Leipzig. Leipzigs Trainer Rose will Timo Werner nicht einfach ziehen lassen. Der Stürmer soll sich durchbeißen - obwohl der Club die Freigabe für einen möglichen Wechsel bereits erteilt hat.

RB Leipzigs Trainer Marco Rose baut vorerst weiter auf Stürmer Timo Werner (27), obwohl der Fußball-Bundesligist dem Nationalspieler bereits die Freigabe für einen möglichen Wechsel im Wintertransferfenster erteilt hat.

„Es gab niemand vom Verein, der über einen Wechsel oder eine Freigabe oder derartiges gesprochen hat. Das bedeutet, wir führen Gespräche intern untereinander. Timo mit seinem Umfeld. Da gibt es dann Gesamtgemengelagen“, sagte Rose vor dem Bundesliga-Verfolgerduell am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Borussia Dortmund. Der zuletzt in der Nationalmannschaft nicht mehr berücksichtigte Werner fällt weiter wegen Adduktorenproblemen aus.

„Kämpfen, arbeiten, weitermachen, es ist unser Junge, der seine Qualitäten schon nachgewiesen hat. Und trotzdem gibt es eine Phase in der Karriere, wo man vielleicht selber mal auf dem Holzweg ist“, sagte Rose über den im August 2022 vom FC Chelsea zurückgekehrten Werner. Auch Spieler wie André Silva, Yussuf Poulsen, Kevin Kampl oder Benjamin Henrichs hätten alle schwierige Phasen gehabt. „Auch unter mir. Und alle haben es irgendwo geschafft, sich wieder in Position zu bringen“, meinte der 47-Jährige.

„Es ist nicht so, dass einer irgendwo in die Ecke geschoben wird und das Thema ist durch. Jede Trainingsleistung, jede Spielleistung, jedes sich reinwerfen wird belohnt, fertig aus. Es ist auf Dauer immer dasselbe im Profifußball, es geht um Leistung“, führte Rose aus. Werner, der bereits zwischen 2016 und 2020 für Leipzig gespielt hatte, konnte nach seiner Rückkehr nicht mehr an seine Bilanz aus der ersten RB-Zeit mit 95 Toren in 159 Bundesliga-Partien anknüpfen.

Seit Saisonbeginn ist Werner in einem Formtief. Er kam nur sporadisch zu Einsätzen, weil im Leipziger Angriff Neuzugang Lois Openda gesetzt ist und Poulsen sowie Benjamin Sesko dem Leipziger Rekordschützen den Rang abgelaufen haben. „Timo ist unser Spieler, Timo ist ein Topspieler, Timo hat eine schwierige Saison, Timo wird wertgeschätzt im Kader, wird wertgeschätzt vom Trainerteam, wird wertgeschätzt vom Verein“, sagte Rose.