Fußball-Nationalmannschaft

Bundesliga übt Solidarität mit Bundestrainer Löw

Stuttgart. 137 Tage vor dem Start der WM-Endrunde in Südafrika hat die Bundesliga einen Solidarpakt mit Bundestrainer Joachim Löw geschlossen und der Fußball-Nationalmannschaft ihre volle Unterstützung zugesagt. "Für die Vereine und die Bundesliga ist ein erfolgreiches Abschneiden der Nationalmannschaft bei der WM sehr wichtig, davon profitieren beiden Seiten", sagte Leverkusens Trainer Jupp Heynckes.

Löw, der in den vergangenen Tagen vor allem wegen des Kurzlehrgangs der DFB-Auswahl von Sonntag bis zum heutigen Dienstag in Stuttgart harsche Kritik von Bayern-Trainer Louis van Gaal ("Das ist Wahnsinn") hinnehmen musste, wirkte nach dem dreieinhalbstündigen Meinungsaustausch mit seinen Kollegen erleichtert. "Es wird immer unterschiedliche Meinungen geben, das müssen wir respektieren, und das ist auch kein Problem. Das gilt auch für Louis van Gaal", sagte Löw. Deutlicher wurde da Heynckes, der seinen Nachfolger bei den Bayern aber auch in Schutz nahm: "Der Termin stand lange fest, da kann man nicht kurz vorher aufschreien. Van Gaal kennt so etwas nicht aus Holland oder Spanien, deshalb ist er vielleicht übers Ziel hinausgeschossen."

Heynckes unterstrich, dass die DFB-Auswahl nach wie vor das Aushängeschild des deutschen Fußballs sei. "Für Deutschland ist es wichtig, dass die Nationalmannschaft bei der WM nicht nur gut, sondern auch erfolgreich spielt. Deshalb ist die Bundesliga auch in der Verantwortung", sagte der 65-Jährige. Löw erklärte, dass die Nationalelf ihrerseits eine große Verantwortung für die Klubs und der Liga trage: "Das spüren wir deutlich, und dem wollen wir auch gerecht werden."

Bei der Tagung fehlten aus der Bundesliga neben van Gaal, der von Hermann Gerland vertreten wurde, Christian Gross (Stuttgart), Thomas Schaaf (Bremen), Ralf Rangnick (Hoffenheim), Mirko Slomka (Hannover) und Armin Veh (gestern in Wolfsburg entlassen).