Hamburg Freezers

„Cabanoglu“: Freezers-Fans enttäuscht von Cabana-Wechsel

| Lesedauer: 2 Minuten

Der Eishockeyprofi löste vor wenigen Tagen wegen psychischer Beschwerden seinen Freezers-Vertrag auf. Der kurzfristige Wechsel hinterlässt einen faden Beigeschmack. Freezers und Fans sind enttäuscht.

Hamburg. Wenige Tage nach der Vertragsauflösung bei den Hamburg Freezers hat Frédérik Cabana einen neuen Verein gefunden. Der Deutsche unterschrieb am Montag einen neuen Kontrakt beim Zweitligisten Bietigheim Steelers.

Der Wechsel von Cabana hinterlässt einen faden Beigeschmack. Denn der 28-Jährige bat erst vergangene Woche um eine Vertragsauflösung bei den Freezers wegen psychischer Beschwerden.

Die Freezers nahmen den Wechsel „mit großer Verwunderung“ wahr und gaben eine offizielle Stellungnahme auf ihrer Homepage ab. Demnach hätten die Hamburger in den vergangenen Wochen „alles nur Erdenkliche getan, um ihrem Spieler in seiner schweren Zeit beiseite zu stehen und ihm eine vollständige Genesung zu ermöglichen“, so Geschäftsführer Uwe Frommhold.

Dazu gehörte auch, den Vertrag auf seinen „mehrfach geäußerten Wunsch hin und ungeachtet der personellen Situation des Clubs aufzulösen“. Mehrere erfahrene Ärzte und Spezialisten hätten Cabana „von einer Rückkehr in den Leistungssport in unmittelbarer Zukunft dringend abgeraten“.

Cabana wird schon „Cabanoglu“ genannt


„Sich nun aber unmittelbar nach erfolgter Vertragsauflösung einem neuen Klub anzuschließen und scheinbar direkt ins Training einzusteigen, überrascht uns sehr“, teilte Frommhold mit: „Wir fühlen uns getäuscht.“

„Wir können nur hoffen, dass Frédérik Cabana seine Erkrankung nach wie vor richtig einschätzt und sein neuer Klub ihm auch die Hilfe, Ruhe und Zeit gibt, die er benötigt und die ihm die Hamburg Freezers in den vergangenen Monaten gewährt haben“, teilte Frommhold abschließend mit.

Im Heimspiel gegen die Straubing Tigers am Freitag widmeten die Fans Cabana eine Choreo, um ihm zu zeigen, dass sie ihn stets unterstützen. Inzwischen wird der Kanadier in Fankreisen „Cabanoglu“ – in Anlehnung an Ex-HSV-Profi Hakan Calhanoglu – genannt. Calhanoglu ließ sich im Sommer ebenfalls wegen psychischer Beschwerden beim HSV krankschreiben und zeigte dann eine Blitzgenesung mit seiner Vertragsunterschrift bei Bayer Leverkusen.

( (HA) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Freezers