WM-Notizen

USA: Die Auswahl von Trainer Bob Bradley kann im zweiten Gruppenspiel gegen Slowenien am Freitag (16 Uhr) auf Torhüter Tim Howard (FC Everton) setzen. Dieser hatte beim 1:1 gegen England bei einem Zusammenprall mit dem britischen Stürmer Emile Heskey (Aston Villa) eine Rippenblessur erlitten, die sich jedoch als nicht so gravierend wie befürchtet herausstellte.

Slowenien: Mit einer Mini-Safari belohnte sich das Team von Matjaz Kek gestern für den 1:0-Sieg im Auftaktspiel über Algerien. Sorgen gibt es nur um Mittelfeldspieler Rene Krhin (Inter Mailand), der sich im Training eine Knöchelverletzung zuzog.

Spanien: Aufatmen im Lager des Europameisters. Mittelfeldspieler Andres Iniesta (FC Barcelona) meldete sich nach überstandener Oberschenkelverletzung endgültig fit für das Auftaktspiel gegen die Schweiz morgen (16 Uhr). Die Spanier wehren sich vehement gegen die Favoritenrolle, die ihnen viele Experten zugedacht haben. "Es wäre ein Fehler, sich hier als Favorit zu fühlen. Wir sind nicht Favorit, höchstens ein Kandidat", sagte Spielmacher Xavi (FC Barcelona). David Villa sieht Deutschland als größten Konkurrenten. "Sie haben mir von allen Teams bisher am besten gefallen", sagte der Stürmer vom FC Valencia.

Frankreich: Nach dem schwachen 0:0 im Auftaktspiel gegen Uruguay steht nun nicht mehr nur Nationaltrainer Raymond Domenech in der Kritik, auch die Spieler werden in der Heimat hart kritisiert. "Die Spieler müssen sich endlich zusammenreißen und ihre Egos beiseitelegen", forderte der frühere Superstar Zinedine Zidane. "Es gab kein Mannschaftsspiel. Es immer wieder allein zu versuchen bringt nichts", sagte Zidane, der auch Domenech infrage stellte: "Er ist kein Trainer, sondern ein Spieler-Auswähler."

Niederlande: Ersatztorhüter Michel Vorm hat die Geburt seines ersten Kindes verpasst. Während sich der 26-Jährige vom FC Utrecht auf das gestrige Spiel gegen Dänemark vorbereitete, brachte Ehefrau Daisy am Sonntag Sohn Jaivy Waylon zur Welt. Vorm wurde während der Geburt per Handy auf dem Laufenden gehalten und reiste nach der Begegnung gegen die Dänen für einen kurzen Besuch zurück in die Heimat. "Wir wollten, dass Michel bei seiner Familie sein kann und erwarten ihn am Donnerstag zurück", sagte Bondscoach Bert van Marwijk.

Schweiz: Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld muss zum Auftakt morgen (16 Uhr) gegen Spanien auf Valon Behrami (West Ham) und Alexander Frei (FC Basel) verzichten. Mittelfeldspieler Behrami hat eine Oberschenkelzerrung, Angreifer Frei laboriert weiter an einer Sprunggelenksblessur. Er soll durch Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen) ersetzt werden. Für Behrami könnte Pirmin Schwegler (Eintracht Frankfurt) auflaufen.

Südafrika: Um sich von den Strapazen der ersten Tage etwas zu erholen, sind die Spieler des Gastgeberlandes von Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira nach Hause geschickt worden. "Es ist wichtig, dass sie ihre Familien und Freunde sehen", sagte der Brasilianer, "wir wollten sie nicht die ganze Zeit über einkasernieren." Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Mexiko trifft Südafrika morgen (20.30 Uhr) auf Uruguay.

Argentinien: Abwehrspieler Martin Demichelis hat den 1:0-Auftaktsieg über Nigeria allein seinem Nationaltrainer Diego Maradona zugeschrieben. "Das war sein Tor und allein sein Sieg", sagte der Profi des deutschen Meisters Bayern München. Maradona habe in Analysen gesehen, dass die Nigerianer bei Ecken den Raum decken. Deshalb sollte Juan Sebastian Veron (Estudiantes La Plata) auf Gabriel Heinze (Olympique Marseille) flanken, der prompt per Kopf das Siegtor erzielte.

Südkorea: Der 2:0-Auftaktsieg über Griechenland hat der Wirtschaft in der Heimat Rekordzahlen beschert. In den Supermärkten stieg der Verkauf von Bier auf das Dreifache, Kondome wurden sogar fünfmal so viele verkauft wie an normalen Tagen. Auch Fastfood-Lokale legten kräftig zu.