Bundesliga-Kolumne

Mirko Slomka stellt Negativrekord ein

"Wir haben heute sehr leidenschaftlich und teilweise begeisternd nach vorne gespielt", lobte Mirko Slomka . Nützte aber nichts. Als erster Trainer seit 13 Jahren und erst fünfter Coach der Ligageschichte hat er durch die 0:1-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg die ersten sechs Spiele mit einem Verein der Fußball-Bundesliga verloren. Zuletzt hatte Klaus-Peter Nemet in der Spielzeit 1996/97 mit dem FC St. Pauli die ersten sechs Spiele verloren.

Die Hoffnung auf Rettung wird immer geringer. Zum elften Mal in Folge konnte Hertha BSC zu Hause nicht gewinnen, dabei hätten die Berliner erstmals seit dem 20. September das Tabellenende verlassen können. Beim 0:2 gegen Hoffenheim enttäuschte der nächste HSV-Gegner vor allem im Angriff.

Die Giftpfeile flogen erst nach dem Derby. Angefressen vom Rückschlag im Titelrennen war Rudi Völler . "Es lag nicht an uns, dass das Spiel kein Leckerbissen wurde. Die Kölner feiern das 0:0, als ob sie gerade Weltmeister geworden sind", schimpfte Leverkusens Sportchef. Wenig tröstlich war, dass der Werksklub auch im 24. Saisonspiel ungeschlagen blieb und damit die Bestmarke der Bayern aus der Saison 1988/89 übertraf.

Elf Spiele hielt die Festung Bruchwegstadion des FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga - erst Werder Bremen knackte am Sonnabend die stolze Serie des Aufsteigers. Nach dem 2:1 der Gäste sorgte vor allem die Rote Karte für Florian Heller nach nur 14 Minuten für Diskussionen, weil Aaron Hunt dem Mainzer im Gerangel den Ellbogen ins Gesicht drückte, dafür aber nur Gelb sah.

Weil er von Trainer Christian Gross konstant frühzeitig ausgewechselt wird, hat der vom FC Barcelona an Stuttgart verliehene Alexander Hleb nach dem 2:1-Sieg gegen Frankfurt, den Cacau mit zwei Toren sicherstellte, seinen Abschied zum Saisonende angekündigt: "Ich bleibe zu null Prozent."

Wegen eines Bruchs des Unterkiefers beim 1:2 auf Schalke muss Dortmunds Mats Hummels sechs Wochen pausieren. Doch auch beim Sieger herrschte keine Siegerstimmung. Trainer Felix Magath polterte über die angeblich zu kritische Berichterstattung über sein Team und verließ wutentbrannt das Studio des Pay-TV-Senders Sky.