Bremen. Werder Bremen kann erst einmal aufatmen. Den Norddeutschen gelingt ein Erfolgserlebnis gegen einen direkten Konkurrenten. Für die enttäuschenden Gäste endet eine Erfolgsserie.

Werder Bremen ist der ersehnte Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gelungen. Mit dem verdienten 2:0 (1:0) beendeten die Hanseaten die Erfolgsserie des FC Augsburg mit sechs Spielen ohne Niederlage und sorgten bei ihrem Anhang für kollektives Aufatmen.

Niklas Stark (39.) und Marvin Ducksch (65.) führten die Bremer mit ihren Kopfballtreffern zum ersten Sieg nach vier Spielen, darunter zuletzt zwei Niederlagen. Durch den Erfolg verschafften sie sich etwas Luft zur Gefahrenzone. Das in Bremen enttäuschende Gäste-Team von Trainer Jess Thorup ist nach seiner jüngsten Erfolgsserie trotz der Niederlage weiter im gesicherten Tabellenmittelfeld.

Ausgeglichene Anfangsphase

Beide Mannschaften neutralisierten sich in der ersten Halbzeit über lange Phasen. Die Partie glich mehr einem Geduldsspiel. Eng war es vor allem im Mittelfeld. Gefährliche Szenen waren an und in beiden Strafräumen Mangelware.

Jens Stage (10.) prüfte Augsburgs Torwart Finn Dahmen erstmals mit einem Schuss aus 18 Metern. Für die meiste Aufregung im Werder-Strafraum sorgte Bremens Torwart Michael Zetterer (28.), als er über den Ball trat. FCA-Stürmer Phillip Tietz lupfte die Kugel über Zetterer, aber auch am Tor vorbei.

Werder erarbeitete sich nach einer halben Stunde mehr Spielanteile. Mitchell Weiser (39.) scheiterte nach einem Eckball von Ducksch mit einem abgefälschten Schuss erneut am guten Dahmen. Den anschließenden Eckball - wieder durch Ducksch - verwertete Stark per Kopf zu seinem ersten Saisontor und zur Halbzeit-Führung.

Der Abwehrspieler war für Kapitän Marco Friedl in die Startelf gerückt. Friedl hatte wegen einer Verletzung kurzfristig passen müssen.

Ducksch der entscheidende Mann

Nach der Pause wurde die Bremer Überlegenheit vor 41.000 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion noch deutlicher. Vor allen die Offensivkräfte Ducksch, Rafael Borré und Romano Schmid erspielten sich mehr und mehr aussichtsreiche Situationen.

Stage (53.) abermals nach einer Ducksch-Ecke und Schmid (57.) verzogen aus guten Positionen. Nach einer Flanke von Weiser war dann Neu-Nationalspieler Ducksch (65.) zur Stelle und traf zu seinem sechsten Saisontor.

Von den Augsburgern war nichts zu sehen. Werders Dreierkette mit dem sehr guten Stark, Anthony Jung und Milos Veljkovic hatte unter anderem den achtmaligen Saisontorschützen Ermedin Demirovic sicher im Griff.

In der Schlussviertelstunde verlegten sich die Bremer aufs Kontern. Hätten sie diese konsequenter ausgespielt, wäre ein höherer Sieg möglich gewesen. Stage und Senne Lynen ließen kurz vor dem Ende die besten Chancen ungenutzt.