Handball-Bundesliga

So will der HSVH ein versöhnliches Saisonende schaffen

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HSVH-Trainer Torsten Jansen (l.) und Torwart Johannes Bitter waren mit dem Auftritt gegen Stuttgart nicht zufrieden.

HSVH-Trainer Torsten Jansen (l.) und Torwart Johannes Bitter waren mit dem Auftritt gegen Stuttgart nicht zufrieden.

Foto: Witters

Im letzten Heimspiel der Saison enttäuschten die Profis gegen Stuttgart. Gegen Lemgo Lippe fordert Trainer Jansen eine Reaktion.

Hamburg.  Torsten Jansen hatte Probleme, sich zu zügeln, als er am Donnerstagabend im Bauch der Barclays Arena stand. Mit 27:32 (13:16) hatte der HSV Hamburg (HSVH) das letzte Heimspiel dieser Handball-Bundesligasaison gegen den TVB Stuttgart vergeigt, insbesondere offensiv unerklärliche Fehler produziert. „Ich muss mich erst mal ein bisschen finden“, holte der HSVH-Trainer Luft, ehe er sein Unverständnis kundtat. „Ich will nicht unfair sein, aber so eine Leistung verstehe ich nicht. Das ist nicht unser Gesicht, und das ärgert mich. So ein letztes Heimspiel zu machen, ist einfach scheiße.“

HSVH-Trainer Jansen ist mit der Bundesliga-Saison eigentlich zufrieden

Dass seiner Mannschaft nach dem Erreichen des Klassenerhalts die Spannung völlig abhanden kam, ärgerte den Weltmeister von 2007 maßlos. „Wenn man das Saisonziel Nichtabstieg fünf Spieltage vor Schluss erreicht, erwarte ich, dass man eine Saison mit Vollgas zu Ende spielt. Das haben wir in Göppingen geschafft, danach war aber Ebbe“, sagte Jansen. Am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) wartet beim Tabellensechsten TBV Lemgo Lippe das letzte Spiel der Saison. Jansen muss befürchten, dass es bei den Ostwestfalen „noch mal richtig einen geben“ könnte. „Die Jungs tun sich damit selbst keinen Gefallen“, sagte der 45-Jährige.

Als die Wut verraucht war, musste der Trainer dennoch zugeben, dass der ernüchternde Abschluss nicht über eine grundsätzlich erfolgreiche Spielzeit hinwegtäuschen kann. „Das war eine Saison, die man nicht so vorhersehen konnte. Eigentlich muss man rundum zufrieden sein. Wir wissen aber auch, dass die zweite Saison eine andere wird“, sagte er.

Sonderlob für HSVH-Youngster Niemann

Da mit Leif Tissier (Schulter), Dominik Axmann (Sprunggelenk), Finn Wullenweber (Ohrenprobleme), Nicolai Theilinger (Corona) und Azat Valiullin (Hand) gleich fünf Rückraumspieler verletzt fehlten, konnte A-Jugendspieler Max Niemann (18) auf sich aufmerksam machen. Der Spielmacher überzeugte Jansen nicht nur mit seinen zwei Toren, sondern brachte auch Ruhe in das Spiel. „Das ist ein guter Junge. Über den werden wir sicherlich noch sprechen“, sagte Jansen.

Da sich die personelle Lage kaum entspannen dürfte, wird Niemann auch in Lemgo auflaufen. In der kommenden Saison plant der HSVH den Teenager zwar für die U-21-Mannschaft in der Oberliga Hamburg-Schleswig-Holstein ein. Dank seiner Auftritte darf er sich nun aber Hoffnung machen, die Vorbereitung mit den Profis zu absolvieren. „Für mich spricht nichts dagegen“, sagte Jansen.

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