Fürth. Die SpVgg Greuther Fürth verteidigt zwei Standards schwach. Marc-Oliver Kempf nutzt das für Hertha BSC eiskalt aus - und muss dann verletzt raus.

Die Aufstiegsträume der SpVgg Greuther Fürth haben gegen Hertha BSC den nächsten Dämpfer erlitten. Eine Woche nach dem 2:3 im Topspiel der 2. Bundesliga gegen Spitzenreiter FC St. Pauli unterlagen die zweimal bei einem Standard überrumpelten Franken dem Hauptstadtverein mit 1:2 (0:1). Wegen Fan-Protesten gegen den Investoren-Einstieg bei der Deutschen Fußball Liga wurde die Partie zweimal unterbrochen.

Berlins Marc-Oliver Kempf (34. Minute, 63.) bewies zweimal seine Kopfballstärke, musste anschließend aber verletzt ausgewechselt werden. Fürths Kapitän Branimir Hrgota (56.) glich mit einem herrlichen Schlenzer vor 13.459 Zuschauern zwischenzeitlich aus. In einer am Ende nervösen Partie flog Florian Niederlechner (90.+10) mit Gelb-Rot vom Platz. Die Fürther bleiben Tabellenvierter, Hertha kletterte auf Position acht.

Hertha effektiv

Die Fürther hatten große Mühe gegen die giftigen und effektiven Berliner. Das vermeintliche Führungstor der Gäste durch Niederlechner (22.) wurde wegen eines Fouls an Hrgota vom Videoschiedsrichter aberkannt. Nach einer ersten kurzen Unterbrechung wegen der Fan-Proteste, als Tennisbälle auf den Rasen flogen, waren die Fürther zunächst bei einer Ecke zu passiv. Das nutzte Kempf mit dem Kopf aus.

Die Fürther waren zwar im Vorwärtsgang gefällig, Gefahr entfachten sie aber lange nicht. Hrgota leitete seinen Treffer dann selbst am Mittelkreis ein und ließ mit seinem linken Fuß Hertha-Keeper Tjark Ernst keine Chance. Bei Kempfs zweitem Treffer hatten die Fürther Pech, weil der nur eine Minute zuvor eingewechselte Lukas Petkov den Kopfball entscheidend abfälschte.

Nachdem erneut zahlreiche Gegenstände auf den Rasen flogen, schickte Referee Marco Fritz beide Mannschaften in der 75. Minute in die Kabinen. Das Spiel konnte dann aber fortgesetzt werden. Armindo Sieb (79.) und Petkov (82.) verpassten mit ihren Kopfbällen den Ausgleich.