Der Argentinien-Gipfel: Schwalben, Zettel und Elfmeter

18 Länderspiele und fünf WM-Duelle gegen die Südamerikaner

Die ersten beiden Länderspiele zwischen Deutschland und Argentinien fanden bei Weltmeisterschaften statt. Beim deutschen 3:1-Vorrundensieg 1958 in Schweden gelang Uwe Seeler gegen überforderte Argentinier, die nur durch Tritte auffielen, sein erstes Tor in der Nationalelf. 1966 in England gab es ebenfalls in der Vorrunde ein 0:0, bei dem die Argentinier erneut rustikale Härte zeigten und José Albrecht durch Platzverweis verloren.

Zu Fußball-Klassikern wurden dann zwei WM-Endspiele und ein Viertelfinale. 1986 in Mexiko lag das deutsche Team im Finale schon 0:2 zurück, holte aber wie anno 1954 gegen Ungarn auf. Fünf Minuten vor Schluss sicherte Burruchaga auf Pass von Maradona Argentinien mit dem 3:2 den Titel.

1990 in Italien entzauberte Guido Buchwald den großen Maradona. Nach einer umstrittenen Elfmeterentscheidung - Kritiker sprechen von einer Schwalbe von Rudi Völler - fasste sich Andreas Brehme ein Herz und verwandelte zum 1:0 und Titelgewinn.

2006 in Deutschland gingen die Argentinier als klare Favoriten ins Viertelfinale, doch die deutschen Gastgeber hielten ein 1:1. Im Elfmeterschießen wehrte Jens Lehmann, bewaffnet mit einem Zettel voller Informationen über die argentinischen Spieler, zwei Strafstöße ab, Deutschland siegte 5:3. Im Gerangel flog Cufre vom Platz, Frings wurde für das Halbfinale gesperrt.

In 18 Länderspielen trennten die beiden Mannschaften am Ende nie mehr als zwei Tore, zuletzt beim 0:1 am 3. März in München.

Morgen beginnt unsere Serie über die großen WM-Duelle Deutschland - Argentinien.