so lange auf Erfolge gewartet", sagte Spaniens Trainer Vicente del Bosque. Mittelfeldstar Xavi vom FC Barcelona sieht es ähnlich. "Wenn wir so spielen wie gegen Deutschland, haben wir gute Chancen. Wir wollen es genießen, im Finale zu stehen - und gewinnen." Angeschlagene Spieler haben die Spanier nicht.

Königin Sofia ließ es sich nach dem 1:0-Erfolg und dem damit verbundenen ersten Finaleinzug der Spanier nicht nehmen, der Nationalelf persönlich in der Kabine zu gratulieren und zudem Freudengesänge der Spieler mit anzustimmen. "Wunderbar, einfach wunderbar!", sagte die 71-Jährige. Worüber sie mit David Villa und Co. sprach, wurde nicht bekannt, obwohl Ersatztorwart Pepe Reina die Begegnung auf Video festhielt. Jetzt wird die königliche Glücksbringerin auch das Finale besuchen.

Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat den Sieg der "Selección" über das deutsche Team im WM-Halbfinale gefeiert. "Heute ist ein großer Tag", sagte der Regierungschef in Madrid. "Die spanische Nationalelf hat eine tolle Partie gespielt und wird das am Sonntag erneut tun", ergänzte er mit Blick auf das Endspiel gegen die Niederlande. Ob er zum Finale nach Südafrika reisen wird, ließ er offen.