Festerling schießt Freezers auf Platz eins

Der Hamburger Eishockeyclub siegt bei den Nürnberg Ice Tigers 3:2. Stürmer Cabana im Krankenhaus

Hamburg. Die Profis der Hamburg Freezers hatten pünktlich zum Jahreswechsel einen Vorsatz gefasst. „Wir müssen auswärts besser werden“, sagte Stürmer Garrett Festerling stellvertretend für seine Teamkollegen. Und der Nationalspieler ging selbst mit gutem Beispiel voran.

Der 28-Jährige entschied am Freitagabend mit seinem Tor kurz vor Schluss das Spitzenspiel bei den Nürnberg Ice Tigers. Durch den 3:2 (1:0, 1:2, 1:0)-Sieg sprangen die Hamburger an die Tabellenspitze der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), da der bisherige Spitzenreiter Kölner Haie in Wolfsburg patzte. „Ich bin sehr glücklich und zufrieden. Wir finden immer einen Weg zum Sieg“, sagte Festerling jubelnd.

Die Freezers, die auf die verletzten Matt Pettinger (Fußverletzung), Johan Ejdepalm (Bänderriss in der Schulter) und den gesperrten David Wolf verzichten mussten, zeigten eines ihrer besten Auswärtsspiele der Saison. Vor allem in den ersten 30 Minuten lieferten die Hamburger eine taktisch überragende Partie ab. Das Team von Trainer Benoit Laporte ließ gegen die Franken wenig zu, zwang die Nürnberger immer wieder mit aggressivem Forechecking zu Fehlern. Verteidiger James Bettauer brachte die Freezers per Distanzschuss in Führung, die Morten Madsen im Mittelabschnitt mit einem Schuss in den Winkel spektakulär ausbaute.

Anschließend verdüsterten sich die Mienen der Freezers-Profis jedoch. Stürmer Frédérik Cabana wurde fahrlässig von Gegenspieler Fredrik Eriksson mit dem Kopf vorweg in die Bande geschubst. Der 27-Jährige musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Freezers wirkten geschockt und verloren vorübergehend ihre Stabilität. Nürnberg kam besser ins Spiel und bestrafte die nachlässigen Hamburger.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Torhüter mit spektakulären Paraden dafür sorgten, dass alles nach einer Verlängerung aussah. Doch Festerlings Tor im Powerplay entschied das Spiel zugunsten der Freezers, die am Sonntag (16.30 Uhr) bei den Straubing Tigers antreten müssen.

Tore: 0:1 (8:53) Bettauer (Flaake), 0:2 (22:47) Madsen (Mitchell), 1:2 (29:18) Ehliz (Eriksson, Printz), 2:2 (33:44) Reinprecht (Ehliz, Reimer), 2:3 (58:37) Festerling (Flaake, Oppenheimer). Str.: 6/4. SR.: Jablukov/Piechaczek (Berlin/Finning). Z.: 6789.