Algerien fürchtet Tor-Fluch, die USA das böse Omen

Pretoria. "Jeder spricht über dieses Problem", sagt der Wolfsburger Karim Ziani über die schon 391 Minuten währende WM-Torflaute Algeriens, während der Ex-Bayer Landon Donovan klagt: "Bei meinen bisherigen zwei WM-Teilnahmen haben wir unser drittes Spiel immer verloren."

Die Negativserie der USA hat allerdings schon begonnen, als Donovan noch gar nicht auf der Welt war. Seit 1950 traten die Yanks sechsmal zu einem dritten Vorrundenspiel an - und immer haben sie verloren. "Ich glaube und hoffe aber, dass diese Mannschaft jetzt die Klasse und die Erfahrung hat, das zu ändern", sagte Donovan mit Blick auf das Duell am Mittwoch in Pretoria (16 Uhr/EinsFestival), das beide Teams zumindest nicht verlieren dürfen.

Die USA stünden bei einem Sieg sicher zum ersten Mal seit acht Jahren im Achtelfinale. Bei einem Unentschieden müssten sie auf das zweite Gruppenspiel zwischen Slowenien und England in Port Elizabeth schauen. "Auf ein Unentschieden oder eine Niederlage der Engländer wollen wir gar nicht hoffen. Wir treten an, um zu gewinnen", sagte Trainer Bob Bradley.

Algerien kommt nur mit einem Sieg und Schützenhilfe der Engländer oder Sloweniens weiter. Erste Voraussetzung wäre also ein WM-Tor - doch darauf wartet Algerien nun schon länger als jede andere Mannschaft in Südafrika. Matmour forderte daher die Abkehr von der Kontertaktik mit einer Spitze. "Wir brauchen einen zweiten Stürmer, das ist unsere einzige Chance", hoffte er. Erfolgreich: Denn sein Trainer Rabah Saadane kündigte an, wohl Angreifer Rafik Djebbour zu bringen.

USA: Howard - Cherundolo, Demerit, Onyewu, Bocanegra - Donovan, Torres, Bradley, Dempsey - Altidore, Edu.

Algerien: M'bolhi - Bougherra, Belhadj, Yahia - Kadir, Yebda, Lacen, Halliche - Ziani - Matmour, Djebbour.

Schiedsrichter: De Bleeckere (Belgien).