Bundesliga

Leipzig holt Remis in Stuttgart – und Werner für den Sturm

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Noch musste Christopher Nkunku allein jubeln. In Zukunft wird der Franzose wieder einen alten Bekannten an seiner Seite haben.

Noch musste Christopher Nkunku allein jubeln. In Zukunft wird der Franzose wieder einen alten Bekannten an seiner Seite haben.

Foto: Imago Images

Der Pokalsieger verpasste bei den Schwaben den Auswärtssieg. Köln versaute derweil ohne Modeste Schalke die Liga-Rückkehr.

Stuttgart. Timo Werner fast da, der erste Sieg aber noch nicht: RB Leipzig hat zum Start in die Fußball-Bundesliga einen Dämpfer kassiert. Der Pokalsieger kam in seinem Auftaktspiel am Sonntag beim VfB Stuttgart nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und präsentierte sich nur phasenweise als Spitzenteam. Die Punkteteilung trübte ein wenig die Vorfreude auf die erwartete Rückkehr von Timo Werner, der unmittelbar vor einem Wechsel zu seinem Ex-Club steht.

Bundesliga: Nkunku sorgte für früher Leipziger Freude

Leipzig ging durch Christopher Nkunku früh in Führung (8. Minute). Der „Spieler der Saison“ knüpfte nahtlos an seine 2021/22 gezeigten Leistungen an, als er 35 Torbeteiligungen in 34 Spielen verbuchte. Den verdienten Ausgleich für den zwischenzeitlich stark spielenden VfB erzielte Naouirou Ahamada (31.). VfB-Torhüter Florian Müller brachte die Leipziger Stürmer mit starken Paraden schier zum Verzweifeln.

Leipzigs Trainer Domenico Tedesco musste sich in der Vorbereitung mit der hohen Anzahl an Gegentoren auseinandersetzen. Jeweils fünf waren es im Testspiel gegen den FC Liverpool (0:5) und im Supercup gegen den FC Bayern München (3:5).

Der Coach reagierte auf die jüngsten Misserfolge und baute unter anderem auf den von der TSG 1899 Hoffenheim gekommenen David Raum. Abräumer Konrad Laimer musste passen. Er war einen Tag vor dem Duell im Training umgeknickt, erklärte Tedesco. Die auf insgesamt vier Positionen veränderten Leipziger starteten spielfreudig und belohnten sich prompt. Nach einer Ablage von Dani Olmo traf Nkunku. Die Chance auf eine noch höhere Führung vergab Lukas Klostermann (13.).

Ahamada sorgte für den nicht unverdienten Ausgleich

Der VfB suchte zunächst vergeblich nach einem Mittel. Die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo, die sich in der Vorsaison erst in der Nachspielzeit des letzten Spieltags gerettet hatte, biss sich erst nach einer Viertelstunde ins Spiel. Der flinke Silas Katompa Mvumpa ging gegen Willi Orban etwas zu ungestüm zu Werke und schob den Ball anschließend auch noch am Tor vorbei (18.).

Besser machte es Ahamada. Vorlagengeber Sasa Kalajdzic war neben Torwart Müller die zweite Veränderung im Vergleich zum Weiterkommen im DFB-Pokal, als die Schwaben sich zu einem 1:0-Erfolg beim Drittligisten SG Dynamo Dresden mühten.Durch einen Vorstoß von Konstantinos Mavropanos drehte der VfB kurz vor der Pause beinahe noch das Spiel. Mit seinem Distanzschuss scheiterte der griechische Innenverteidiger aber am Pfosten.

Bundesliga: Werner-Rückkehr nach Leipzig fast perfekt

Leipzig hatte zwar mehr Ballbesitz. Es fehlte jedoch an kreativen Ideen. Eine mögliche Lösung bahnt sich offenbar an. Der deutsche Nationalspieler Werner stand bei seinem Stammverein FC Chelsea nicht im Aufgebot. Wie die „Bild“ unmittelbar vor dem Anpfiff vermeldete, soll die Rückholaktion des Torjägers kurz bevorstehen. „Fix ist grundsätzlich für mich ein Deal, wenn er unterschrieben ist. Ich kann sagen: Wir haben keinen neuen Spieler verpflichtet und nirgendwo etwas unterschrieben“, sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Sonntag bei DAZN.

In Stuttgart musste RB ohne Werner auskommen. Zielstrebiger wurde das Angriffsspiel nach dem Seitenwechsel erst nach einer Stunde. Bei einem Schuss von Hugo Novoa rettete Müller (62.), und auch gegen Nkunku blieb der Keeper drei Minuten später der Sieger. Der Druck der Gäste nahm stetig zu, doch der Siegtreffer blieb aus.

Köln schlägt Schalke ohne Modeste – Ärger um VAR

Erst Frust über den Abgang von Torjäger Anthony Modeste, dann ausgelassener Jubel über den verdienten Auftakt-Sieg: An einem bewegten Sonntag ist der 1. FC Köln mit einem Sieg in die neue Saison gestartet und hat den größten Ärger über den Verlust des zu Borussia Dortmund wechselnden Publikumslieblings Modeste erst einmal verdrängt.

Durch das 3:1 (0:0) gegen den FC Schalke 04 verdarben die ohne den aus dem Kader verbannten Stürmer angetretenen Rheinländer den Königsblauen zudem die Rückkehr in die Bundesliga nach dem direkten Wiederaufstieg.

Die Schalker haderten mit dem Videobeweis, der zur Aberkennung des Treffers von Rodrigo Zalazar (10.), der Roten Karte für den Ex-Kölner Dominick Drexler (35.) und dem 2:0 durch Florian Kainz (62.) führte. Doch alle Entscheidungen waren hart, aber regelgerecht. Luca Kilian hatte Köln diskussionslos in Führung gebracht (49.). Marius Bülters (76.) zwischenzeitlicher Anschlusstreffer für Schalke war zu wenig. Dejan Ljubicic (80.) sorgte mit seinem Tor für die Entscheidung.

Bundesliga: Baumgart hatte "schlechte Laune" wegen Modeste

Am Morgen war durchgesickert, dass Modestes Wechsel zum BVB quasi fix ist. Um 16.30 Uhr bestätigten die Kölner eine „grundsätzliche mündliche Einigung“ mit dem BVB gibt. Modeste habe spielen wollen, durfte aber nicht. „Da gibt eine klare Kante“, sagte Baumgart im bei "DAZN". „So gut war meine Laune nicht“, sagte er. „Jeder kann sich vorstellen, dass das für uns vom Zeitpunkt her auch grenzwertig ist.“

In den sozialen Medien gab es viel Kritik und Wut unter den Kölner Fans.

( dpa )

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