Freezers waren in Straubing nicht gut genug zum Siegen

Hamburgs Eishockeyteam macht beim 3:6 zu viele Fehler und beklagt drei neue Verletzte

Hamburg. Natürlich hätte man genügend Ausreden finden können, um die 3:6 (0:2, 3:2, 0:2)-Niederlage der Hamburg Freezers am Dienstagabend bei den Straubing Tigers zu begründen. Da war das in allen Belangen aufreibende Spitzenspiel gegen Tabellenführer Mannheim, das die Mannschaft von Cheftrainer Serge Aubin gut 48 Stunden zuvor nach hartem Kampf 2:3 verloren hatte. Da war die lange Reise nach Bayern. Und dazu kam, wieder einmal, Verletzungspech. Neben Verteidiger Sam Klassen, der nach seinem Fingerbruch Ende dieser Woche wieder aufs Eis zurückkehrt, und Angreifer Garrett Festerling, der nach seinem am vergangenen Freitag erlittenen Handbruch am Dienstag 1:20 Stunden im Marienkrankenhaus operiert wurde, fiel kurzfristig auch noch Stürmer Julian Jakobsen aus, der beim Warmmachen einen Puck ins Gesicht bekam und dabei eine leichte Gehirnerschütterung erlitt.

Und dennoch hätten all diese Erklärungen zu kurz gegriffen, weshalb Aubin auch ohne Umschweife den wahren Grund für die zweite Saisonniederlage gegen den Tabellenletzten benannte. „Die Leistung meines Teams ist für mich so nicht akzeptabel. Wir waren heute nicht bereit und sind schlecht ins Spiel gekommen. Dazu haben wir uns zu viele leichte Fehler geleistet und zwei Tore in eigener Überzahl kassiert. So kann man einfach kein Auswärtsspiel gewinnen“, schimpfte der Frankokanadier. Nach dem Rückflug nach Hamburg, den die Freezers am Mittwoch um elf Uhr aus München antreten, müssen neben Jakobsen auch Patrick Pohl und Mathieu Roy untersucht werden. Verteidiger Roy erlitt eine Überstreckung des Ellenbogens, Stürmer Pohl klagte über Schulterschmerzen. Wer bis zum Gastspiel in Wolfsburg am Freitag (19.30 Uhr) fit wird, bleibt abzuwarten.

Tore: 1:0 (7:44) Brandl (Down, Röthke) 5-4, 2:0 (19:30) Schönberger (Meunier) 4-5, 2:1 (21:35) Dupuis (Flaake, Schubert), 2:2 (24:43) Clark (Flaake, Stamler), 3:2 (35:26) Yeo (Sturm, Reed) 5-3, 4:2 (36:56) Reed (Yeo, Sturm) 5-4, 4:3 (37:25) Sertich (Schmidt, Madsen), 5:3 (40:19) Stewart (Meunier) 4-5, 6:3 (44:09) Brandl (Osterloh). Strafminuten: 12/18. Schiedsrichter: Bauer/Krawinkel (Nürnberg/Moers). Zuschauer: 4020.